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Die Berufung der Kirche in Spanien
©14. November, 2010 Von Asher Intrater

[Asher hat dieses letztes Wochenende an der Nationalen Männerkonferenz in Gandia, Spanien gelehrt. Unter anderem ging es dabei um Themen wie „das Feuer des Heiligen Geistes“, „Das Schicksal der Kirche in Spanien“, „Der Bund von Generation zu Generation“ und „Der Sieg in der Endzeit“.]

Drei historische Ereignisse fanden in Spanien im Jahr 1492 statt: 1) der Vertrag von Córdoba, 2) Kolumbus, der nach Amerika lossegelte, und 3) die Vertreibung der spanischen Juden.

640 n. Chr. hat Mohammed seine neue Religion angefangen. 700 n. Chr. kamen die ersten Muslime nach Spanien und fingen damit an, Spanien zu erobern. Bis 722 n. Chr. war ganz Spanien, bis auf die nördliche Bergregion, durch den Islam eingenommen. Zu dieser Zeit fingen die spanischen Christen (hauptsächlich Katholiken) an, gegen den Islam zu kämpfen, um das Land zurückzuerobern. Diese „Reconquista“ dauerte bis 1492, als der Vertrag von Córdoba unterschrieben wurde, und somit die Christen/Katholiken die Kontrolle über die ganze Nation zurück erhielten.

Es ist schwierig, die geistlichen Auswirkungen dieser Reconquista zu interpretieren. Es gab gute und schlechte Dinge, die vermischt wurden. Da waren die bösen Elemente der Macht und der Gewalt innerhalb der katholischen Kirche, aber es war auch der reine und göttliche Versuch von vielen Christen, Freiheit von der islamischen Eroberung für die christliche Gemeinschaft zu gewinnen. In den Jahren nach 1400 herrschte eine heftige Verfolgung von jüdischen und muslimischen Konvertiten durch die spanische Inquisition, und trotzdem gab es gleichzeitig eine echte und dynamische Kirche innerhalb von Spanien.

In dieser Zeit gab es viele jüdische Konvertiten („conversos“). Einige wurden dazu gezwungen, andere waren echt. Viele der Konvertiten versuchten ihre jüdischen Bräuche aufrecht zu erhalten. Die Kirche bekam Angst vor diesen „judaisierenden“ Elementen und begann die Inquisition, um die „Reinheit“ in ihren eigenen Reihen zu bewahren. Wie viele Prozent der von der Inquisition Überprüften erzwungene Konvertiten waren, die ihre Ablehnung versteckten, und wie viele echte jüdische Gläubige, die ihr Erbe bewahren wollten, ist unmöglich zu bestimmen. 1492 haben sich die spanische Krone und die katholische Inquisition zusammengeschlossen und die Juden aus Spanien vertrieben.

Im selben Jahr stach Kolumbus in See in Richtung Amerika, gefolgt von zwei Jahrhunderten der spanischen und portugiesischen Kolonialisierung der „Neuen Welt“. Diese koloniale Ausbreitung ist geistlich gesehen ebenfalls schwierig zu analysieren. Es war ebenfalls eine Mischung aus guten und schlechten Elementen. Bei einem Teil dieser Kolonialisierung war die Motivation Gier und politische Macht, aber ein anderer Teil wurde durch den reinen Wunsch, das Königreich Gottes auszubreiten, motiviert.

Viele von denen, die in diesen Jahren nach Amerika segelten, waren Juden aus Spanien und Portugal. Daher wurden die Kolonialisierung von Amerika und die Ausbreitung des Christentums in der Neuen Welt eng von jüdischen Flüchtlingen begleitet. Die Tatsache, dass diese drei weltverändernden Ereignisse: der Vertrag von Córdoba, der das Ende der christlichen Rückeroberung Spaniens signalisierte, der Anfang der spanischen Entdecker, die mit Kolumbus angefangen hat, und die Vertreibung und Zerstreuung der spanischen Juden, innerhalb von einem Jahr stattgefunden hat, ist mehr als nur Zufall. Das Schicksal der spanisch-sprechenden Gemeinde und des jüdischen Volkes ist eng miteinander verbunden.

Das Konzept des Neuen Bundes der „Kirche“ (Ekklesia; Iglesia) ist für die meisten Menschen schwierig zu verstehen und es braucht eine Offenbarung, um es erfassen zu können. Die Iglesia ist nicht die katholische, die protestantische, die evangelische oder die pfingstliche Kirche, oder gar irgendeine identifizierbare Institution. Es ist eine Gruppe von Leuten aus jeder Nation, von jedem Stamm und jeder Sprache, die wiedergeboren sind durch den Glauben an Jeschua (Jesus) und geleitet durch den Geist Gottes.

Viele Juden denken, wenn sie das Wort „Kirche“ hören, direkt an die spanische Inquisition. Die spanische Inquisition, die Kreuzzüge und die Reconquista markieren einen Stolperstein im Verstehen von Gottes Plan für die wahre Kirche, nicht nur für die Juden und Muslime, sondern auch für aufrichtige, suchende Christen.

Um unseren Plan zu verstehen, müssen wir oft unsere Geschichte anschauen. Um für unsere Zukunft frei zu sein, müssen wir von unserer Vergangenheit freigesetzt werden. In jeder Nation der Welt gibt es eine Gruppe echter Gläubiger. Sie sind der „Überrest“. Sie sind die wahre Kirche innerhalb der Nation. Zusammen sind alle diese nationalen Überreste das, was man auch die „internationale oder universelle Gemeinde“, den „Leib Christi“ oder die „Braut Christi“ nennt. Jeder nationale Rest ist in seiner Kultur und in seinem Ausdruck anders. Alle sind vereint im gemeinsamen Glauben, der Liebe und dem Geist (Offenbarung 7, 4 und Epheser 4, 1-6).

Die Vielfalt und die Harmonie unter einander sind es, was die „Braut Christi“ zu so einem göttlichen Kunstwerk machen. Wie bei einem Regenbogen müssen die Farben unterschiedlich sein, aber sie müssen in ein allumfassendes Design zusammengefügt werden. Gottes letztes Ziel der Schöpfung war es, eine Gruppe von Menschen zu schaffen, die er lieben kann (Epheser 1,4), in denen er wohnen kann (Epheser 2,22) und durch die er verherrlicht wird (Epheser 1,22; 2,7; 3,10; 3,21). Diese Gruppe ist Gottes Meisterwerk und an dieser Schöpfung arbeitet er noch immer (Epheser 2,10).

Die historische Kirche in Spanien hatte gute und schlechte Elemente. Die Vision der Kirche, mit ihren positiven und negativen Elementen, ist durch einen langen Prozess des Sterbens gegangen. Es gab prophetische Gebete und Proklamation an dieser nationalen Konferenz, um die Sünden und Flüche der Vergangenheit zu brechen und ihren guten Plan wieder aufzunehmen.

Wir sehen einen Auftrag für die Gemeinde in Spanien und Latein Amerika:
1. Das Ausbreiten der Weltevangelisation
2. Verändern der katholischen Kirche
3. den islamischen Dschihad bekämpfen
4. nach wahrer biblischen Lehre zu streben
5. Loyal zu Israel stehen
6. über die Erde zu herrschen
7. Gottes Plan für die spanischen Nationen zurückgewinnen

Bitte betet für Erweckung und langanhaltende Frucht, die sich durch diese Konferenz in der spanischen Gemeinde vermehrt.


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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.