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Revive Israel Ministerien

©5.10.2012 Revive Israel Ministries

Gott, der sich erniedrigt

Es ist erstaunlich, dass der allwissende, allmächtige, ewige Schöpfer bereit sein soll, Sich für uns zu erniedrigen. Warum? – Weil Er uns liebt. Die Tatsache, dass jemand, der so gross ist, bereit sein könnte, Sich Selbst für uns so klein zu machen, macht Seine Grösse sogar noch grösser. Dass Er dies für uns getan hat, während wir sündigten und gegen ihn rebellierten, macht Seine Grösse Ehrfurcht gebietend,  über unser Verstehen hinaus.

Wenn wir von den allmächtigen, transzendenten Aspekten Gottes sprechen, befinden wir uns mit den meisten orthodoxen Rabbis in Übereinstimmung. Doch spricht die Schrift auch von einem geheimnisvollen, Sich selbst erniedrigenden Teil Gottes.

Psalm 113,5-6
… unser Gott, der in solcher Höhe thront…
Der so tief hinuntersieht
Poetisch auf Hebräisch:
Hamagbihi lashevet
Hamashpili liraot

Das Wort tief an dieser Stelle bedeutet "bis zu dem Punkt der Erniedrigung." Ich glaube, Paulus (Saulus) hatte diesen Vers im Kopf, als er schrieb:

Philipper 2,8-9
…erniedrigte Er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. Darum hat Ihn Gott auch über alle Massen erhöht.

Das Kreuz war nicht nur Demut; es war Erniedrigung. JAHWE–Gott liess es zu, dass Er selbst von uns mickrigen Geschöpfen erniedrigt wurde, um uns vor dem Zorn zu erretten, den wir wegen unserer verräterischen Wege verdienen. Dann bietet Er an, uns fast bis zur Göttlichkeit zu erhöhen, nur zum Lobpreis Seiner eigenen unermesslichen Gnade (2. Petrus 1,4, Epheser 2,7).

Das Buch Jesaja zeigt ein ähnliches Paradoxon. Auf der einen Seite sehen wir einen erhöhten, verherrlichten König.

Jesaja 6,1 und 3 – …sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron … Die ganze Erde ist voll Seiner Herrlichkeit.

Auf der anderen Seite sehen wir einen leidenden Knecht, erniedrigt und abgelehnt.

Jesaja 53,3 – …verachtet war Er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Krankheit [im Hebräischen: Trauer] vertraut.

Kann es irgendeine Verbindung geben zwischen dem verherrlichten König aus Kapitel 6 und dem leidenden Knecht aus Kapitel 53?  Ja. Dieser erhöht/erniedrigt –Aspekt wurde ebenfalls von Jesaja vorausgesagt:
Jesaja 57,15 – In der Höhe und im Heiligtum wohne Ich und bei dem, welcher eines zerschlagenen und gedemütigten Geistes ist

Der erhöhte König aus Jesaja 6 und der erniedrigte Knecht aus Jesaja 53 erweisen sich in Jesaja 57 als ein und derselbe.

Denjenigen, die nur den erhabenen, transzendenten Aspekt Gottes sehen, erscheint es als respektlos und offensiv, Ihn demütig und erniedrigt zu sehen. Aber es ist in Seiner Niedrigkeit, in der Er uns nahe kommt. In Seiner Demut finden wir Nähe. Ein Gott, der nur erhöht und transzendent ist, ist nicht einer, mit dem wir intime Nähe erfahren können.

Gott war bereit, erniedrigt, ja sogar gedemütigt zu werden, um dadurch die Möglichkeit zu bekommen, intime Nähe mit uns zu teilen. Dieser Aspekt ist nur in Jeschua (Jesus) zu finden – Gott, der sich selbst erniedrigt, um mit uns eine Beziehung zu haben.


Palmzweige und Ostasien

Das Laubhüttenfest (Sukkot) ist eine Zeit, während der Christen aus der ganzen Welt nach Jerusalem kommen als vorweggenommene Erfüllung des  Tausendjährigen Reichs aus Sacharja 14,16. In dieser Woche gehörte Revive Israel zu den Gastgebern einiger internationaler Konferenzen mit Christen aus China, Thailand und Korea.

