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©8.11.2013 Revive Israel Ministries

Kulturelle und ethnische Entwicklung

Von Asher Intrater und Cody Archer

Die erste Gemeinschaft des Glaubens an Jeschua (Jesus) begann am Tag von Schawuot (Pfingsten).  Ursprünglich gab es einen Kern von 120 jüdischen Gläubigen (Apg 1,13), der vorwiegend aus im Land geborenen "Israelis" aus Galiläa bestand (Apg 1,1; 2,7). 

Eine sorgfältige Lektüre der Evangelien und der Apostelgeschichte lässt eine soziale, beinahe ethnische Spannung zwischen den Jüngern Jeschuas aus Galiläa und den religiöseren Juden aus Judäa und der Gegend um Jerusalem erkennen (Matthäus 26,73, Markus 14,70, Lukas 22,59; 23,6, Johannes 7,1; 7,52).  Diese Spannung zwischen den „Galiläern” und den “Judäern”  weist bedeutende Parallelen zu den Spannungen zwischen den messianischen und den orthodoxen Juden in unserer Zeit auf.

Als der Heilige Geist ausgegossen wurde, traf die Kerngruppe sofort auf eine grössere Gruppe von 3.000 (Apg 2,41).  Diese Leute waren von ausserhalb Israels gekommen um anlässlich der Heiligen Tage Jerusalem zu besuchen. "Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel" – Apg 2,5.   Sie waren, was wir heute “Diaspora-Juden" nennen.

Es gab jedoch auch Menschen mit anderen ethnischen Hintergründen: "… Juden und Proselyten, Kreter und Araber " – Apg 2,11. (Kreta ist eine europäische Insel nahe bei Israel) Also waren in der ganzen Gruppe:

  1. "Israelische" (galiläische) Juden  
  2. Diaspora - Juden
  3. Menschen, die zum Judentum übergetreten waren
  4. Europäer  (Kreter)
  5. Araber.

Die internationale Gemeinde aus vielen Ethnien entwickelte sich später, als das Evangelium sich nach Kleinasien und Europa verbreitete. Jedoch war das Muster verschiedener Arten von Zweigen, die gemeinsam eingepfropft sind (Römer  11,17) schon deutlich und vom ersten Tag an in das Fundament der Ecclesia eingebaut. Diese Mischung verschiedener Sprachen, Kulturen und ethnischer Hintergründe verursachte innerhalb der Gemeinde Unruhe.  (Apg 6,1).

Als die Besucher aus anderen Ländern nach Hause zurückkehrten, breitete sich das Evangelium in ihren Nationen aus. Jede nationale Gruppe suchte nach ihrer eigenen Identität und sogar nach einem eigenen Namen. "…in Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt " – Apg 11,26b.  Die jüdischen Jünger innerhalb Israels hatten keinen anderen “Markennamen” erdacht, weil sie sich als integralen Teil der jüdischen Gemeinschaft um sie herum betrachteten — nicht so, als ob sie eine neue Religion begründeten.

Als die Zahl der Gemeinden unter den Heiden wuchs, entwickelten sich zwei Identitäten. Unter den Nationen nannte man sie die "Gemeinden der Heiden" – Römer 16,4; wogegen die jüdischen Gläubigen „der Überrest Israels“ genannt wurden. "Ich habe mir sieben tausend Männer übrigbleiben lassen … ein Überrest (…) aufgrund der Gnadenwahl " – Romans 11,4-5.  Der Nationale Rat der Apostel (Apg 15) legte fest, dass diese beiden Gruppen ihre eigenen Gemeindekulturen entwickeln dürfen.

Die Gute Nachricht verbreitete sich nicht nur nach Europa, sondern drang auch in die Gemeinden der “orthodoxen” Juden in Jerusalem ein. Zehntausende religiöser Juden kamen zum Glauben und sammelten sich rund um Jakobus. Sie führten ihren eigenen Lebensstil, treu zur Torah und den rabbinischen Sitten, auf eine Weise, die sich etwas von den ursprünglichen galiläischen Jüngern abhob. "... welch grosse Zahl von Juden gläubig geworden ist, und alle sind Eiferer für das Gesetz – Apg 21,20-21.  

Diese Verschiedenheit in vielen Ethnien ist eine natürliche Folge des ursprünglichen Auftrags, das Evangelium von Jerusalem, Judäa, Samaria und bis an die Enden der Erde zu verkünden. (Apg 1,8). Während das Evangelium heute von den Enden der Erde nach Jerusalem zurückkehrt, werden auf erstaunliche Weise Bedingungen wieder hergestellt , die zu denen des ersten Jahrhunderts ein wenig parallel sind: Messianische Juden in Israel und die Diaspora; und Christen aus jedem Volk, jeder Sprache und jeder Nation. (Offenbarung 7,4, 9).   


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Sandy Shoshani
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