Yom Kippur 2020-01-01T12:20:44+02:00

Jom Kippur, auch bekannt als der Tag der Buße, ist der fünfte von sechs jüdischen Mo’edim oder von Gott bestimmten Zeiten in der Thora. Es findet jeden Herbst zwischen dem Fest der Posaunen und dem Laubhüttenfest statt. Für die Juden in Israel und auf der ganzen Welt ist dieses Fest eines der bedeutendsten und feierlichsten Ereignisse, die die jüdische Identität neben der Durchführung des Passahfestes definieren. Jedes Jahr an diesem Tag fasten die Juden und “quälen ihre Seelen” (3.Mose 16,31) einen ganzen Tag lang, erinnern sich an ihre Sünden im vergangenen Jahr und bereuen durch eine Reihe von traditionellen Gebeten und Bitten. Es ist ihre Hoffnung, dass Gott diese Handlungen als Buße annimmt, ihnen vergibt und ihnen ein weiteres Lebensjahr gewährt, indem er ihre Namen in das Buch des Lebens schreibt.
Dieser Tag nimmt für unsere Gemeinschaft in Israel eine etwas andere Bedeutung an und hat eine noch größere geistliche Bedeutung. Seit vielen Jahren veranstalten wir eine Konferenz auf Hebräisch, an der verschiedene Gemeinden aus dem Raum Jerusalem/Tel Aviv teilnehmen. Wir beginnen damit, uns am Nachmittag des Vorabends von Jom Kippur zur Gemeinschaft und zu einem frühen Abendessen zu treffen, bevor wir mit dem Fasten beginnen. Dann verbringen wir einige Zeit in der Anbetung, gefolgt von traditionellen jüdischen Gebeten. Da es im ganzen Land keine Fahrzeugbewegungen gibt, bleiben wir für dieseVeranstaltung die  ganze Nacht beisammen.

Ein Sabbat der heiligen Ruhe

Am nächsten Tag ist Jom Kippur, in ganz Israel ein Nationalfeiertag und der einzige Sabbat, der vom Staat durchgeführt wird. Fast alle Unternehmen sind geschlossen und alle öffentlichen Straßen und Autobahnen sind stillgelegt. Es ist auch üblich, dass Menschen zu Fuß durch die normalerweise verstopften Straßen der Stadt wandern oder dass Kinder mit dem Fahrrad auf und ab auf den verlassenen Autobahnen fahren, wenn die ganze Nation zum Stillstand kommt.
Während dieser Zeit, bei unserer Konferenz schließen wir uns Synagogen auf der ganzen Welt bei der traditionellen Lesung des Buches Jona an. Diese Geschichte wird an Jom Kippur als eine Buß- Geschichte hervorgehoben, die Inspiration und Hoffnung für den Empfang von Gottes Vergebung geben soll. Aber als Gläubige an Jeschua wissen wir auch, dass wir uns nicht fragen müssen, ob Gott uns vergeben wird, denn unsere Vergebung ist sicher – durch Jeschuas Tod und Auferstehung.

Die letzte Posaune

In der Schrift scheint das Fest der Posaunen mit den Posaunen übereinzustimmen, die die große Trübsal des Buches der Offenbarung verkünden. Es gibt jedoch noch einen weiteren Posaunenruf an Jom Kippur (3.Mose 25,9). Es scheint, dass Jeschuas Rückkehr irgendwie mit diesem Tag verbunden sein wird, wie es in Sacharja 12 beschrieben ist. Deshalb schließen wir unsere Versammlung mit Anbetung und Schreien von “Baruch haba b’shem Adonai” oder “Selig ist, der im Namen des Herrn kommt” ab.

(Bitte beachten Sie, dass es sich um ein privates Treffen von Ortsgemeinden und ihren Mitgliedern handelt. Aufgrund der begrenzten Unterkunftsmöglichkeiten ist diese Veranstaltung nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.)

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