Die Konferenz mit den Chinesen war besonders bedeutend in der Hinsicht, dass sie von Festland-Chinesen organisiert wurde –  historisch ein Novum. Die Konferenz wurde von Paul Yang geleitet und von Ariel Blumenthal moderiert. Zu den  Hauptrednern seitens des lokalen Überrests in Israel zählten auch Daniel Yahav, Ari Sorkoram und Asher Intrater. Ein Hauptthema war Versöhnung und Einheit im Leib.

Das Schwenken von Palmzweigen ist ein Teil des Laubhüttenfests. (3. Mose 23, 40). Als Israels Überrest nach dem Babylonischen Exil heimkehrte, feierten auch sie das Laubhüttenfest mit Palmzweigen (Nehemia 8,15). Im Neuen Bund finden wir, dass Palmzweige benutzt werden, um den König Messias in Jerusalem willkommen zu heissen (Johannes 12,12-13). [Dies war nicht der richtige Zeitpunkt für den wahren “triumphalen Einzug”, der beim Zweiten Kommen, nicht beim ersten, stattfinden wird, und zwar während des Laubhüttenfestes, nicht während Pessach.]

Sukkot ist eine Zeit besonderer Freude (5. Mose 16,14-15). Die Freude in diesem Fest gilt nicht nur der Ernte, sondern auch der Vorausschau auf den Tag, wenn der Messias nach Jerusalem wiederkommen wird, um die tausendjährige Königsherrschaft aufzunehmen. Der Tag, den „der Herr gemacht“ hat, an dem wir uns freuen (Psalm 118,24) ist der gleiche Tag, an dem wir Jeschuas Wiederkunft willkommen heissen  mit "Gesegnet sei, der da kommt…! " (Psalm 118,26, Matthäus 23,39). Es ist an diesem Tag, dass "die Freude des Herrn unsere Stärke” sein wird (Nehemia 8,10). Zu dieser Zeit wird es nicht nur das Volk Israel sein, das den Messias mit Palmzweigen begrüsst, sondern wahre Gläubige aus jedem Stamm, jeder Sprache und jeder Nation. (Offenbarung 7, 9).


Internationale Gebete

Amerikanische Wahlen – Nur noch ein Monat vor den Wahlen scheint das Rennen nach dem ersten Fernsehduell Romney – Obama Kopf an Kopf. Für jeden unter uns, der nicht in Amerika lebt, ist es wichtig, dafür zu beten, dass in diesen Wahlen Gottes Wille geschehe, weil es nicht nur die USA, sondern auch den Rest der Welt betrifft.

Israelische Wahlen – Es gibt Gerüchte in den israelischen Medien, dass Netanyahu im Februar 2013 Wahlen ansetzen wird. Das kann wahr oder nur ein politisches Manöver sein. Betet für Integrität, Weisheit, richtige Anweisungen und die beste Koalition für die Regierung.

Turkisch-syrische Spannungen– In der Beziehung zwischen der Türkei und Syrien baut sich Spannung auf. Sowohl Russland als auch der Iran wollen in diesen Ländern Einfluss haben. Die türkische Regierung autorisierte einen Gegenschlag gegen Syrien. Berichten zufolge kamen 30.000 Syrer in dem Krieg zwischen der Regierung und den Truppen der Rebellen ums Leben. Betet, dass die Königreiche des Bösen uneins werden und stürzen. (Lukas 11,17).

Iranische Wirtschaft – Internationale Sanktionen gegen den Iran, angeführt von Israel und den Vereinigten Staaten mit dem Ziel, den iranischen Bestrebungen hin zu einer nuklearen Bewaffnung entgegenzuwirken, haben hohen Tribut gefordert. Die iranische Währung "Reyal" hat an Wert verloren, die Ölexporte nahmen ab und die Menschen im Iran gehen auf die Strasse, um gegen die versagende Wirtschaft zu protestieren, und sagen, dass die jetzige Regierung sie betrogen habe. Betet für eine bessere, neue Regierung, dass Irans Unterstützung des internationalen Terrorismus zusammenbricht und das iranische Atomwaffenprogramm zum Stillstand kommt.


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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.