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Das Evangelium zu den Muslimen
©29. August, 2010 Von Asher Intrater

Es gibt eine beliebte Lehre in der heutigen muslimischen Welt, die besagt, dass Mohamed in der hebräischen Bibel (Tanach) erwähnt werde. Mohameds Auftauchen  im Tanach würde ihrer Sicht Autorität verleihen, dass er der letzte und grösste Prophet sei, der das Judentum und das Christentum ablöst. Ich wurde zu diesem Thema kurz auf Al Hayat TV interviewt.

Im Hohelied Salomos 5, 16 wendet sich die Sulamitin den Töchtern Jerusalems zu und sagt, dass ihr Geliebter „begehrenswert“ sei. Das Wort, welches hier auf Hebräisch benutzt wird, ist „machmadhim“. Die Wurzel „chamad“ ist die dieselbe Wurzel wie im Namen „Muchamad“, und bedeutet „begehrenswert“. Es ist auch die Wurzel des Wortes in den Zehn Geboten „Du sollst nicht begehren“. In modernem Hebräisch  ist das Wort „chamud“ ein verbreiteter Kosename für Freunde und Geliebte und bedeutet „Schatz“ oder „Liebling“.

Muslime behaupten, dass das Wort im Hohelied Salomos ein Plural der Ehrbezeugung sei, der sich auf ihren Propheten bezieht. Das Wort steht tatsächlich in der Mehrzahlform, aber es bezieht sich ganz klar nicht auf eine Person, sondern beschreibt den Charakter des Geliebten im Gedicht. Das Wort ist eine Parallele zum Wort davor, welches sagt, dass der Mund des Geliebten „süss“ sei. Im hebräischen Urtext sind beide Wörter Substantive im Plural, „süsse Dinge“ und „begehrenswerte Dinge“.

Ich erwähnte, dass es gut für Muslime, Juden und Christen ist, sich auf den Text des Tanach zu beziehen, weil dies tatsächlich die ursprüngliche Quelle der Autorität aller drei Religionen sein sollte. Das Hohelied wurde ungefähr 1‘000 Jahre vor der Zeit Jeschuas (Jesus) geschrieben und etwa 1‘600 Jahre vor der Zeit Mohameds.

Seit dreissig Jahren bin ich involviert in  Versöhnungskonferenzen mit arabischen Christen. Es war immer mein Traum, dass wir tiefer gehen können als nur Versöhnung zu erleben, und anfangen würden, bei der Verbreitung des Evangeliums und der Ausbreitung des Königreiches zusammenzuarbeiten.

Vor etwa zehn Jahren sollte ich an einer Versöhnungskonferenz im Jordan sprechen. Ich hatte den Organisatoren gesagt, dass ich auf Hebräisch lehren wolle. Sie sagten, dass es zu schwierig sei, einen Übersetzer zu organisieren. Einige arabische Pastoren aus dem Irak hatten jedoch die Unterhaltung mitbekommen, eilten herbei und sagten, dass sie das Evangelium auf Hebräisch hören wollten.

In dem Moment offenbarte sich mir etwas in meinem Herzen. Unter Arabern gibt es viele heftige Gefühle den Juden gegenüber. Aufgrund der Indoktrination durch Jihad-Befürworter sind viele dieser Gefühle extrem feindlich. In der muslimischen Welt herrscht eine regelrechte Obsession was Israel anbelangt. Ich glaube, dass diese Obsession von Gott für das Gute benutzt werden kann. Für arabische Muslime wäre es eine fesselnde und verändernde Erfahrung, das Evangelium von einem Juden aus Israel und auf Hebräisch (mit Übersetzung oder Untertiteln) zu hören.

Wir sehnen uns danach, Muslimen das Evangelium zu erzählen. Unsere Bemühungen lagen bisher hauptsächlich darin, arabische Evangelisten zu unterstützen, die ihr Leben riskieren, um ihren eigenen Leuten die gute Nachricht zu erzählen. Sie tun mehr, als wir jemals tun könnten. (Wir danken Gott für Partner wie Harun, Basaam, Zach, Jack, Samir, Victor, Amir und viele andere.) Es ist Zeit, dass die Nachricht der Liebe und der Errettung zusammen mit der Versöhnung der Rassen von Arabern zu Juden und von Juden zu Arabern geht.

Hier ist eine Zusammenfassung der zweiten Predigt, die ich letzte Woche mit unseren Freunden von Al Hayat aufgenommen habe (wir hoffen, dass dies erst der Anfang war):

„Während Jahrhunderte herrschte grosse Feindschaft zwischen unseren Völkern. Es gibt nur einen Weg, aus dieser Spirale des Hasses auszubrechen, und der kommt von Jeschua, dem Messias. Er lehrte: „Liebt eure Feinde und bittet für di, die euch verfolgen“ – Matthäus 5, 44. Er ist der einzige Mensch in der Geschichte, der diese Art von Liebe gelehrt hat.

Er hat uns diese Lieben nicht nur gelehrt, Er hat sie gelebt. Er hat Sein Leben am Kreuz hingegeben um uns unsere Sünden zu vergeben und die Spirale  des Hasses zu durchbrechen. Jemand musste den ersten Schritt machen. Jeschuas Akt der hingebungsvollen Liebe war dieser erste Schritt. Es war ein Eingreifen  Gottes, um die Spirale des Hasses zu stoppen und die Spirale der  Liebe anzufangen. Am Kreuz hat Jeschua gebetet: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ – Lukas 23, 34.

Jene von euch hier  mit muslimischem Hintergrund werden vielleicht sagen, dass es euch verboten ist, an Jeschua als den Sohn Gottes zu glauben. Aber es ist auch für uns Juden verboten, an Ihn zu glauben. Trotzdem gibt es heute Tausende Juden und Muslime, die Rettung und Versöhnung durch Jeschua  den Messias erfahren haben. Durch Ihn können wir in Liebe geistliche Brüder und Schwestern werden.

Wenn ihr aus der  Spirale des Hasses ausbrechen wollt, gibt es einen Weg. Ich kann nicht für euch entscheiden, was ihr wollt. Ich kann nicht machen, dass ihr diesem Hass entfliehen wollt. Aber für diejenigen unter euch, die aus diesem Hass heraus wollen, habe ich gute Neuigkeiten: ES GIBT EINEN WEG. Jeschua ist dieser Weg (Johannes 14, 6). Hass ist eine Form der geistlichen Finsternis. Jeschua ist das Licht der Welt (Johannes 1, 5 + 9).

Alle sagen, dass sie Frieden wollen. Aber ein Friedensvertrag ohne Liebe wird nie erfolgreich sein. Bevor nicht der Hass aus unseren Herzen genommen wird, wird es nie Frieden geben können. Nur die aufopfernde Liebe Jeschuas am Kreuz kann diesen Hass entfernen. Wir müssen zwischen Ursache und Wirkung unterscheiden: Friede ist die Wirkung; Liebe ist die Ursache. Jeschua ist die Quelle wahrer Liebe von Gott.

Wir strecken unsere Hände aus zu euch in Jeschuas Namen. Kommt zu Ihm und findet Vergebung, ewiges Leben, göttliche Liebe – und sogar Versöhnung zwischen Juden und Arabern.“

Bitte betet für all jene, die Muslimen das Evangelium bringen. Es ist ein entscheidendes Mandat in dieser Generation. Betet dafür, dass das Evangelium der Errettung und Versöhnung sich ausbreitet von Juden zu Arabern und umgekehrt.


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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.