logo
Revive Israel Ministerien

© 18/8/2017 Revive Israel Ministries

Die Wiederentdeckung der ursprünglichen Ekklesia

Cody Archer

Ich glaube, dass wir in einer Zeit leben, in der der Heilige Geist das Wort Ekklesia (griechisch für Kirche, Kehila auf Hebräisch) hervorhebt, um uns zu helfen, dessen ursprüngliche Bedeutung wiederzuentdecken und zu verwirklichen.

Durch die ganze Heilige Schrift hindurch sehen wir, wie die weltliche Sprache der jeweiligen Zeit genutzt wird, um geistliche Wahrheiten über das Reich Gottes zu vermitteln. Die Art und Weise, wie wir das Wort Kirche (Ekklesia) heute gebrauchen, ist weit entfernt von dem Kontext und der Bedeutung, die es ursprünglich hatte, und nicht darin begründet.

Herausgerufen, um zu regieren

Schon Jahrhunderte bevor das Neue Testament geschrieben wurde, benutzten die Griechen das Wort Ekklesia, um eine Gruppe von Bürgern zu beschreiben, die zu Regierungszwecken „herausgerufen“ worden waren. Diese Gruppe bestand aus etwa 6000 Männern über 18 Jahren. Sie trafen sich regelmässig, um neue Gesetzesvorschläge zu diskutieren und darüber abzustimmen, und um militärische Strategien zu entwerfen und Verwaltungsbeamte zu wählen.

Obwohl die Griechen das Wort schufen, waren es letztlich die Römer, die die ‚Ekklesia‘ und ihre Funktion übernahmen, entwickelten und im Herzen ihres Reiches verankerten. Die Ekklesia versammelte sich um den römischen Herrscher/König, um seine Worte zu hören und aufzuschreiben. Dann hatte sie darauf zu achten, dass sein Wille und seine Wünsche in seinem gesamten Königreich umgesetzt wurden.

Genauso sind wir als Ekklesia berufen, unter der Oberherrschaft des Königs Jeschua (Jesus) zu regieren. Wir sind aus dem Reich der Finsternis herausgerufen worden, um uns in Nähe und Vertrautheit um unseren König zu versammeln (Kolosser 1,13). Wir sollen seine Stimme hören und als Schreiber fungieren, die seinen Willen, seine Pläne und seine Strategie festhalten. Des weiteren sind wir beauftragt, zu gehorchen und unter seiner Autorität und in Partnerschaft mit ihm das umzusetzen, was wir in seiner Gegenwart gehört haben (Matthäus 28,18-20).

Die Ziele des Königs vorantreiben

Darauf wollte Jeschua hinaus, als er in Matthäus 16,13-19 seine Jünger fragte:

„Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin?“ Simon Petrus aber antwortete und sprach: „Du bist der Christus (gesalbte König), der Sohn des lebendigen Gottes.”
– Matthäus 16,13-19

Dann erklärte Jeschua, dass er seine Ekklesia auf diese Offenbarung gründen würde. (Selbstverständlich benutzte Jeschua im Gespräch eigentlich das hebräische/aramäische Wort Kehila, aber die späteren griechischen Leser der Evangelien würden das Wort „Ekklesia“ hören bzw. lesen.) Oder, in anderen Worten: „Ihr habt gesehen, wie die Ekklesia Roms unter ihrem König Regierungsherrschaft ausübt, doch nun ist die Zeit gekommen, meine Ekklesia zu gründen, deren Oberhaupt und König ich bin, und die Pforten der Hölle werden das Vordringen meiner Herrschaft nicht aufhalten können.“

Die ursprüngliche, auf Herrschaft gerichtete Bedeutung des Wortes Ekklesia bezieht sich unmittelbar auf den Auftrag, den Gott der Menschheit in Genesis 1,26 gab: 

“Lasst uns Menschen machen, in unserm Bild, uns ähnlich! Sie sollen herrschen... über die ganze Erde.”
– Genesis 1,26

Diese Bibelstelle spricht davon, zu herrschen, zu regieren, zu ordnen, zu verwalten, zu schützen, zu erhalten, und so weiter. Wir sind dazu berufen, über die ganze Erde, ihre Geschöpfe und Ressourcen zu herrschen.

