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Revive Israel Ministerien

©11.10.2013 Revive Israel Ministries

„Maran“

von Tal Robin

Um 11.00 Uhr am Montag, dem 7. Oktober, verstarb Rabbi Ovadia Yosef, ein sephardischer Leiter und ein Anführer der Schas-Partei, im Alter von 93 Jahren. An der Beerdigung, die nur wenige Stunden später, um 18.00 Uhr stattfand, versperrten grosse Menschenmengen die Strassen von Jerusalem, um ihm die letzte Ehre zu erweisen (Berichte schwanken zwischen 450‘000 und 850‘000 Menschen). Kein Vorkommnis seit biblischen Zeiten hat eine so grosse Anzahl von Menschen in Jerusalem zusammengebracht.

Ovadia Yosef wurde 1920 im Irak geboren und emigrierte mit seiner Familie als 4jähriger nach Israel. Er wurde zum einflussreichsten Rabbi seiner Generation. Er wurde so sehr verehrt, dass ihm der höchste Titel verliehen wurde, der einem geistlichen Leiter verliehen werden kann: Maran („Meister, Herr“ auf Aramäisch). Unmengen von Menschen weinten auf den Strassen und wussten nicht, wie sie ohne ihren „Maran“ weiterleben sollten.

Yosef wurde zur dritten „Messias-ähnlichen“ Figur im heutigen Judentum, zusammen mit Nahman von Breslau und dem Lubavitcher Rebbe Schneerson. Auf Aramäisch bedeutet das Wort Ata „komm“. Daher lautet der aramäische Ruf an den Messias-Rabbi, zu kommen, Maran – Ata (im Neuen Testament geschrieben als „Maranatha“). Betet mit uns, dass unser Volk im wahren Glauben an den einzigen Rabbi, der jemals von den Toten auferstanden ist, ausruft, dass er wieder kommen soll. Maran Ata! Komm, Herr Jeschua (Jesus)!


Der Regenbogen und die Beschneidung

von Asher Intrater

Diese Woche feierte ein Mitglied unserer Gemeinde die Beschneidung seines erstgeborenen Sohnes. Viele Mitglieder seines grossen, erweiterten sephardischen Familienkreises waren dabei. Dieses Ereignis war ein wichtiges Zeugnis dafür, dass unser Glaube an Jeschua eine Weiterführung der Bündnisse unserer Vorväter ist und nicht eine Verneinung davon.

Diese Woche hat der Europäische Rat einen nicht bindenden Beschluss verabschiedet, der die Beschneidung als eine „Verletzung der physischen Unversehrtheit der Kinder“ definiert. Viele in Europa möchten, dass diese Praxis verboten wird. Interessanterweise werden Juden und Muslime in dieser Sache vermutlich Verbündete sein, weil die Beschneidung auch Teil der islamischen Religion ist (1. Mose 17, 23).

Diese Woche fiel auch zusammen mit dem Torah-Abschnitt über Abraham, einschliesslich des Bundes der Beschneidung (1. Mose 12-17). Der Torah-Abschnitt von letzter Woche befasste sich mit der Sintflut Noahs und Gottes Bund mit ihm (1. Mose 6-11). Lasst uns kurz die beiden Bündnisse von Abraham und Noah vergleichen.

Noahs Bund ging Abrahams Bund voran. Daher kann Abrahams Bund als Untergruppe oder Teil  und als eine Entwicklung von Noahs Bund gesehen werden. Abrahams Bund dient dem früheren Plan, der durch Noahs Bund bereits in Kraft gesetzt wurde.

Noahs Bund enthält Gottes Plan für die Nationen der Welt (1. Mose 9,16), während Abrahams Bund hauptsächlich mit dem jüdischen Volk geschlossen wird (1. Mose 17,19). Noahs Bund enthält Gottes Willen für den gesamten Planeten Erde, währen Abrahams Bund sich mit dem Land Israel beschäftigt. Die Bestimmung des jüdischen Volkes und des Landes Israels ist es, ein Segen für den Rest der Nationen und Länder der Erde zu sein.

Das Zeichen von Noahs Bund ist ein prächtiger Regenbogen, während das Zeichen des abrahamitischen Bundes eine blutige Vorhaut ist. Beide Zeichen haben eine symbolische Bedeutung, die letztlich mit Jeschua selbst zu tun haben. Das eine ist himmlisch, das andere irdisch – und beide deuten darauf hin, dass Jeschua gleichzeitig Sohn Gottes und Menschensohn ist.

Der Regenbogen ist ein Bild der internationalen Gemeinde (Offenbarung 7,9) mit all ihrer Vielfältigkeit. Er ist den sieben goldenen Leuchtern ähnlich (Offenbarung 1,20), hat aber noch das zusätzliche Element der verschiedenen Farben. Die Farben stehen für die verschiedenen ethnischen Gruppen, Kulturen und Sprachen der Nationen der Erde.
 
So wie der Regenbogen im Licht leuchtet, so werden die auferstandenen Heiligen in der Herrlichkeit leuchten (Johannes 17,22; 1. Korinther 15,41-43). Wie die Farben in völliger Harmonie sind, so werden wir zu völliger Einheit im Glauben kommen (Johannes 17,23). Wie der Regenbogen das Licht der Sonne reflektiert, so werden wir das Gesicht Jeschuas widerspiegeln, das wie die Sonne leuchtet (Offenbarung 1,16).  [Ein Regenbogen umgibt auch den Thron Gottes (Offenbarung 4,3).]

Die Beschneidung deutet auf die Geburt von Jeschua und seine menschliche Abstammung von Abraham und David hin (Matthäus 1,1; Römer 1,3). Die Geburt Jeschuas war ein Geheimnis Gottes, der sich im Fleisch offenbart (Johannes 1,14, 1. Timotheus 3,16). Jeschua wurde nicht nur in diese Welt hinein geboren, Er wurde auch beschnitten, als Er hierher kam  (Lukas 2,21).

Die Beschneidung steht für Gottes Treue zu Seinen Bündnissen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft (Römer 15,8). Die Beschneidung ist vergleichbar mit der Kreuzigung. In beiden Fällen wurde Jeschuas Fleisch durchbohrt und blutete. Die Beschneidung ist eine Vorahnung der Tempelopfer und von Jeschuas Opfer. Jeschua bestätigte den Alten Bund bei Seiner Beschneidung und den Neuen Bund bei Seiner Kreuzigung.


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