Integrität in den Prophetischen Gaben – Teil Eins



Seit ein paar Jahren investieren wir viel Zeit, um dem zu begegnen, was uns eine Krise in der Anwendung prophetischer Gaben zu sein scheint. Ehrlich gesagt ist viel Vertrauen verloren gegangen. Letztes Jahr waren wir beteiligt an einem Ruf zu Umkehr und Affirmation unter charismatischen Leitern. Aus diesem Bemühen ging viel Frucht hervor, was auf der Website www.ifli.co (Initiative for Fivefold Leadership Integrity = Initiative für Integrität im Fünffältigen Dienst) zu sehen ist.


Ich möchte Euch auch eine Video-Podiumsdiskussion empfehlen zum Thema Rechenschaft bei prophetischen Gaben (panel video discussion). Beteiligt waren Dan Juster, Ron Cantor, Michael Brown, Paul Wilbur, Ariel Blumenthal und ich. Zum Einen gingen die Podiumsteilnehmer das Thema gründlich von der Schrift her an, und zum Andern haben alle als Ministry-Leiter schon vier Jahrzehnte lang zusammengearbeitet – was für ein Sieg!


Wir haben in unserer Botschaft folgendes Modell geistlicher Rechenschaft aufgezeigt: Wenn man Beziehungen mit gleichgesinnten Brüdern und Schwestern lebt, dann können sie in mein Leben hineinsprechen und umgekehrt. In solchen Beziehungs-Bündnissen entwickeln sich Vertrauenswürdigkeit, Treue und Integrität. Die Bereitschaft zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig Feedback zu geben, zeugt von Demut und schützt vor Größenwahn.


Prophetie beginnt mit dem Schrei von Mose in Numeri 11,29 –


וּמִי יִתֵּן כָּל־עַם יְהוָה נְבִיאִים, כִּי־יִתֵּן יְהוָה אֶת־רוּחוֹ עֲלֵיהֶם


Wenn nur das ganze Volk YHVHs (Jahwehs) zu Propheten würde, wenn nur YHVH seinen Geist auf alle legte.


Was für ein herrliches Gebet! Mose betete, dass jeder den Heiligen Geist empfangen und prophezeien möge. Das ist Gottes Herz.


Joel nahm dieses Gebet und machte daraus eine Prophetie. Joel 3,1 –


וְהָיָה אַחֲרֵי־כֵן, אֶשְׁפּוֹךְ אֶת־רוּחִי עַל־כָּל־בָּשָׂר, וְנִבְּאוּ בְּנֵיכֶם וּבְנוֹתֵיכֶם


Danach aber wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch. Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein.


Diese Prophetie zitierte dann Petrus, als der Heilige Geist an Schavuot (Pfingsten) ausgegossen wurde, wie in Apostelgeschichte 2,1-18 berichtet.


Der Übergang von Moses Gebet zu Joels Prophetie zu Petrus’ Erfüllung zeigt, dass der Status von Prophetie sich verändert hat. Prophetie ist nicht nur für ein paar auserwählte besondere Männer Gottes; sie ist jetzt eine Gabe, die für jeden zugänglich ist. Diese Status-Änderung macht diese Gabe nicht „billig“, sondern sie macht die Chance besser, weiter, universaler.


Petrus erklärt dann, wie das geschehen konnte. Jeder muss seine Sünden bereuen, sich der Herrschaft Jeschuas (Jesu) unterstellen und dann den Heiligen Geist empfangen (Apostelgeschichte 2,38). Durch den Tod und die Auferstehung Jeschuas wird der Heilige Geist allen angeboten, die bitten und glauben. Dieser Heilige Geist ist derselbe, der auf den Propheten war.


Vor Jeschua kam der Heilige Geist auf ein paar wenige Besondere, die Propheten waren. Seit Jeschua wohnt genau jener Geist der Propheten dauerhaft in allen Heiligen. (Folgendes ist interessant: Im Neuen Bund werden die Nachfolger Jeschuas vor der Ausgießung des Heiligen Geistes „Jünger“ mathetes genannt, und nach der Einwohnung des Heiligen Geistes werden sie „Heilige“ hagios genannt.) Was eine Person heilig macht, ist der Geist der Heiligkeit, der in ihr wohnt.


Wir können die Entwicklung von Prophetie zusammenfassen in diese drei Etappen:

  1. Gottes Geist auf den Propheten

  2. Gottes Wort in der Schrift aufgeschrieben

  3. Gottes Geist lebt in den Gläubigen des Neuen Bundes

Da die Rolle der Gabe der Prophetie erweitert wurde, verändert sich auch der Umgang damit in der Gemeinschaft der Gläubigen. (Fortsetzung folgt)


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