logo
Revive Israel Ministerien

Missionare
©06.30.2011 Revive Israel Ministries

Von Asher Intrater

Das dreckigste Wort in der Hebräischen Sprache ist nicht das “Sch”-Wort. Unglücklicherweise ist es das Wort “Missionar”. Die kulturellen Auswirkungen sind sehr komplex. Wir finden dabei 5 grundlegende Bedeutungsebenen. Ich beginne mit dem Schlimmsten:

  1. Seelenräuber – Wie in einem billigen Sci-Fi Film haben die religiösen Extremisten den Eindruck des Seelen raubenden Missionaren fest in unser Volk eingeprägt. Missionare rauben die Seelen von unschuldigen Juden. Der allgemein bekannte Satz lautet: “Nazis haben unsere Körper getötet und jetzt töten die Christen unsere Seelen.” Dies wird mit Nachdruck und starken Emotionen an anti-missionarischen Demonstrationen ausgerufen.
  2. Kriminelle – In Israel gibt es ein anti-missionarisches Gesetz. Dieses Gesetz ist NICHT gegen Evangelisation. Es enthält zwei Klauseln: Es ist verboten eine Person zu bestechen ihre Religion zu ändern und einen Minderjährigen gegen den Wunsch seiner Eltern zu bekehren. Beide diese Anklagen sind absurd, doch sie werden manipulativ gegen uns eingesetzt.
  3. Unethische Methoden – Das Image, das uns verpasst wird, beinhaltet Folgendes: Psychologisches Unter-Druck-Setzen von Menschen, unschuldige Minderjährige gezielt zur Beute machen, Menschen in Not ausnützen, usw. Auch dies ist eine absurde Anklage, doch wenn sie genug wiederholt wird, schafft sie eine Atmosphäre des Misstrauens, die es für uns schwierig macht, mit anderen über unseren Glauben zu sprechen.
  4. Bekehrung von der Jüdischen Identität – Hier handelt es sich nicht um den Glauben betreffend Rettung, sondern um ein falsches Konzept der Bekehrung, welches besagt, dass wir unsere ethnische Zugehörigkeit zum Jüdischen Volk dadurch verlieren. Dies wäre ein Verrat an unserem Volk und unserer Identität, weil dadurch die Bunde unserer Vorväter gebrochen würden.
  5. Evangelistisches Material aushändigen – Die legale Verteilung von Bibeln und Materialien über den Glauben wird oft in eine Gruppe getan mit den 4 obenstehenden Punkten. Die vier ersten Punkte beschreiben weder uns, noch was wir tun. Der fünfte Punkt schon. Wenn wir auf Hebräisch gefragt werden, ob wir “Missionare” sind, so ist unsere Antwort, dass wir die negativen Definitionen vollkommen ablehnen, hingegen unseren Glauben jedem verkünden, in Übereinstimmung mit dem Gesetz.

Diese Woche führten anti-missionarische Gruppen ihre Hetzkampagne gegen uns fort. Die Demonstration vor dem Haus von S und N war nicht erfolgreich. Lediglich ungefähr 30 Religiöse erschienen (die meisten davon von der Synagoge, aus der ich vor kurzem ausgeschlossen wurde). Die aufhetzenden Reden waren auf drei Hautpziele ausgerichtet: Messianische Juden im Allgemeinen, mich selbst (Asher), sowie S und Ns Familie. Zusätzlich erschien ein weiterer anklagender Artikel gegen uns in der Zeitung.

Je mehr wir das Buch der Apostelgeschichte studieren, desto mehr verstehen wir, dass religiöse Verfolgung untrennbar mit einem apostolischen Lebensstil zusammenhängt. Drei Elemente, welche wir diese Woche erlebt haben: die Menge aufhetzen, falsche Zeugnisse ablegen, Anklagen wir seine anti-jüdisch. Dasselbe passierte mit Stephanus und Paulus/Shaul.

Religiöse Führer hetzten die Menge gegen Stephanus (Apg 6,12) und Paulus (Apg 21,27) auf. Um Verfolgung auszulösen, müssen die Menschen emotional und aufgeregt sein, damit sie unüberlegt handeln.

