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„Auf einem Esel und auf einer Wolke“

- Die zwei Kommen des Messias aus Sacharja und Daniel

©30. Juni, 2010 Von Tal Robin, Sahar S. und Asher Intrater

Eine der häufigsten und begründetsten Fragen, die Juden im Bezug auf das Evangelium haben, ist: Wenn Jeschua (Jesus) tatsächlich der Messias ist, wo ist dann das Königreich des Friedens und des Wohlstands, welches Israel versprochen wurde?

Die Antwort ist natürlich, dass das Königreich Gottes in Etappen kommt (Matthäus 13:24-33, Markus 4, 26-32); zuerst muss es sich in die Herzen der Menschen kommen, und erst dann wird es sich nach aussen manifestieren (Lukas 17, 20-25). Die Idee, dass das Königreich in verschiedenen Etappen kommt kann ist bereits vor dem Neuen Bund ersichtlich in der Geschichte Israels von Abrahams Familie bis zum Königreich von David und Salomo.

Drei der bedeutendsten Stufen des Reiches Gottes sind:

  1. Der Tod und die Auferstehung des Messias
  2. Die Botschaft des Königreichs wir allen Nationen verkündet
  3. Der Aufbau des messianischen Königreiches auf der Erde

Diese drei Stufen werden beschrieben in Lukas 22, 26 und 46-47, Apostelgeschichte 1, 6-8 und Apostelgeschichte 26, 22-23.

Warum braucht es diese drei Stufen?

  1. Ohne den Sühnetod des Messias gäbe es keine Vergebung für unsere Sünden
  2. Ohne die Auferstehung des Messias gäbe es kein ewiges Leben
  3. Ohne die Botschaft des Friedens für die Nationen gäbe es niemanden, mit dem man Frieden machen könnte.

Damit diese drei Stufen eintreten können, muss der Messias zweimal kommen: einmal, um Gnade und Erlösung zu bringen, und einmal, um das Königreich der Gerechtigkeit und des Friedens zu errichten.

Unglücklicherweise haben viele Juden den Eindruck, dass die Idee von zwei Kommen des Messias eine fremde, heidnische Erfindung sei und nicht Teil des ursprünglichen jüdischen Glaubens. Dieser Eindruck ist allerdings nicht wahr. Die zwei Kommen werden einerseits in Sacharja (in Demut) und andererseits in Daniel (in Herrlichkeit) beschrieben.

Das erste Mal wird der Messias auf einem Esel reitend kommen, um Errettung zu bringen.

Sacharja 9, 9

Siehe, dein König kommt zu dir; ein Gerechter und ein Retter ist er, demütig und reitend auf einem Esel…

Beim zweiten Kommen erscheint der Messias auf einer Wolke der Herrlichkeit und Macht.

Daniel 7, 13

Siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen; und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm.

Man könnte nun sagen: „Das ist bloss eure messianische Interpretion. Kein Rabbi würde euch Recht geben.” Allerdings anerkennt auch der Talmud, dass es sich bei diesen Passagen in Sacharja und Daniel um zwei Kommen des Messias handelt.

Sanhedrin 98, Blatt A –

R. Joshua stellt hier zwei Verse einander gegenüber: es ist geschrieben „Siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen,” während anderswo geschrieben steht: „Siehe, dein König kommt zu dir, demütig und reitend auf einem Esel.” Wenn sie der Anerkennung würdig sind, wird er in der Wolke des Himmels kommen. Wenn sie nicht der Anerkennung würdig sind, wird er demütig und auf einem Esel reitend kommen.

Rabbi Joshua sagte hier, dass die beiden Abschnitte aus Daniel und Sacharja beide von der Wiederkehr des Messias reden. Er sagte, dass es einen möglichen Widerspruch gibt zwischen den beiden. Er löste das Problem, in dem er sagte, dass wenn das Volk Israel aufrichtig und würdig sei, der Messias in Herrlichkeit kommen werde wie in Daniel beschrieben. Falls Israel aber unwürdig sei, köme der Messias in Demut, wie in Sacharja beschrieben.

Es ist offensichtlich, dass die Generation unmittelbar vor der Zerstörung des zweiten Tempels im Jahre 70 nach Christus NICHT gerecht war. Deshalb (um die Logik von Rabbi Joshuas weiterzuführen) musste der Messias in dieser Generation so kommen, wie es in Sacharja geschrieben steht.

Während die meisten Rabbiner heute sagen würden, dass sie nicht glauben, dass Jeschua der Messias ist, und dass diese Abschnitte nicht von zwei Kommen sprechen, sondern von zwei verschiedenen Möglichkeiten für ein Kommen des Messias, bleibt die Tatsache, dass der Talmud bestätigt, dass die beiden Abschnitte aus Sacharja und Daniel beide dass Kommen des Messias beschreiben; dass die zwei Passagen verschieden sind; und dass sie in irgend einer Weise miteinander in Einklang gebracht werden müssen.

Die „neue” Offenbarung des Neuen Bundes ist, dass die Abschnitte in Daniel und Sacharja von zwei separaten Erscheinungen des einen Messias sprechen, nicht von zwei Alternativen des einen Kommens. Es gibt weder zwei Optionen noch zwei Messiasse. Es gibt einen Messias. Sein Name ist Jeschua. Er kommt zweimal, so wie es von den hebräischen Propheten prophezeit wurde.


Spezielle Ankündigung!

Odeliah Intrater, Yeheskels Frau, hat am Sonntag, dem 27. Juni im Hadassah-Krankenhaus auf dem Skopusberg in Jerusalem ein süsses, gesundes, schönes, dunkelhaariges, blauäugiges, 7 Pfund schweres Mädchen – Leeshai Talya - zur Welt gebracht. Auf Hebräisch bedeutet Leeshai „Ein Geschenk für mich” und Talya bedeutet „Tau des Herrn”. Der Name Talya wurde ihr auch im Gedenken an Ashers Mutter, Natalie, gegeben. Leeshai Talya ist Bettys und Ashers erste Enkelin.


Die messianisch-jüdische Allianz Amerikas (MJAA)

Bitte betet für die jährliche MJAA Konferenz in Grantham, Pennsylvania. Möge der Herr diese Konferenz mit Lobpreis, Lehre, Einheit, Kraft, Erfolg, Spass und Gemeinschaft segnen!


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