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Blutvergiessen in Syrien
© 04.24.2011, von Asher Intrater

An diesem Wochenende schossen in Syrien Sicherheitskräfte in Versammlungen von Protestierenden und töteten 120. Damit brachten sie die Gesamtzahl der ermordeten Demonstranten in diesem Monat auf 300.

Der syrische Präsident Baschar al Assad war jahrelang auf einer Linie mit Ahmadinedschad im Iran und der Hisbollah im Libanon, was „die Achse des Bösen“ genannt wurde. Wegen Syriens strategischer Lage zwischen Iran und Libanon bildete sein Regime eine Landbrücke für Waffen und terroristische Aktivitäten, die vom Iran in den restlichen Mittleren Osten reichte.

Anders als in Israel gibt es im Mittleren Osten keine Regierungen mit demokratischen Werten, schon gar nicht jüdisch-christlichen moralischen Werten. Die anderen Regierungen sind muslimische Diktaturen. Dieses Jahr erlebte Volksaufstände in vielen dieser Nationen. Die Antwort der Diktaturen war blutig.

Die Aufstände waren motiviert von der Sehnsucht der Völker nach Freiheit. Jedoch wurde diese Sehnsucht von muslimischen Extremisten ausgenützt, die in vielen Fällen eine noch größere Gefahr darstellen als die Diktatoren. Mit dem Sturz der gegenwärtigen Regime werden sehr wahrscheinlich mehr Blutvergiessen und noch extremere islamische Regime kommen.

Innerhalb der muslimischen Welt gibt es zwei Hauptströmungen: Schiiten, die mit dem Iran identifiziert werden. Und Sunniten, die mit Saudi Arabien identifiziert werden. Beide Strömungen haben ihre Extremisten: Al Quaida, die Moslembruderschaft, und Al Wahabi [Wahabisten] sind sunnitisch. Ahmadineschad, Hisbollah und Hamas sind schiitisch. Einige Kommentatoren sagen voraus, dass wenn das Assad-Regime fällt, eine sunnitische Koalition geführt von der Moslembruderschaft das Ruder übernehmen wird. Deshalb unterstützt Iran weiterhin Assad.

Hass auf Israel ist ein einigender Faktor unter Moslems – ob Sunniten oder Schiiten. Was die Frage betrifft, welches Ergebnis das bessere wäre – die Antwort lautet: keines. Während dieser Zeit der Unruhen, verstärken alle Seiten ihre Rhetorik gegen Israel und wetteifern um die Loyalität der Massen. Auf der anderen Seite können, während die Fraktionen gegen einander kämpfen, diese keine Truppen für eine Offensive gegen Israel aufstellen. (Betet um Entzweiung mit Lukas 11,17).

Während die internationale diplomatische Gemeinschaft Israel weiterhin unter Druck setzt, damit es Konzessionen macht, argumentiert Netanyahus Regierung richtigerweise, dass unter den gegebenen Umständen keine Übereinkunft gültig wäre, weil zukünftige islamische Aufstände die Bedingungen des Vertrags schlicht nichtig machen würden.


Dritte Intifada?

Unter den Palästinensern haben einige Gruppen, die mit Hamas und dem Islamischen Dschihaad in Verbindung stehen, eine Dritte Intifada gegen Israel ausgerufen, die am 15. Mai beginnen soll. Eine Facebook-Seite hatte 300.000 Clicks für diesen Aufruf. Einer der Führer, Muhammad Hatib, wird folgendermassen zitiert: „Es gibt eine Gruppe die Druck für diese Intifada macht, aber die Palästinensische Autonomiebehöre ist daran nicht interessiert. Die  nächsten Monate werden kritisch sein.“

Hatib stellte ebenfalls fest, dass er glaube, dass eine Itifada wahrscheinlich nicht vor September stattfinden könne. Diejenigen, die auf eine Intifada drängen, haben sich von den Aufständen in Ägypten und Lybien inspirieren lassen. Der Palästinensische Präsident Abbas und Premierminister Fayad haben sich beide gegen jeglichen gewaltsamen Aufstand ausgesprochen.