Falsche Zeugen traten gegen Stephanus auf (Apg 6,13) und klagten Paulus an, einen Heiden in den Tempel gebracht zu haben (Apg 21,29). Wenn falsche Klagen in einer Situation erhoben werden, wo keine Präsentation der Fakten und Beweise möglich ist, so fehlt die Möglichkeit diese Klagen abzuwehren. Die Wut der Menge wird durch die falschen Zeugnisse verstärkt.

Sowohl Stephanus (Apg 6,13), als auch Paulus (Apg 21,28) wurden angeklagt gegen die Thora, den Tempel, das Jüdische Volk und die Traditionen zu wirken. Wir messianischen Juden haben eine tiefe Loyalität zu unserem Volk, unserem Land und unseren Bunden. Paulus ist so weit gegangen, ein Gelübde abzulegen und ein Opfer zu bringen, um seine Loyalität zu beweisen (Apg 21,21-26). Obwohl es scheinbar nicht geholfen hat, war es ihm wichtig, sowohl vor seinem Volk und vor Gott. Genau so fühlte es sich für mich an, jeden Schabbat die Synagoge zu besuchen, obwohl jene, die zur Demonstration kamen, Mitglieder derselben Synagoge waren.

Wir sehen uns mit Androhungen von weiteren Demonstrationen, Medienberichten, falschen Zeugnissen und religiösen Führern konfrontiert. S und N wird angedroht, aus ihrem Zuhause geworfen zu werden. In all dem sind wir mehr als Überwinder (Römer 8,37). Die meiste Verfolgung führt zu einem Zeugnis für Jeschua (Markus 13,9). Wir freuen uns, für Seinen Namen verfolgt zu werden (Matt 5,11-12).

Der Hauptzweck der Angriffe ist Einschüchterung. Johannes beschreibt es als einen Geist der „Furcht vor den Juden“. Nikodemus kam in der Nacht zu Jeschua (Joh 3,1-2). Viele religiöse Juden glaubten an Jeschua, doch hielten sie ihren Glauben verborgen (Joh 7,13). Die Furcht war, exkommuniziert zu werden von der Gemeinschaft (Joh 9,22). Unter den Rabbineren waren viele heimliche Gläubige (Joh 12,42). Joseph von Arimathäa kam im Verborgenen (Joh 19,38). Sogar die Jünger versteckten sich aus Angst hinter verschlossenen Türen (Joh 20,19).

Hier handelte es sich nicht um eine Furcht vor dem jüdischen Volk, sondern einen dämonischen Geist der Einschüchterung durch gekränkte religiöse Führer. Ein amerikanischer Reporter war an der Demonstration von letztem Sonntag dabei. Er hat viel Erfahrung in der Berichterstattung über Verfolgungen in der muslimischen Welt. Er rief uns danach an und sagte: „Ich möchte mich entschuldigen. Ich dachte, eure Verfolgung wäre nicht real. Doch ich habe noch nie eine solche Furcht erlebt, wie hier, noch nicht einmal im Angesicht von Radikalen Dschihad Kämpfern.“

Die gute Nachricht ist, dass diese Verfolgungen Menschen auf unsere Seite ziehen. Viele sehen die Ungerechtigkeit. Während wir in Liebe, Glauben und Demut weitermachen, berührt der Herr die Herzen unseres Volkes.


Mossab

Hier ist ein Zusammenschnitt von verschiedenen Interviews mit Mossab Hassan Yousef (mit deutschen Untertiteln), indem er klar Stellung bezieht zum Islam und zum Christentum. http://youtu.be/Z1TNqQpBBr0
Bitte behaltet ihn und alle unsere Arabisch-Christlichen Geschwister im Gebet.


Samek Yanay

Am Freitag, dem 24. Juni, wurde meinem lieben Freund, Bruder und Sohn im Glauben, Youal Yanay, ein schönes, 4.6kg (!) schweres Mädchen geboren. Zwei Tage später starb sein Vater, Samek Yanay, im Alter von 91 Jahren.
Samek Yanay war einer der Gründer der Israelischen Seeflotte und unter Ben Gurions persönlichen Ratgebern. An seinem Begräbnis waren 5 Generäle und zahlreiche politische Persönlichkeiten zugegen. Der Schauspieler Chaim Topol sang eine Grabrede. Es war ein wertvoller Moment der Ehrerbringung für einen Gründungsvater unseres Staates.



Zurück zu den Artikeln des Jahres 2011

Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.