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Schmerz-O-Meter

von Asher Intrater

Wie messen wir Schmerz? Wenn ich dir auf deinen Zeh trete, tut dir das weh, aber ich fühle keinen Schmerz. Deine Nervenenden übersetzen den Schmerz in dein Bewusstsein, aber nicht in meines. Körperlich können wir nur unseren eigenen Schmerz empfinden, nicht aber den Schmerz der anderen. Um sich des Schmerzes anderer bewusst zu werden und ihn zu empfinden braucht es eine Empfindsamkeit und Bemühung, die über unsere üblichen Gefühle und Fähigkeiten hinausgehen.

In den Worten „Mitgefühl“ (engl. compassion) und „Anteilnahme“ (engl. sympathy) beziehen sich passion und pathos auf die Gefühle anderer. Die Silben com und sym bedeuten „zusammen mit“ oder „parallel zueinander“. Wir nehmen Anteil an oder fühlen mit Menschen mit, wenn wir unsere Ich-Orientierung überwinden und dazu in der Lage sind, das Erleben des anderen Menschen wahrzunehmen und uns damit zu identifizieren.

Jeschua (Jesus) war der mitfühlendste Mensch, der jemals gelebt hat. Er weinte aus Mitgefühl (Lukas 19,41, Johannes 11,35, Hebräer 5,7) und streckte seine Hand aus, um mit einer durch Mitgefühl motivierten Vollmacht zu heilen (Matthäus 9,36; 14,14). In Jesaja 53 wird der Messias zweimal als „Mann der Schmerzen“ bezeichnet (Vers 3) bzw. „er  lud unsere Schmerzen auf sich“ (Vers 4). Das hebräische Wort in beiden Fällen ist nicht das übliche Wort für „Schmerz“ (khe’ev) כאב , sondern das poetischere Wort aus derselben Wortwurzel (makhe’ov) מכאוב . Dies kann ein Hinweis auf Seine Bereitschaft sein, eine Art des Schmerzes zu erleben, die ursprünglich nicht Seine eigene ist.

Je mehr wir wachsen, um zu werden, wie Jeschua, desto empfindsamer werden wir für die Schmerzen der Menschen um uns herum. Wir können ihre Schmerzen messen und empfinden. Durch unser Leiden können wir zu einer Quelle des Trostes und der Ermutigung für andere werden (2. Korinther 1,6).


Geiseln!

Es gibt tiefgreifende Reaktionen unter den Israelis bezüglich dem jüngsten Geiseldrama, bei dem drei israelische Teenager entführt wurden.

  1. Gebet – Es gab einen Gebetsaufruf durch die Religiösen der Nation, um für die Rückkehr der Jungen zu beten. Grosse Teile der israelischen Bevölkerung nehmen teil. Der jüdische Gebetsstil besteht darin, die Psalmen öffentlich zu lesen.
  2. Per Anhalter reisen – Einige Journalisten haben in Frage gestellt, ob es richtig ist, wenn Siedler per Anhalter reisen, da dies eine Entführung ermöglicht. Die Siedler antworteten, dass diese Logik die Opfer beschuldigt: ähnlich, wie wenn ein Mädchen für eine Vergewaltigung verantwortlich gemacht wird, weil sie einen kurzen Rock trug.
  3. Suchaktion in den besetzten Gebieten – Seit diesem Ereignis in der Nähe von Hebron organisierte die Armee eine grosse Suchaktion in dem Gebiet, in dem sie jedes Haus und jede Höhle in der Hoffnung absuchen, den „Ring zu schliessen“, in dem die Geiseln gefangen gehalten werden.
  4. Hamas – Der zweite Bereich der Bemühungen der Armee war die Verhaftung vieler Hamas-Führer. Mehr als 200 wurden verhaftet. Dies könnte für einen Wendepunkt in der israelischen Strategie stehen, ein Versuch, die Hamas-Infrastruktur in Judäa und Samaria dauerhaft auseinanderzunehmen. Während die palästinensischen Behörden sich dagegen wehren, wehren sie sich nicht „zu sehr“ (denn Hamas ist für sie ein Gegner). Dies könnte zu einem guten Ergebnis für Israel und für die Palästinenser führen, indem die Hamas geschwächt wird. Ein palästinensischer Kommentator sagte sogar, dass vielleicht Bibi mit den Palästinenser tun könnte, was Al Sisi mit der Islambruderschaft in Ägypten tat.
  5. Ideologie – Die Jungen, die als Geiseln genommen wurden, gehören „Gush Etsion“ an (die mit der Bayit Yehudi Partei von Naftali Bennet verbündet sind; sie tragen kein schwarz und fühlen sich der Armee und dem politischen Dienst verpflichtet). Es gab eine Auseinandersetzung unter den Israelis über die strategische Weisheit von Siedlungen in den besetzten Gebieten. Die modernen orthodoxen Siedlergruppen werden zu Anführern des rechten Flügels des ideologischen Zionismus.
  6. Gefangenenaustausch – Eine der meistumstrittenen Fragen ist, ob gefangene Terroristen im Austausch für Israelische Geiseln zurückgegeben werden sollten. Die Linke sagt „Ja“ und die Rechte sagt „Nein“. Gilad Shalit kam aus einer liberalen Familie. Diese Jungen kommen aus dem Herzen der zionistischen Rechten. Das sind diejenigen, die immer nein sagten zum Gefangenenaustausch für Geiseln, und nun sind es ihre Söhne, welche die Geiseln sind. Die emotionalen und ideologischen Interessen sind äusserst heftig.

Arabischer Zionist aus Nazareth

Ein kontroverses Video verbreitet sich über das Internet. Es ist von einem arabischen Teenager, der standhaft Israel unterstützt, die Heimkehr der Geiseln fordert und die Dschihadisten als „Terroristen“ bezeichnet. In diesem dreiminütigen Video übersetzt sich der 16-jährige Muhammed Zoavi (Cousin des standhaften antiisraelischen Knessetmitglieds Haneen Zoavi) selber auf Arabisch, Englisch und Hebräisch. Um das Video anzusehen, bitte hier klicken.


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