logo
Revive Israel Ministerien

Unterscheidung und Untauglichkeitserklärung
©25. Juli, 2010 Von Asher Intrater

Es gibt einen Unterschied zwischen dem Unterscheiden und dem Für-Untauglich-Erklären: Die Bibel ruft uns dazu auf, alle Dinge zu unterscheiden; zu wissen, was richtig und falsch ist, das Richtige zu  wählen und das Falsche zurückzuweisen. 1. Thessaloniker  5, 21-22 – "Prüft alles, das Gute behaltet! Enthaltet euch des Bösen in jeglicher Gestalt! "

In den letzten Jahren in Israel habe ich mehrere unserer kostbaren Brüder, die Leiter im Leib waren, sündigen und sich selbst und denen, die sie umgaben, Schaden zufügen sehen. Ich hatte zuvor in meinem Herzen „gespürt“, dass etwas im Argen lag. Ich habe mich gelegentlich mit ihnen unterhalten, war aber nicht in der Lage, das Problem in seiner Gänze zu konfrontieren. Wenn ich zurückschaue, hat sich das, was ich im Geist gespürt habe, als wahr herausgestellt.

1. Korinther 12, 10 – "…einem anderen, Geister zu unterscheiden…”

Es gibt eine Gabe der Unterscheidung der Geister. Wir müssen diese Gabe entwickeln, uns geistlicher Gefahren bewusst sein und wissen, wie wir darauf reagieren sollen. Ich frage mich, ob ich mehr getan haben sollte, um diese Brüder zu warnen oder sie zu erreichen. Oft, wenn wir wahrnehmen, dass da ein Problem ist, liegt wirklich eins vor. Wenn wir einen „Fischgeruch“ wahrnehmen, kann wirklich etwas faul sein.

Wenn wir unterscheiden können, dass etwas falsch ist, müssen wir für die Person beten. Wir können selbst persönlich mit ihnen in Verbindung treten, wenn der Herr die Gelegenheit gibt. Oder wir müssen uns vielleicht von ihnen trennen und ihnen „aus dem Weg gehen“.

Auf der anderen Seite müssen wir vorsichtig sein, einen Bruder oder eine Schwester, mit der wir gerufen sind, zusammenzuarbeiten, nicht für untauglich zu erklären. Jeder hat alle möglichen Probleme, und wenn wir eng mit einer Person zusammenarbeiten, werden uns diese Defizite schmerzlich und auf frustrierende Weise bewusst. Ihre Charakterschwächen „schreien“ uns jeden Tag an.

Es besteht die Gefahr, einen Bruder komplett für untauglich zu erklären, während er möglicherweise sein Bestes tut, dem Herrn zu dienen. Vielleicht braucht er andauernde Ermahnung und Ermutigung. Wir aber betrachten diese  Person am Ende vielleicht als unserer Liebe unwürdig und überhaupt kaum als „Bruder“. Dies geschah Jeschua (Jesus) sehr oft in Seiner Generation. Hier sind einige Beispiele, in erster Linie aus dem Evangelium des Johannes:

