logo
Revive Israel Ministerien

©13.6.2014 Revive Israel Ministries

„Juda zuerst“

von Asher Intrater

Im Buch Römer finden wir den Satz „die Juden zuerst“  dreimal: einmal für das Evangelium (1,16), einmal für den Zorn (2,9) und einmal für die Herrlichkeit (2,10). Ich glaube, dass dieser Satz eine Weiterführung des 1. Buches Mose ist, in dem der Stamm Judas der war, der „zuerst gehen“ sollte. Die Verbindung zwischen den „die Juden zuerst“ in den Evangelien und „Juda zuerst“ in der Torah zeigt die Übereinstimmung der göttlichen Ordnung durch die ganzen biblischen Bündnisse.

Der messianische Bund verlief durch Isaak anstatt durch Ismael, weil Abraham bereits mit Sarah verheiratet war. Sie kam zuerst.

Der Same ging dann weiter durch Leah, weil sie Jakobs erste Frau war, obwohl Jakob Rahel mehr liebte. Der Bund hätte durch Ruben als den erstgeborenen Sohn gehen sollen, aber er machte sich dazu untauglich durch sexuelle Perversion (1. Mose 35,22). Der zweite Sohn Simeon war untauglich wegen Mordes (1. Mose 34,30). Levi verlor die Abstammungslinie wegen seiner Zusammenarbeit mit Simeon, aber er erhielt die Priesterschaft als der Drittgeborene.

Das Recht des Bundes wurde dann an Juda weitergegeben (1. Mose 43,3). Er bewies seine Würdigkeit durch seine Einwilligung, sich selber zu opfern um Benjamin zu retten (1. Mose 44,18). Als Jakob nach Ägypten reiste, war die Reihenfolge von Judas Leiterschaft bereits gefestigt (1. Mose 46,28). Die Reihenfolge der Lager der Stämme in der Wildnis war wiederum „Juda zuerst“ (4. Mose 10,14). Als die Israeliten das Land Kanaan eroberten, zog Juda zuerst hinauf (Richter 1,2).

Mit der Reihenfolge kommt die Meinungsverschiedenheit

Die Meinungsverschiedenheit über das Vorrecht des Stammes Juda spitzte sich zu, als David König wurde. Nach der Auflehnung Abschaloms  beschuldigten die zehn nördlichen Stämme Israels den Stamm Juda, das Krönungsrecht „gestohlen“ zu haben (2. Samuel 19,42-44). Juda antwortete, dass sein Vorrecht durch die „nähere Verwandtschaft“ zu David kam. Israel antwortete darauf, dass sie „10 mal“ grösser seien, und dass Juda sie entehrt hätte. Aber Judas Anspruch darauf, der „Erste“ zu sein, war stärker, als der Anspruch der Israeliten auf Gleichheit.

Die Auseinandersetzung zwischen Juda und Israel lässt eine Ahnung der Auseinandersetzung zwischen Israel und der Gemeinde aufkommen. Obwohl die grosse Anzahl Menschen in der internationalen Gemeinde eine grosse Wichtigkeit hat, macht es die Bündnisreihenfolge, dass Juda zuerst kommt, nicht nichtig. Diese Reihenfolge wird weitergehen bis in die Endzeiten (Sacharja 12,7), bis zur Wiederkunft des Messias (Matthäus 23,39) und sogar bis ins Tausendjährige Reich (Matthäus 19,28).

[Gottes Königreich ist durch einen Bund errichtet. Gott ist seinen Bündnissen treu. Bündnisse haben eine Reihenfolge, und diese Reihenfolge gibt die Ordnung der Vollmacht wieder – ob in einer Ehe (1. Timotheus 2,13), in einer Familie, in einer Regierung, in der Gemeinde oder in Israel.]


Anbetung im Geist und in der Wahrheit

von Dan Juster

Matthäus 6,33 befiehlt: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit.“ Der erste Schritt, um nach dem Reich Gottes, Seinem Königreich, zu trachten, ist es, eine Beziehung mit dem König durch Anbetung zu suchen. Die Ausbreitung des Königreiches kommt aus der, und wird ermächtigt durch, Anbetung.

In Johannes 4 sagt Jeschua zu der Samariterin: „Ihr wisst nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden. Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben. Gott ist Geist, und die Ihn anbeten, die müssen Ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“

Anbetung in der Wahrheit bedeutet, dass der Inhalt unserer Anbetung auf der Wahrheit aufbauen muss, und dass sie aufrichtig sein muss. Gott wird hoch gelobt als Schöpfer, als Der Unendliche, der gnädig, liebend und gerecht ist. Er muss als derjenige hoch gelobt werden, der in die menschliche Geschichte eingreift um Seine guten Ziele und Zwecke herbeizuführen. Der Auszug aus Ägypten und andere historische Handlungen Gottes durchdringen die Psalmen.

 Jeschua (Jesus) zeichnet in Johannes 4 den Unterschied zwischen der Mosaischen Reihenfolge und der Reihenfolge des Neuen Bundes. Jeschua sagt, dass der letzte im Königreich grösser ist, als Johannes der Täufer. In diesem besseren, Neuen Bund, konzentriert sich unsere Anbetung auf Ihn und auf alles, was Er für uns getan hat: Seine Kreuzigung, Seine Gnade, Sein Dienst, Seine Auferstehung, Seine Auffahrt, Seine Herrschaft vom Himmel und Seine Wiederkunft und zukünftige Herrschaft.

In einer bekannten Zweideutigkeit sagt Jeschua: „Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.“ (Johannes 12,32). Dies bezieht sich auf Seine Kreuzigung durch die Er alle Menschen zu Sich selbst zieht. Solch eine Kraft und Liebe wird durch Seine Kreuzigung freigesetzt, dass sie zu Seiner Auferstehung führen musste. Dies ist der Ort, wo Gerechtigkeit und Gnade sich küssen. Hier ist der vollkommenste Ausdruck der Liebe Gottes, Seines Leidens mit all dem Schmerz der Menschheit. Allerdings deutet dieser Vers auch daraufhin, wie wir Ihn mit unserer Anbetung erheben werden.

Anbetung im Geist bedeutet Inbrunst im Geist, angefacht durch den Heiligen Geist. Wie Jonathan Edwards in seinem Meisterwerk „The Religious Affections“ so gut darlegt, ist unsere Beziehung zum Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist eine Zuneigung, die Emotionen und Gefühle beinhalten muss.


Zurück zu den Artikeln des Jahres 2014

Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.