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©6.16.2012 Revive Israel Ministries

Apostolische Gemeinde in Jerusalem

Von Asher Intrater

Vor fast 2000 Jahren gab es eine apostolische Gemeinde / Kirche / Gemeinschaft in Jerusalem. Dies war die erste Gemeinde, die es je gab. Alle anderen Kirchen oder Kongregationen kamen letztendlich aus dieser ersten hervor. Sie wird in der Apostelgeschichte beschrieben, besonders in Kapitel 2. Diese Gemeinde ist das Hauptmodell für alle Glaubensgemeinschaften und sie bildet auch  die Grundlage der Vision für unsere Gemeinschaft [Ahavat Yeschua] in Jerusalem.

Diese erste Gemeinde war „die Startlinie“ für das Evangelium. Die Glaubensgemeinschaft in Jerusalem heute stellt die „Ziellinie“ dar. Wir sind nach Jerusalem zurückgekommen, um „das Rennen zu beenden“, das unsere Vorväter begannen. Das Evangelium ging von „Jerusalem aus nach Judäa, nach Samaria und an das Ende der Erde“ – Apg 1, 8. Heute kommt es zurück von den Enden der Erde nach Samaria und Judäa und nach Jerusalem.

Die Apostelgeschichte 2-Gemeinde spürte, dass sie das Mandat erhalten hatte, das Königreich Gottes auf Erden zu errichten. Dieser grosse Auftrag wurde von Jeschua (Jesus) an Seine Jünger weitergegeben und danach an die gesamte Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft war hingegeben, total erfüllt von dem Bestreben diese Mission zu erfüllen. Diese brennende Leidenschaft in ihren Seelen wurde vom Feuer des Heiligen Geistes zu Flammen entfacht. (Apg 1, 8; 2, 2-4) . Die Apostelgeschichte 2–Gemeinde war dem Auftrag aus Apostelgeschichte 1 hingegeben.

Die ursprüngliche Anzahl dieser ersten Gemeinde waren nur 120 Personen (Apg 1, 15). Diese Zahl ist erstaunlich klein. Hunderttausende Menschen waren von Jeschuas Dienst berührt und „glaubten“ an Ihn. Doch von diesen Unzähligen war es nur ein kleiner Überrest, der sich zu aktiver Kooperation versammelte, um Seine Worte zu erfüllen.

Die ersten Jünger waren nicht nur Jeschuas Vision hingegeben; sie erfuhren auch gemeinsam eine übernatürliche Ausgiessung des Heiligen Geistes. Sie hatten eine gemeinsame Erfahrung, die ihre gemeinsame Vision begleitete. Diese gemeinsame, übernatürliche geistliche Erfahrung rief ihre Gemeinde und ihren Auftrag ins Leben. Der Aufbau der Kirche und die Ausbreitung des Evangeliums kamen erst nach dieser Erfahrung. Ohne sie gab es keine Kirche und kein Evangelium.

Sie verstanden ihre Erfahrung als der Salbung ähnlich, die auf die Propheten Israels fiel. (Apg 2, 16-18). Sie sahen das Reden in Zungen als eine Erweiterung der ekstatischen Ausdrucksweise der Propheten des Alten Bundes (4. Mose 11, 29; 1. Samuel 10, 5-6) und das Predigen des Evangeliums als eine Fortsetzung ihrer prophetischen Botschaften. (Jesaja 61, 1-2; Offenbarung 19, 10). Sie lebten diese Erfahrung durch tägliches Gebet, Lobpreis, Prophetie, Predigt, Lehre und Reden in Zungen (Apg 1, 14; 2, 40-47; 4, 31).

Ihre geteilte Vision und geteilte Erfahrung brachte die ersten Jünger dazu, einander in aussergewöhnlicher Liebe und Partnerschaft hingegeben zu sein. Ihre Gemeinschaft bedingte tiefe Bündnisbeziehungen von Loyalität und Integrität.

