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© 24/8/2018 Revive Israel Ministries

“Und ich bin herabgekommen”

Eitan Shishkoff

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Eine Zeile in Gottes Zwiesprache mit Mose nimmt mich immer gefangen: „Und ich bin herabgekommen“. Hier ist Mose und flippt fast aus, weil der Busch nicht aufhört zu brennen. Warum auch nicht? Immerhin hört er die Stimme des allmächtigen Gottes, das ist ja nicht gerade alltäglich!

Die Hebräer sind gefangen in Sklaverei. Mose hat´s vermasselt und rennt 40 frustrierende Jahre lang in der Wüste den Schafen hinterher. Ich kenne das: Als wir Hippies waren, die versuchten sich vom Land in New Mexico zu ernähren, war es mein Job die Ziegen zu hüten. Sie trieben mich zum Wahnsinn, weil sie von einem Busch zum nächsten rannten. Das Problem war – und das erkannte ich erst viele Jahre später – dass wir den armen Geschöpfen nicht genug zu fressen gaben. Jedes Mal, wenn wir sie raus ließen, um „mit Eitan spazieren zu gehen“, rasten sie davon wie die Rennpferde. Alles was ich tun konnte war, irgendwie mit ihnen mitzukommen. In Wahrheit „hüteten“ sie mich!

Wenn Gott zu Mose sagt „Und ich bin herabgekommen“, können wir das nicht unter den Tisch fallen lassen. Der Dialog, der sich entfaltet, ist sehr bestimmend (denn Gott offenbart seinen unaussprechlichen Namen “Ich bin, der ich bin—יהוה” und lässt Mose wissen, dass er sein besonderer Gesandter für Pharao sein soll), aber ihr Wortwechsel enthält auch einen gewissen Humor. Wenn Gott Mose wissen lässt, dass Er den Wüstenhirten zum mächtigsten Herrscher der Welt schickt, um von ihm das Ende dieses großen Angebotes an kostenloser hebräischer Sklavenarbeit zu fordern, hat Moses Reaktion verschiedene Aspekte.

Entweder (1) stellt er sich taub oder (2) es hat ihn wirklich umgehauen und er hängt an Gottes Lippen oder (3) er erinnert sich an seinen alles andere als herausragenden Versuch seine versklavten Verwandten zu befreien und will damit wirklich nichts mehr zu tun haben oder (4) er hat ernsthafte Fragen und versucht diese völlig verrückte Situation mit der Stimme aus dem brennenden Busch irgendwie in den Griff zu kriegen. Und wir können uns vorstellen, dass diese Stimme dunkel und dröhnend, beängstigend und einladend zugleich ist.

Warum "herabgekommen"?

“Herabkommen” gehört natürlich zu Gottes Repertoire. Wir sehen das zuerst bei Adam und Eva, diesem reizenden, aber etwas eigentümlichen Ehepaar am Anfang des Buches. Sie hörten das Geräusch, wenn der Herr zur windigen Zeit des Tages (meine Übersetzung von "לרוח היום") im Garten umher ging. Er war da, Gott, der Schöpfer. Und sie HÖRTEN Ihn. Gottes Gegenwart muss also etwas Physisches gewesen sein, das sie hören konnten. Schlussfolgerung: Er war herabgekommen.

Dann gibt es da all diese Ereignisse, über die Menschen (einschließlich meines Freundes Asher) schon geschrieben haben. Der Allmächtige erschien Abraham, Gideon, Hesekiel und Simsons Leuten. Aber die Umschreibung mit diesem Tätigkeitswort „So bin ich herabgekommen“ ist eine Antwort auf das Schreien der hebräischen Sklaven, die eine persönliche Beteiligung ausdrückt. Warum ist Er herabgekommen? „... um sie aus der Gewalt der Ägypter zu retten und sie aus diesem Land hinaufzuführen in ein gutes und geräumiges Land, in ein Land, das von Milch und Honig überfließt“ (2.Mose 3:8). Das ist mal ein verlockender Tausch!

Dieser Aspekt der persönlichen Beteiligung hat meine Aufmerksamkeit gefesselt. Großer Sprung ins Johannes-Evangelium. Jeschua sagt: „Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist“ (Joh 6:51). Gott ist wieder „herabgekommen“, dieses Mal im Fleisch! Und auch dieses Mal kam er, um die Gefangenen zu befreien (Jesaja 61:1 und Lukas 4:18). Es scheint, dass diese Sache mit dem „Herabkommen“ ein Hauptwesensmerkmal des Ewigen ist. Genau DAS tut Er – und das fordert viele religiöse Traditionen heraus. In der Tat: unter uns sein ist Sein „Ding“ (siehe Jakobus 4:8, 2.Mose 25:8, 33:14, Matthäus 28:20).

Komm herab zu mir!

Ich möchte bei Ihm wohnen und ich möchte, dass Er bei mir wohnt. Sein „Herabkommen“ zeigt mir Sein persönliches Interesse, Seine Bereitschaft zum Opfer, Seine entschlossene Hingabe sich um meinen Müll zu kümmern und Seine Fähigkeit mein Ego zu verändern. Es war unvermeidlich, dass ein Messias fürs richtige Leben auftauchen würde. Wie sonst hätte Gott Seinen Plan die Menschheit zu retten und mich zu retten erfüllen können? Er konnte es nicht aus der Entfernung tun, wie ein Skype Anruf. Die einzige Möglichkeit war, „herabzukommen“ und die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Wie damals in Ägypten, als Er unsere Schreie hörte, hört Er sie auch jetzt. „Ich schreie zu dir, Herr. Höre mein Rufen. Komm herab. Du bist herabgekommen und hast mir gezeigt, wer du bist. Aber ich brauche dich auch jeden Tag. Hilf mir zu hören, wie du dich im Garten bewegst, wie du das Brot brichst. Hilf mir deine Nähe zu spüren, wenn ich mich fern von dir fühle. Komm herab, Herr.“


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Asher Intrater spricht über biblische Buße und Glauben an das Evangelium als die ersten beiden Schritte im Glauben.

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