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©25.7.2014 Revive Israel Ministries

Rechtschaffenheit und der Gaza-„Krieg“

von Ariel Blumenthal

Während der letzten Woche, als wir inbrünstig für die Situation in Gaza beteten, hat der Geist einige Absätze aus Jesaja 51 hervorgehoben, ein Kapitel, dessen Hauptthema die „Rechtschaffenheit“ ist.

Vers 1: Hört mir zu, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt, die ihr den HERRN sucht…

Den meisten aufrichtigen Christen, ob sie nun für oder gegen Israel sind, sind Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit zutiefst wichtige Anliegen. Und doch, während wir zusehen, wie die Medien die Vorkommnisse in Gaza darstellen – und die Anzahl an Toten und Verletzten auf beiden Seiten ansteigt – scheint es wie ein Zahlenspiel zu sein, wie ein Ergebnis bei der Fussballweltmeisterschaft: Deutschland besiegt Brasilien 7:1. Das „Spiel“ scheint so einseitig zu sein: viel, viel mehr anscheinend unschuldige palästinensische Araber sterben, während die Anzahl der Toten auf der israelischen Seite im Vergleich gering ist. Und dies ist kein normaler „Krieg“: genauso wichtig wie die Schlacht auf dem Boden ist auch der intensive PR-Krieg, der im Internet und in den sozialen Netzwerken geführt wird, wenn jede Seite ihre Geschichten „strickt“, um zu zeigen, dass sie moralisch überlegen sind und daher das grössere Opfer sind. Es ist eine grosse Herausforderung, zu unterscheiden, was in dieser verworrenen Situation wirklich „richtig“ und was „falsch“ ist. Wo kann Gottes Gerechtigkeit in all dem gefunden werden?

Vers 2: Schaut Abraham an, euren Vater…

Es wird hier eine tiefe und in der Bibel einheitliche Wahrheit offenbart: Gottes Gerechtigkeit ist zuallererst WEDER eine Frage des genauen Ablegens von Rechenschaft über menschliches Richtig und Falsch; NOCH eine Frage dessen, wie viele Leichen sich auf jeder Seite aufhäufen. Vielmehr geht es um Seine ERWÄHLUNG: Sein Recht, Gott und Herrscher über diese Welt zu sein und nach Seinem uneingeschränkten souveränen Willen auszuwählen. Jesaja, genauso wie der Apostel Paulus im Römerbrief, zeigt uns Gottes Erwählung von Abraham und Sarah, von Isaak und Jakob… und schlussendlich von Israel (Nation = Menschen und Land), als die erste „Ebene“ im Verständnis von Gottes Gerechtigkeit. Gott ist endgültig gerecht weil Er der souveräne König und Schöpfer der Welt ist, nicht wegen einem moralischen Anspruch, den Er der Menschheit auferlegt hat,  noch weil Abraham der gerechteste Mann war, der je gelebt hat! (Natürlich gibt es auf den nächsten „Ebenen“ Seiner Gerechtigkeit unglaublich hohe Ansprüche an die Sittlichkeit und Gerechtigkeit, die wir versuchen müssen, einzuhalten.)

Vers 3: Ja, der HERR tröstet Zion …

Die Lektion für uns in dieser Endzeit ist diese: Um dazu in der Lage zu sein, Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit richtig zu erkennen, insbesondere wenn es Israel/Jerusalem/Zion betrifft, müssen wir zuerst die Lehre der Auserwählung annehmen, vor allem Seine Erwählung von Israel und dem jüdischen Volk durch Abraham, Isaak und Jakob; und letztlich das einmalige Auserwähltsein des Königs von Israel und des  Königs der Könige, Jeschua (Jesus)! Dies bedeutet nicht, dass alles, was Israel tut, „richtig“ ist, genauso wenig wie jeder Gläubige alles richtig macht, der auch von Gott auserwählt ist. Er ist derjenige, der vorherbestimmt, der beruft, der rechtfertigt und verherrlicht. (Römer 8,28-30). Wenn wir nicht diese biblische Reihenfolge beachten, nämlich Sein Recht, Seiner gnädigen Erwählung treu zu bleiben, obwohl diese überhaupt nicht verdient ist, werden wir in der anhaltenden Gefahr sein, getäuscht zu werden – im Versuch, herauszufinden, wer inmitten sehr komplizierter Situationen mehr Recht oder Unrecht hat, und werden der immer geschickteren Gehirnwäsche durch die Medien erliegen. „Es gilt vielmehr: Gott erweist sich als wahrhaftig und alle Menschen als Lügner;“ (Römer 3,4).  


Mitgefühl für die Menschen in Gaza

Je mehr Mitgefühl wir mit dem Menschen in Gaza haben, desto mehr sollten wir die Zerstörung der Hamas-Diktatur wollen. Je weniger Mitgefühl wir mit ihnen haben, desto einfacher wäre es, einen einfachen Waffenstillstand zu akzeptieren und zuzulassen, dass Hamas weiter regiert.

Wir wollen nicht vergessen, dass Gott der YHVH der Heerscharen (oder Armeen) ist. Er kann einen Geist des Sieges verleihen. Kriege können gewonnen werden. Gerechtigkeit kann siegen. Gott hat keine Angst. Bis zu diesem Moment hat Er noch nie einen Krieg verloren. Jeschua ist der Befehlshaber der himmlischen Armeen (2. Mose 15,2; Josua 5,13-14; Offenbarung 19,11).

Jeschua lehrte uns, dass wir in der geistlichen Kriegsführung zuerst den Starken „binden“ müssen und dann die „Beute“ holen können (Lukas 11,21). Der Starke ist hier der Geist des radikalen Islam; die Beute sind die Seelen der Palästinenser, die Rettung brauchen. Wir glauben, dass wenn wir im Gebet die dämonischen Kräfte hinter diesem Krieg binden, dass die terroristischen Gruppen dann zerstört werden und eine neue Welle der religiösen Freiheit, der Errettung, des Frieden und des Wohlstandes kommen kann.


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