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© 10/8/2018 Revive Israel Ministries

Welchen Status sollen messianische Juden in Israel haben?

Eitan Shishkoff

gavel

Welchen Platz haben messianische Juden in der israelischen Gesellschaft? Wenn ein Jude, der an Jeschua (Jesus) glaubt, im Rahmen des “Heimkehrergesetzes” die israelische Staatsbürgerschaft beantragt, wird er oder sie dann genauso wie jeder andere Jude empfangen, der in unsere biblische Heimat zurückkehrt? Wenn man als messianischer Dienst versucht, ein Grundstück zu kaufen oder zu mieten, gibt es dann Diskriminierung? Wenn ein moderner israelischer Jünger des Messias sich um eine Stelle bewirbt, wird dieser Gläubige dann die gleichen Chancen haben, angestellt zu werden?

Auch wenn die Antworten auf diese Fragen abhängig von der konkreten Situation verschiedene Nuancen und Varianten haben können, ist es grundsätzlich doch so, dass wir nicht gleiche Rechte mit den anderen jüdischen Menschen, die in das Land Abrahams, Isaaks und Jakobs zurückkehren, teilen.  

  • Staatsangehörigkeit?  Zur Zeit erkennt das Innenministerium einem Bewerber, der als messianischer Jude bekannt ist, nicht einmal die Staatsbürgerschaft zu.
  • Eigentumsrechte? Bei verschiedenen Gelegenheiten wurde uns, als wir uns bemühten, Eigentum für unsere Gemeindeversammlungen zu mieten, abgesagt. 
  • Beschäftigung? Arbeitgeber, vor allem diejenigen, deren Betrieb von orthodoxen Kunden abhängt, lehnen eine Bewerbung um einen Arbeitsplatz durchaus wegen des Glaubens des Bewerbers an Jeschua ab.

Den Status-Quo durchbrechen

Um herauszufinden, warum diese Bedingungen der Intoleranz existieren – und dies gerade in einer Nation, deren Geschichte voll bösartiger Schikane ist — reichen Grundkenntnisse der Jüdischen Geschichte der letzten 2.000 Jahre. Dies ist entschuldbar, da die meisten mit Jesus und Christentum verbundenen Assoziationen alles andere als positiv sind – “unerträglich” träfe  eher zu. Wir können entgegnen, dass Jesus Jude ist. “Das Neue Testament basiert auf den hebräischen Schriften und sein Kontext ist das Israel des ersten Jahrhunderts.” Aber diese Tatsachen sind immer noch überwiegend unbekannt. Es gibt jedoch erste Anfänge eines Wandels. Und diesen Wandel zu beschleunigen,  ist Ziel dieses Artikels.

Diese Situation verleiht uns messianischen Juden, gemeinsam mit all unseren Freunden auf der ganzen Welt, eine tiefgehende Verantwortung. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass uns eine Gelegenheit gegeben wurde, gegen diese kolossale Fehleinschätzung zu stehen, dass —

  • man nicht an Jesus glauben und ein treuer Jude bleiben kann, und
  • dass die israelische Gesellschaft für ihre messianischen Juden “keinen Platz am Tisch” hat.

Historische Beispiele für Erfolg

Zwei Beispiele anderer ethnischer Gruppen, die unter sozialen Voruteilen zu leiden hatten, inspirieren mich. Wenn andere Volksgruppen Borniertheit überwanden, vor allem durch die mutige Handlungsweise hochmotivierter Anführer, können wir dann einem ähnlichen Pfad folgen? 

In seinem Buch “Profiles in Audacity” [etwa: Profile der Kühnheit, Anm.d.Ü.], beschreibt Alan Axelrod in chronischer Abfolge die geschichtsverändernden Initiativen von W.E.B. DuBois und Mahandas Gandhi. DuBois weigerte sich, einen Zweite-Klasse-Status für Afroamerikaner zu akzeptieren. Gandhi stand der erniedrigenden Kolonialherrschaft des Britischen Empire gegenüber dem indischen Volk entgegen. Beide Männer widmeten Jahrzehnte ihres Lebens, um die Herzen ihrer jeweiligen Völker zu sammeln. Gleichzeitig nutzten sie jedes nur mögliche Mittel (außer den gewaltsamen Umsturz), um die Ungerechtigkeiten, die durch die Hand der regierenden Volksgruppen erlitten werden mussten, herauszustellen. Gandhis mutiger, gewaltfreier Widerstand gegen die britische Unterdrückung gewann letzten Endes für Indien die Unabhängigkeit. DuBois, der erste Afroamerikaner, der von der Harvard University einen Doktortitel verliehen bekam  (in 1895), schrieb und sprach unermüdlich für die vollen Rechte aller Afroamerikaner. Wir sind Zeugen, dass diese Anstrengungen die Geschichte veränderten.

Zeit, aktiv zu werden

Warum glauben wir, dass jetzt die Zeit ist, um den Zweite-Klasse-Status von den israelischen Nachfolgern Jeschuas zu thematisieren?

  • Viele Israelis sind es müde, dass die Werte und die Agenda unserer Gesellschaft von den Ultraorthodoxen festgeschrieben werden. 
  • Der treue Dienst mehrerer Tausend junger messianischer Juden in der israelischen Armee hat unserer die ganze Nation umfassenden Bewegung einen exzellenten Ruf erworben.
  • Unsere hingegebenen Freunde in den Nationen gewinnen stetig mehr Einfluss in Israel. Unsere Regierung hört, was die evangelikale Kirche zu sagen hat und erkennt dort eine dramatische Wende. Anstatt antisemitisch eingestellt zu sein, stehen diese Christen nun ausdrücklich an der Seite Israels. Wenn das Thema “Volle Rechte für messianische Juden” von christlichen Leitern angesprochen wird, wird die Regierung Israels es hören.

Vergangene Anführer wie Gandhi und DuBois sollen uns inspirieren und uns Mut geben! Der Status der messianischen Juden in Israel kann verändert werden. Er muss sich ändern. Es liegt an uns. 


Der verworfene Stein

Asher

Asher Intrater spricht darüber, dass Jeschua von den religiösen Leitern Seiner Zeit abgelehnt wurde und wie dies eine Erfüllung einer der Prophetien war, dass Er der Messias sein werde.

Um es auf Englisch anzusehen, klickt HIER!   


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