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©19.7.2013 Revive Israel Ministries

Weinen über Israel

von Asher Intrater

Ich schreibe diesen Artikel am 9. des Av, dem Tag der Trauer über die Zerstörung Jerusalems (Jeremia 39, 2 - Und im elften Jahr Zedekias, am neunten Tage des vierten Monats, brach man in die Stadt ein.) Von zwei Menschen steht in der Bibel, dass sie über Jerusalem geweint haben:

Jeremia in den Klageliedern 2,11 und 18; 3,48 und
Jeschua (Jesus) in Lukas 19,41 - Und als er nahe hinzukam, sah er die Stadt und weinte über sie und sprach: Wenn doch auch du erkenntest zu dieser Zeit, was zum Frieden dient!

Während nicht viel über Jeschuas Gefühle steht, sind in den  Klageliedern fünf ganze Kapitel den Gefühlen Jeremias gewidmet. Die Klagelieder können auch als eine erweiterte prophetische Beschreibung von Jeschuas Gefühlen verstanden werden. Lukas 19,41 fasst die Trauer und das Weinen der Klagelieder in einem Vers zusammen.

Jeschua und Jeremia hatten viel gemeinsam und wurden von den Menschenmengen auch so wahrgenommen (Matthäus 16,14). Ein Grund dafür ist, dass beide die Zerstörung Jerusalems und des Tempels prophezeiten – Jeremia vor dem babylonischen Exil (im Jahr 586 v.Chr.) und Jeschua vor dem grossen Exil (im Jahre 70 n.Chr.).

Jerusalem ist die Hauptstadt von Jeschuas Königreich und der Sitz Seiner irdischen Regierung. Als Jeschua ihre Zerstörung prophezeite, tat er dies mit Tränen der Trauer und des Schmerzes. Für Jeschua war die Zerstörung Jerusalems die Zerstörung Seiner eigenen Hauptstadt. Er prophezeite dieses Ereignis mehrfach:

  • Matthäus 22,7 – … und zündete ihre Stadt an
  • Matthäus 23,38; Lukas 13,35 – Siehe, »euer Haus soll euch wüst gelassen werden«
  • Matthäus 24,2; Markus 13,2; Lukas 19,44 – Es wird hier nicht ein Stein auf dem andern bleiben, …
  • Lukas 19,43 – deine Feinde um dich einen Wall aufwerfen, dich belagern und von allen Seiten bedrängen 
  • Lukas 20,16 – Er wird kommen und diese Weingärtner umbringen und seinen Weinberg andern geben. 
  • Lukas 21,20 – Wenn ihr aber sehen werdet, dass Jerusalem von einem Heer belagert wird, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe herbeigekommen ist. 
  • Lukas 21,24 – und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt unter alle Völker, und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden …

Dies war ein zentrales Ereignis der biblischen Geschichte, ähnlich wie der Auszug aus Ägypten und die Flut Noahs. Es gibt eine tiefgründige Parallele zwischen der Zerstörung des Tempels und der Kreuzigung Jeschuas. Möge Gott uns die Gnade schenken, die Bedeutung sowohl der Zerstörung als auch des Wiederaufbaus von Jerusalem zu verstehen.


Boykott der Europäischen Union

Die Europäische Union kündigte diese Woche einen Boykott aller Dienstleistungen und Produkte an, welche in den israelischen Gebieten ausserhalb der „grünen Linie“ von 1967 produziert werden. Dies wird vermutlich vielen Palästinensern schaden, die von israelischen Firmen in diesen Gebieten angestellt sind. In Israel herrscht ein gewisser Schock über diese bizarre Ungerechtigkeit dieser Bestrafung Israels für den Bau von Häusern und Geschäften, während in den Nachbarländern Syrien und Ägypten Zivilisten abgeschlachtet und aus ihren Häusern vertrieben werden.


Soldaten verfolgt

Die Israelische Presse beschrieb diese Woche zwei Vorkommnisse, bei denen israelische Soldaten verfolgt wurden. Beim ersten ging es um christliche Araber aus Nazareth, treue Bürger die in der Armee dienen. Ihre muslimischen Nachbarn greifen sie an, weil sie sich von der Armee rekrutieren lassen. (Die Christenverfolgung in islamischen Nationen hat unter den palästinensischen/israelischen arabischen Christen ein neues Bewusstsein geschaffen, dass es ihnen unter israelischer Regierung besser ergeht als unter muslimischem Gesetz.)

Die andere Gruppe findet sich unter den Haredi (ultra-orthodoxe religiöse Juden). Einige von ihnen haben sich von der israelischen Armee rekrutieren lassen, obwohl in der Haredi-Gemeinschaft viele dem israelischen Staat und der israelischen Armee feindlich gesinnt sind. Wenn diese Soldaten nach Hause zurückkehren, begegnet ihnen oftmals Ablehnung und Gewalt von ihren Nachbarn.

Die bizarre Parallele dieser zwei Arten der Verfolgung zeigt einen kleinen Teil der Vielschichtigkeit des geistlichen Kampfes hier im Heiligen Land.


Die Festung der Gedanken

Paulus beschreibt eine Art des geistlichen Kampfes, in der wir die Festungen des falschen Denkens in unserem eigenen Verstand niederreissen. Fest verwurzelte schlechte Denkmuster müssen abgebaut werden. „Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus.“ - 2. Korinther 10,4-5.

Wenn es Festungen der schlechten Gedanken gibt, wie viel mehr kann es dann Festungen der guten Gedanken geben. Wir sollten nicht nur das falsche Denken herunterreissen, sondern neue Mauern der reinen und gesunden Gedanken aufbauen. Wir können uns in biblischen Denkmustern festigen bis zu dem Punkt, an dem es keinen Platz mehr hat für Lügen, Sorgen, Ehebruch, Hass, Depression, Zorn, Geiz usw. Wir bauen diese guten gedanklichen Festungen durch Gebet, Nachsinnen über die Schrift, Busse tun, Gehorsam, Rechtschaffenheit, Grosszügigkeit und Treue.

Katsir Jugendkonferenz

Simcha Moore

Bitte betet für die Katsir (Ernte) Konferenz diese Woche, mit mehr als 100 Teens und jungen Erwachsenen, die sich in Galiläa treffen. Unser lieber Freund Eitan Shishkoff leitet die Konferen. Weil es schwierig ist, als Gläubige in Israel zu leben, hilft Katsir den Jugendlichen, Beziehungen zu anderen aufzubauen, die ähnliche Erfahrungen machen. Sie verfeinern ihre Talente für den Herrn mit Lobpreis, Tanz, Kunst und Theater. Sie werden von den wichtigsten Pastoren des Landes gelehrt. Es ist ein längerer Zeitraum, in dem sie lernen, auf den Herrn zu vertrauen und Seine Stimme zu hören.


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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.