Passah - Seder

In ganz Israel nahmen messianische Gläubige an Pessach (oder: Passah) - Sederabenden teil, entweder mit der erweiterten Familie oder im Gemeinderahmen. Unsere Gemeinde veranstaltete viele Seder-Abende. Einer der erfolgreichsten wurde von Idan P. und Avichai O. in einem grossen Beduinenzelt veranstaltet mit mehr als 120 Gästen.

Gott bestimmte Pessach [das Fest, mit dem Israel dem Auszug aus Ägypten und Durchzug durch das Rote Meer gedenkt, Anm. d. Übersetzers] als die biblische Vorwegnahme der Kreuzigung und die Auferstehung. Orthodoxe Juden lehnen diese Verbindung ab, aber messianische Juden holen den historischen Kontext wieder in das Bewusstsein der israelischen Gesellschaft zurück. Diese Woche befasste sich eine Fernsehshow mit weltlichen Gelehrten mit der jüdisch-christlichen Auseinandersetzung über das Pessachfest.
[Leider ist die Sendung im Internet nur auf Hebräisch verfügbar, siehe link.  Anm. d. Übersetzers.] http://www.iba.org.il/?autoStartOnFirstElement=true&defaultSearchTerm=7199441&filterType=CM

Der Text des traditionellen Seder-Abends ist in der talmudischen Mischna „Pesachim“ zu finden. Dieser Abschnitt wurde im frühen 3. Jahrhundert aufgezeichnet, rund 150 Jahre nach dem Neuen Bund. In den Evangelien sind die meisten Elemente des Pessach-Seders verzeichnet. Deshalb sollten die Evangelien als die originale jüdische literarische Quelle für das traditionelle Seder betrachtet werden.

Auch wenn es viele Verbindungen zwischen dem Pessachfest und Jeschua (Jesus) gibt, so ragen in meinen Gedanken drei biblische Elemente besonders heraus:  

1. Engel des Herrn – In 2. Mose Kapitel 3, 14 und 24 und durch die ganze Durchzug-Geschichte hindurch finden wir die Erscheinung des Engels des Herrn. Dieser Engel ist ein Botschafter von Gott, doch spricht Er in der ersten Person als Gott selbst. Er wird beides -  Elohim und Jehovah - genannt. Er konnte kein normaler Engel sein wegen Seiner Göttlichkeit. Er konnte nicht Gott der Vater sein, weil Er von Gott gesandt ist. Die zweifache Natur des Messias Jeschua ist in diesem besonderen Engel zu erkennen.

2. Opferlamm – In 2. Mose 12 wird das Volk aufgefordert, ein Passahlamm zu schlachten und zu essen. Das Blut wird in Form eines Kreuzes an den Türrahmen und die Pfosten gestrichen.Das Volk wird durch das Blut erlöst und befreit. Das ist keine Zauberei, sondern biblische Symbolik. Was ist die Bedeutung des Blutes des Lammes? Es ist der Messias, der für uns geopfert wurde. Es ist Sein Blut auf dem hölzernen Eckpfeiler, das uns das Heil gibt.

3. Moses der Vermittler – In 2. Mose 19, 24, 32 und durch die Torah hindurch wird Moses als Vermittler zwischen Gott und dem Volk dargestellt. Er geht den Berg hinauf zu Gott und kommt den Berg herunter zum Volk. Er schliesst den Bund, versprengt das Blut, leistet Sühne, gibt Gebote und richtet im Auftrag Gottes. Moses ist ein Bild des kommenden Messias, des Vermittlers zwischen Gott und dem Menschen (1. Timotheus 2, 5; 5. Mose 18, 15).


Auferstehungstag

Mehrere Hundert arabische Christen und messiansche Juden versammelten sich am Samstagabend beim Gartengrab vor dem leeren Grab Jeschuas in Ostjerusalem. Unsere Absicht war es, Gott für die Auferstehung zu danken und die Hoffnung auf Frieden zwischen Israelis und Palästinensern durch Jeschua zu demonstrieren. Der Gottesdienst wurde zum grossen Teil auf Arabisch gehalten. Für die Hebräische und Jüdische Seite leitete Chaim W. einen Teil der Anbetung und Youval Y. hielt eine kurze Predigt. Beides war mächtig gesalbt. Ehre sei Gott!


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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.