  1. Hintergrund – Einige erklärten Jeschua für untauglich, weil Er von dem falschen Hintergrund herkam. "Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?" – Johannes 1, 46. (Vergleiche Johannes 7, 41.)  In ihren Augen waren Sein Akzent, Sein Lebensstil und Seine Erziehung total verkehrt.
  1. Vertrautheit – Einige dachten, Er könnte nicht sehr besonders sein, weil Er nur der Schreiner aus dem Ort war, und jeder kannte Seine Schwestern und den Rest Seiner Familie. "Ist dieser nicht Jesus, der Sohn Josephs, dessen Vater und Mutter wir kennen?" – Johannes 6, 42. "Ist dieser nicht der Sohn des Zimmermanns?  … Und sind nicht Seine Schwestern alle bei uns? " –  Matthäus 13, 55-56.  (Welcher Geistliche möchte nach der Art, wie sich seine jüngeren Schwestern verhalten, beurteilt werden?)
  1. Motive – Sogar Jeschuas Brüder zweifelten an Seinen Motiven. Sie dachten, dass Er von einem Wunsch, berühmt zu sein, motiviert war. "Denn niemand tut etwas im Verborgenen und sucht doch öffentlich bekannt zu sein." – Johannes 7, 4.  Manchmal sehen wir einen Bruder ein bestimmtes Projekt durchboxen und wir nehmen an, dass er es aus falschen Motiven tut.
  1. Anerkennung – Manchmal beurteilen wir einen Bruder danach, ob er von anderen bekannten Individuen anerkannt ist. "Glaubt auch einer von den Obersten oder von den Pharisäern an Ihn?" – Johannes 7, 48.   Die Tatsache, dass jemand ein Zeugnis hat oder hoch angesehen ist, bedeutet nicht notwendigerweise, dass er den Willen des Herrn tut. Die Zustimmung anderer Leute legt nicht unsere Bewertung fest, ob gut oder schlecht.
  1. Gerüchte – Jeschua wurde von vielen als untauglich erklärt wegen der Gerüchte über sexuelle Unmoral Seine Mutter betreffend. Die meisten Leute haben die Geschichte, dass Er von einer Jungfrau geboren wurde, nicht „abgekauft“. "Wir sind nicht unehelich geboren;" – Johannes 8, 41.  Anspielungen, dass Er ausserhalb der Ehe empfangen worden war, begleiteten Ihn offenbar die ganze Kindheit hindurch. (Vgl. Johannes 9, 34.)
  1. Psychische Probleme – Während wir verstehen, dass alles, was Jeschua tat und sagte von Gott war, dachten viele um Ihn herum, dass Er verrückt, von einem Dämon besessen oder psychisch labil sei.. "Er hat einen Dämon und ist von Sinnen " – Johannes 10, 20. (Vgl. Johannes 8, 48-52.)
  1. Tradition – Jeschua wurde beschuldigt, den Sabbath zu brechen, was eine Verletzung der Zehn Gebote war. "Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil Er den Sabbath nicht hält!" – Johannes 9, 16.  Nicht, dass Jeschua den Sabbath nicht hielt. Das Problem war, dass Er ihn nicht auf die Weise hielt, wie sie es von Ihm erwarteten. Das betrachteten sie als Sünde. Manchmal glauben wir, dass eine Person gesündigt hat, wenn sie sich nicht nach den Normen verhält, die wir gesetzt haben.

Wenn eine Person tatsächlich sündigt, gibt es seine biblische Regel, wie man mit der Sünde umgehen soll. Matthäus 18, 15-17 – "Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so geh hin und weise ihn zurecht unter vier Augen… Hört er aber nicht, so nimm noch einen oder zwei mit dir… Hört er aber auf diese nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und ein Zöllner. "

Das disziplinarische Verfahren, das in fünf Versen in der Mitte von Matthäus 18 beschrieben ist, ist von fast 30 Versen umgeben, die einseitige Vergebung für andere verlangen. Das ist eine Warnung davor, in einen verdammenden und anklagenden Geist zu verfallen. Hier wird für unsere eigenen Haltungen eine Ausgewogenheit empfohlen.

Wenn der disziplinarische Prozess bis zum Ende durchgeführt wird, kann die Person, die die Verletzung begeht, von der eingesetzten Leiterschaft, die gemeinsam als Vorstand handelt, aus der Gemeinde ausgeschlossen werden. Keiner von uns hat das Recht, jemanden persönlich in unserem Herzen zu "exkommunizieren". Tatsache ist, dass manche jeden im Leib für untauglich erklärt und exkommuniziert haben und deshalb in keine Glaubensgemeinschaft, egal an welchem Ort in ihrer Stadt, mehr gehen können.

Lasst uns Gnade und Mut haben, Unterscheidung gegen falsche Geister einzusetzen,   mit dem disziplinarischen Verfahren zu kooperieren und wachsam sein dagegen, Brüder und Schwestern in unseren Herzen für untauglich zu erklären.


Zurück zu den Artikeln des Jahres 2010

Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.