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Dienst in Indien Ein Bericht
©16. januar, 2011

von Eddie Santoro

Im natürlichen Bereich ist Indien ein Land, das sich im Übergang befindet. Es entwickelt sich schnell und es gibt eine fast schockierende Mischung aus wunderschönen neuen Wohnungen und Geschäften unmittelbar neben großen Arealen von Armut und Schmutz. Die Menge an Menschen, Autos, Lastwagen, Rickschas, Kühen und allem, was ihr euch vorstellen könnt sorgen für einen wahrhaft chaotischen Anblick. Aber im geistlichen Bereich gibt es ein scheinendes Licht, das die Liebe Gottes ausstrahlt und von Tag zu Tag heller leuchtet. Unser Team hat empfunden, dass das gläubige Indien in diesen letzten Tagen eine besondere Berufung hat und sich im geistlichen Bereich eine besondere Königreichs-Beziehung zwischen Indien und Israel entwickelt.

Wir haben während unserer 12 Tage in diesen beiden Städten in 22 Zusammenkünften gedient, zusätzlich noch in zahllosen informellen Gelegen¬heiten. Oft haben wir in den frühen Morgenstunden begonnen und unsere Arbeit erst spät am Abend beendet. All die Gemeinden, die wir besucht haben, erleben ein schnelles Wachstum und haben mindestens 3 Gottesdienste am Sonntag. Wir haben auch während etlicher besonderer Feiertagsversammlungen gedient. Am Heiligen Abend, Weihnachten und Sylvester waren diese Gottesdienste bis zur Kapazitätsgrenze angefüllt mit hungrigen Gläubigen!

Obwohl diese kostbaren Menschen in der Regel für Stunden auf dem Fussboden sitzen, hören sie aufmerksam zu und beten voller Inbrunst an. Sie tragen ein Maß an Demut und Dienstbereitschaft in sich, das wir im Westen nicht oft vorfinden. Die Dunkelheit der überwältigenden Armut und das gewaltige Ausmaß an dämonischer Hinduanbetung, das sie umgibt, macht die Gegenwart Gottes für sie zu einem lebendigen Zufluchtsort.

Der Sylvesterabend ist eine große Feierlichkeit in Indien und die meisten Gemeinden haben Gottesdienste, die durch die ganze Nacht gehen. Wir sind am Freitagnachmittag von Bangalore nach Chennai geflogen und Pastor TD hat uns am Flughafen getroffen. Auf dem Weg zu seiner Gemeinde haben wir an drei Orten angehalten, um für etlichen Familien und eine Firma zu beten. Sie sehen es als einen besonderen Segen an, von Israel Gebet zu empfangen. Als wir später an der Gemeinde ankamen, fanden wir über 3000 Menschen im Keller¬geschoss, dem Hauptversammlungssaal und auf dem Dach vor. Franklin, der Sohn von TD, leitete die große Menge in einer kraftvollen Anbetung, die sich bis auf die Straßen dieser vorwiegend hinduistischen Stadt erstreckte. Ich habe mit meiner Hauptpredigt erst um 01:30 in der Nacht begonnen. Trotz der späten Stunde hörte jeder aufmerksam auf meine Botschaft; sogar im hinteren Bereich des Raumes hat sich niemand unterhalten. Diese unglaubliche Nacht endete mit der Feier des Abendmahls.

Wir sind auch sehr gesegnet worden durch die Teilnahme an der Hochzeit einer jungen Frau, deren Familie ich während meiner fünf vergangenen Reisen nach Indien oft besucht habe. Wir sind noch zu den bereits über 2000 Gästen hinzugestoßen und zum Ende der Feier habe ich den aaronitischen Segen über dem neuen Paar gesungen und Jackie hatte das große Vorrecht, an der sehr wichtigen Zeremonie des Kuchenanschneidens teilzunehmen zu dürfen.

Viele Male haben wir über Israel und seine Beziehung zu der Gemeinde gesprochen und jedes Mal wurde die Botschaft mit einer Verpflichtung aufgenommen, für Israel und den Leib hier zu beten. Die Menschen in Indien glauben, dass sie das Evangelium vom Apostel Thomas empfangen haben, der bis nach Indien gekommen ist und in der Stadt Chennai den Märtyertod gestorben ist. Ihnen steht klar vor Augen, dass er ein Jude war und sie sind darüber begeistert in diesen letzten Tagen wiederum Juden aus Israel zu empfangen.

Dieses war meine sechste Reise nach Indien, aber es war das erste Mal, dass ich als Teil eines Teams gereist bind. Ich kann wirklich nachvollziehen, warum Jeschua die Jünger in Teams ausgesandt hat und nicht alleine. Mati und Alex und meine Frau Jackie waren ein unglaublicher Segen. Gemeinsam ist die Wirksamkeit der Zeiten, in denen wir anderen gedient haben, gesteigert worden, indem wir uns eins gemacht haben in den Gebeten für die Gottesdienste, die Menschen und uns selbst. Mati hat etliche Mal die Hauptbotschaft gesprochen und bei vielen Gelegenheiten etwas weitergegeben. Darüber hinaus sind wir als geistliche Wachen füreinander eingestanden, als wir einer für den Anderen Fürbitte getan und füreinander gebetet haben.

Einen besonderen Segen haben wir erlebt, als wir in den Häusern der drei apostolischen Ehepaare gewesen sind, mit denen ich über all die letzten Jahre eine tiefe und persönliche Beziehung aufgebaut habe. TD, Kumar und Martin und ihre Familien haben ihr gesamtes Leben dafür investiert zu sehen, dass das Evangelium in Indien Wurzeln fasst. Zusammen haben sie über 100 Gemeinden gegründet und jede einzelne von diesen ist in einem Gebiet aufgebaut worden, in dem es in der Vergangenheit keine Gläubigen gegeben hat. Sie haben das Licht zu zehntausenden von Menschen gebracht und eine mächtige Generation von Leitern ausgebildet und die Frucht ihrer Bemühungen vervielfältigt sich schnell.

Zum Abschluss möchte ich all denjenigen danken, die für uns während dieser Zeit gebetet haben. Was für eine Ermutigung ist es für uns gewesen, zu wissen, dass uns die Gebete unterwegs kontinuierlich umgeben haben. Trotz der Intensität all dessen, was wir getan haben, haben wir immer diese Rücken¬deckung durch das Gebet gespürt. Seine Gnade ist auf uns geflossen, durch uns und unsere Herzen sind fortwährend mit so viel Liebe für diese Menschen angefüllt gewesen. Wir sind so dankbar, dass wir in der Lage waren, diese Reise zu unternehmen. Wir glauben, dass Gottes Absichten erreicht worden sind und wir eine mächtige Ernte an Früchten für sein Reich sehen werden.


Gebetsanliegen

Bitte betet für Asher, Betty, und A. die in Dänemark dienen. Daneben wird ein lieber Freund von uns in Alexandria, Ägypten sein und der koptischen Kirche dort dienen, die vor einigen Wochen während des Sylvester-Gottesdienstes Opfer eines terroristischen Bombenanschlags geworden ist. Er ist mit einem Liebesopfer und einem Brief der Ermutigung von der messianischen Gemeinschaft hier in Jerusalem ausgesandt worden.


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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.