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Revive Israel Ministerien

©2.5.2014 Revive Israel Ministries

Menschensohn

von Asher Intrater

Jeschua (Jesus) bezeichnete Sich selbst oft als „Menschensohn“, insbesondere im Lukasevangelium. Das Wort im Hebräischen ist adam – wie der erste Adam, und auf Aramäisch ist es enash – wie der erste Enosch (1. Mose 4,26). Hier sind fünf geistliche Aspekte, die sich aus dem Namen „Menschensohn“ ableiten:

1. adamischer Mensch – Jeschua wurde vor 2000 Jahren wirklich in diese Welt hineingeboren und nahm vollständig den Körper und das Wesen eines Menschen an (Lukas 3,38).
2. adamische irdische Vollmacht – die Wunder, die Jeschua tat, waren eine Anwendung der weitreichenden Vollmacht, die Gott Adam bei seiner Schöpfung über jedes natürliche Wesen auf der Erde verlieh (1. Mose 1,26, Matthäus 9,6).
3. zweite Menschheit – Jeschua startete die zweite Phase von Gottes Plan für die Menschheit, er war parallel zum ersten Adam (Römer 5,14), stellvertretend für das Ende der einen Phase und den Anfang einer neuen Phase von auferstandenen, vom Heiligen Geist erfüllten Adams (1. Korinther 15,47).
4. Ewiger König – Die Prophetie aus Daniel 7,13, über den göttlichen Messias, der ein ewiges Königreich vom Hochbetagten erhält, bezeichnet den Messias als bar enash. Jeschuas Verwendung dieses Begriffes zeigt, dass Er selbst diese Figur ist.
5. Thron der Herrlichkeit – Auf dem Thron Gottes, über der Herrlichkeit, dem Feuer und den Cherubim, sitzt einer, der „wie ein Mensch aussah“ (Hesekiel 1,26). Jeschuas Verwendung dieses Begriffs zeigt, dass Er sich mit dieser Figur, die dort in der vollen Offenbarung ihrer  göttlichen Macht sitzt, identifiziert.

Der Begriff „Menschensohn“ drückt den vollen Umfang des Geheimnisses des Messias aus, vom Menschlichen bis hin zum Göttlichen.


Haredim (Teil 2)

von Ariel Blumenthal

Letzten Monat schrieben wir über die grosse Demonstration durch ultraorthodoxe Juden (Haredim) gegen die Pläne der Regierung, sie in die Armee und die Gesellschaft überhaupt zu integrieren. Für viele Christen, vor allem die, welche Israel lieben und für Israel beten, kann es schwierig sein, zu verstehen, wie so ein grosser Teil der israelischen Gesellschaft eine solch unerbittliche Stellung gegen den Staat Israel einnehmen kann. Um euch ein besseres Verständnis zu verschaffen und damit ihr zielgerichteter beten könnt, werden wir dieses Phänomen in einer Serie von Artikeln weiter anschauen.

Historisches Trauma

Das Problem begann vor fast 2000 Jahren, als das jüdische Volk zweimal gegen die römische Herrschaft rebellierte, das erste Mal 68-70 n. Chr. – mit dem Resultat, dass der zweite Tempel zerstört wurde, und dann nochmals 133-136 n. Chr. im sogenannten Bar Kochba Aufstand. Beide Male wurden ursprüngliche jüdischen Siege durch eine übermächtige römische Armee niedergeschlagen. Gemäss Historikern war das Blutbad des zweiten Aufstandes besonders heftig, es wurden nahezu eine Million Juden abgeschlachtet und der Rest versklavt. Seit dieser Zeit (136 n. Chr.) war es den Juden verboten, das Land zu besiedeln, und der Name Israel/Judah wurde durch die Römer zu Palestina geändert.

Wo liegt die Verbindung mit den Demonstrationen in Jerusalem von letztem Monat? Beides waren Aufstände, aber insbesondere der zweite wurde durch die führenden Rabbiner jener Zeit gutgeheissen und angespornt. Tatsächlich übernahm Rabbi Akiva, der als einer der grössten Gestalten des rabbinischen Judentums angesehen wird, die Führung bei der Salbung des charismatischen Kriegers Simon Bar Kochba als eine Art Messias und Anführer des zweiten Aufstandes. Könnt ihr das Problem sehen? Die Verantwortung für den Aufstand, der zum römischen „Holocaust“ der Juden von 133-136 n. Chr. führte, kann direkt den Gründern des heutigen orthodoxen Judentums angelastet werden!!

Als Ergebnis aus diesem Trauma leisteten die Rabbiner der folgenden Generationen einen talmudischen Schwur: Niemals sollte das jüdische Volk sich gegen eine fremde Herrschaft auflehnen und „die Wand“ stürmen, die das heutige Israel vom Israel der messianischen Zeit trennt. Mit anderen Worten, bevor der Messias kommt und durch offenkundig göttliche Macht das messianische Israel im Gelobten Land errichtet, ist es dem jüdischen Volk verboten, die Sache in die eigenen Hände zu nehmen. Das ist der Grund warum die moderne zionistische Wiederherstellung Israels hauptsächlich durch weltliche humanistische Juden angeführt wurde und nicht durch die religiösen Juden (von denen viele sich dazu entschlossen, in Europa zu bleiben und dadurch, zusammen mit Millionen von Nachfolgern, in den Öfen von Auschwitz ums Leben kamen!). Und dies ist der Grund dafür, warum bis heute die Haredi-Juden immer noch ein Problem mit Dingen wie Militärdienst für einen modernen, demokratischen Staat Israel haben, der ganz klar noch nicht die Vollkommenheit des messianischen Israels erreicht hat, welches von den biblischen Propheten beschrieben wird.

Alle religiösen Juden glauben daran, dass der Messias kommt und seine irdische Herrschaft in Jerusalem aufrichtet (dafür wird mindestens zweimal täglich gebetet!). Die Frage ist nicht „ob“, sondern „wann“ und vor allem „wie“. Das furchtbare prophetische „miss-verstehen“ der Zeit von Rabbi Akiva und anderen vor beinahe 2000 Jahren macht bis heute eine grosse Gruppe von religiösen Juden blind dafür, eines der grossen Geheimnisse der Schriften zu erkennen: wie der Ankunft des Messias gewisse echte historische Ereignissen vorangehen müssen. Und an dieser Stelle werden wir die Geschichte nächstes Mal weiter erzählen…


Menschen auswählen, um Beziehungen aufzubauen

Wir haben nur eine begrenzte Zeit, die wir in eine Person investieren können. Wie suchen wir also die richtigen Menschen aus, um mit ihnen Beziehung aufzubauen? In dieser Botschaft spricht Asher von Lukas 6,12 aus darüber, wie Jeschua Seine Jünger aussuchte und was wir davon lernen können. Um das in Englisch anzuschauen, klicke bitte hier.


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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.