  1. Gemeinschaft – Sie nahmen beständig ihre Mahlzeiten abwechselnd in verschiedenen Häusern ein. (Apg 2, 46). 
  2. Grosszügigkeit – Sie verkauften ihre Häuser, um zu geben (Apg 2, 45; 4, 34).
  3. Heiligkeit – Sünder fielen in ihren Versammlungen tot zu Boden (Apg 5,5; 10). 
  4. Wunder – Die Furcht Gottes führte zu großen Heilungen (Apg 2, 43; 5, 11-12; 9, 40).
  5. Einheit – Sie lebten als ein Herz und eine Seele (Apg 1, 14; 2, 1; 2, 44; 2, 46;  4, 32 und 34).

Die frühe Gemeinde basierte auf drei Fundamenten: Vision des Königtums; geistliche Kraft, Bündnisbeziehungen. Die Jünger waren allen drei Elementen hingegeben.

Der innere Kern dieser Gemeinschaft waren israelische Juden, die Hebräisch sprachen (Apg 6,1; 22,2), die innerhalb ihres Gemeinwesens lebten (Apg 2, 47), die religiöse Tradition befolgten (Apg 10, 14; 15, 10; 21, 20), die jüdischen Feste feierten (Apg 2, 1) und sogar an den Gebeten und Ritualen im Tempel teilnahmen (Apg 2,46; 3,1; 24, 17; 28, 17).

Jedoch versammelten sich, wenn diese Kerngruppe zu predigen begann, schnell Menschen aus verschiedenen Völkern um sie, mit verschiedenen Sprachen und Gebräuchen. „Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als nun dieses Getöse entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. – Apg 2, 5-6.  

Deshalb entwickelte sich die frühe Gemeinde schnell in zwei Kreisen: ein innerer Kreis von Hebräisch-sprechenden Israelis und ein weiterer Kreis mit internationalen Teilnehmern anderer Sprachgruppen, vornehmlich Griechisch. Dies verursachte Spannungen bei Fragen wir dem Treffen von Entscheidungen, Entsendung, Haushaltsplanung, Spendensammeln, Missions-Prioritäten usw. „In jenen Tagen aber, als die Zahl der Jünger wuchs, entstand ein Murren der Hellenisten gegen die Hebräer, weil ihre Witwen bei der täglichen Hilfeleistung übersehen wurden….“ Apg 6, 1

Diese Reibung war oft unangenehm, wenn nicht traumatisch. Doch war es eine notwendige Komponente wegen dem zweifachen Auftrag, zum einen, das Königtum nach Israel hin  wiederherzustellen (Apg 1, 6) und den Völkern das Evangelium zu predigen (Apg 1, 8). Wir finden diese gleiche Spannung in unserer Gemeinde heute.

Letztendlich gab es eine Frage der Leiterschaft. Stellt euch das Problem vor: Eine Gemeinde mit 12 Aposteln (!) [-und die auch noch Juden waren (!)]. Die Gemeinde in Jerusalem verfolgte zwei Absichten: 1) In jeder Hinsicht eine lokale Gemeinde zu sein; 2) die strategische Planung und Ausführung des grossen Königtums-Mandats durchzuführen. Dies entwickelte sich zu einer zweistufigen Leiterschaft.

Ein Gemeinderat bestand aus „Ältesten“, die hauptsächlich für die lokale Gemeinde verantwortlich waren; und ein anderer Gemeinderat bestand aus „Aposteln“, die vornehmlich für den weitreichenderen Auftrag verantwortlich waren. „Die Apostel und Älteste…“ Apg 15, 2 und 4. Manchmal kamen die beiden Gruppen zusammen, um sich überscheidende Themen zu besprechen.  „Da kamen die Apostel und die Ältesten zusammen, um diese Sache zu untersuchen.“ - Apg 15, 6.
Bitte betet um Weisheit für unsere Gemeinde und andere Gemeinden in Jerusalem, während wir uns nach der richtigen Ordnung Gottes für Wiederherstellung und Erweckung ausstrecken.


Berichtigung

Der Name des Ortes am Jordan, wo die Juden mit Josua Kanaan betraten, wo Elija vor Elischas Augen zum Himmel aufstieg und Jeschua von Johannes dem Täufer eingetaucht wurde (Khasar al Yesud) bedeutet auf Arabisch „Palast der Juden“, nicht, wie letzte Woche geschrieben, „Überschreitung der Juden“.


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