Wir nähern uns der Wiederherstellung aller Dinge. Ein Teil dieses Prozesses besteht darin, dass die weltweite Ekklesia Jeschuas ihre ursprüngliche Identität und Berufung als Gemeinschaft von Menschen wiederentdeckt, die dazu herausgerufen worden sind, unter der Leitung ihres Königs Jeschua über die Erde und jeden Bereich der Gesellschaft zu herrschen (Apostelgeschichte 1,8).


Von der Zusammenarbeit zur Bundesbeziehung

Arabische Christen und messianische Juden sind durch das Kreuz Jeschuas bereits miteinander versöhnt. Kooperation war der nächste Schritt, aber selbst das ist im heute vorherrschenden religiösen und politischen Klima nicht ausreichend. Es ist Zeit, zum nächsten Schritt überzugehen.

Untertitel sind verfügbar in: Dänisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Holländisch, Polnisch, Portugiesisch und Spanisch!

Anschauen.


Wahrer Friede zwischen Juden und Arabern in Israel

Moti Cohen

Es ist kein Geheimnis, dass der „Friedens“-Prozess zwischen Juden und Arabern im Nahen Osten das eine Thema ist, das den grössten Teil der Schlagzeilen in Israel beherrscht. Als ich ein Kind war, war ich mir sicher, dass Israel bis zum Zeitpunkt meines Eintritts in die Armee Frieden erlangen würde, und dass ich nicht in der Armee würde kämpfen müssen. Doch als ich 18 wurde, war „Frieden“ zwischen Juden und Arabern immer noch ein genauso flüchtiger Traum wie zuvor, und ich musste in die israelische Armee eintreten. Heute, 18 Jahre nachdem ich meinen Pflichtwehrdienst beendet habe, gibt es immer noch keinen Frieden, and während ich dies schreibe, weiss ich nicht einmal, ob Frieden sein wird, wenn meine eigenen Kinder 18 Jahre alt sein werden.

Obwohl Israel sich beinahe ständig im Kriegszustand befindet, habe ich Augenblicke von Frieden — wahrem Frieden — erlebt und erfahren. Einen Frieden, der ins Herz geht und die „Trennwand der Feindschaft“ durchbricht. Einen Frieden, der den zwischen Arabern und Juden existierenden Hass in echte Liebe verwandelt.

Ich habe das Privileg gehabt, diese wunderschöne und besondere Art der Liebe in der Gemeinde Tiferet Jeschua in Tel Aviv zu erleben, wo mir klar geworden ist, dass der Glaube an den Messias Jeschua die Brücke ist, die die Kluft zwischen Juden und Arabern überspannen kann. Einer meiner Lieblingslehrer im Leib des Messias [d.h. im Leib Christi als der weltweiten Gemeinschaft der an Jesus Glaubenden, Anm. d. Übersetzers] ist Yosef Hadad, der Pastor einer arabischen Gemeinde im Norden Israels. Er hat eine tolle Beziehung zu Tiferet Jeschua und kommt sogar von Zeit zu Zeit, um in unserer Gemeinde zu lehren. Was ich an Pastor Hadad liebe, ist nicht nur der Inhalt seiner Lehre, sondern auch seine Fähigkeit, als Araber seine Liebe für die Nation Israel mit uns Juden zu teilen — das ist in der Tat ein Wunder! Einen arabischen Pastor in einer jüdischen Gemeinde im Herzen Tel Avivs zu sehen, der uns lehrt, ermutigt, segnet und für uns betet, und ihn als Teil unserer Familie zu betrachten — das ist für mich wahre Liebe und echter Frieden.


Zurück

Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.