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Revive Israel Ministerien

Die Haredim gehen auf die Strasse
©22. Juni, 2010 Von Asher Intrater

Am Donnerstagnachmittag (17. Juni), inszenierten 100'000 Haredim (Ultraorthodoxe Juden) in Jerusalem und 50'000 in Tel Aviv (Bnei Brak) eine Protestkundgebung als beeindruckende Demonstration von Mobilisierung und Macht. Das Oberste Gericht Israels hatte die religiöse Schule in der Siedlung „Immanuel” der Rassendiskriminierung gegen die sephardischen Schüler für schuldig befunden. Als die Schule und die Eltern sich weigerten, die Situation zu korrigieren, wurden sie wegen Missachtung des Gerichts verklagt. Die Eltern wurden zu einer 14-tägigen Haftstrafe verurteilt, die am Donnerstag beginnen sollte.

Die Ultraorthodoxen reagierten gegen das Recht des Obersten Gerichts, Recht über sie zu sprechen. Sie haben sogar mit Freude auf die Gelegenheit reagiert, dass diese Eltern die Möglichkeit erhalten, „für ihren Glauben” ins Gefängnis zu gehen. Die Ultraorthodoxen gingen in ihren festlichsten schwarzen Gewändern auf die Strasse und trugen Schilder mit Sprüche wie „Taste meinen Gesalbten nicht an”, „Märtyrer um des Himmels Willen” und „Die Torah ist unsere Instanz, nicht das Oberste Gericht”.

Was die Ultraorthodoxen mit Torah meinen, ist nicht die Bibel oder das Gesetz Mose, sondern ihre eigene rabbinische Autorität. Diese Auseinandersetzung zwischen dem Obersten Gericht und den Ultraorthodoxen steht für die grösste Spaltung, die je zwischen den Religiösen und den Weltlichen geherrscht hat. Eine hebräische Zeitung sprach von einem Bürgerkrieg zwischen „Juda” und „Israel”. [Die Religiösen identifizieren sich mehr mit den Begriffen „Jude” und „Judentum” und sehen sich weniger als Bürger des Staates Israel. Für die Weltlichen ist es genau umgekehrt.]

Der Anspruch der Ultraorthodoxen in dieser Protestkundgebung zeigt eine bizarre und unglückliche Perversion der Beziehung zwischen Religion und Staat. Es erinnert mich an die Frage, die die Ultraorthodoxen jener Zeit Jeschua (Jesus) stellten: „Zahlst du dem Caesar Steuern?” Jeschua antwortete darauf: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.” – Matthäus 22, 21.

Die Mehrheit der israelischen Bevölkerung ist gefangen zwischen einem extrem atheistischen und hedonistischen Säkularismus auf der einen Seite und einer extrem gesetzlichen, manipulativen Religiosität auf der anderen Seite. Dabei ist es interessant zu sehen, dass beide Extreme, das Säkulare und das Religiöse, in ihrem grundsätzlichen Weltbild „Antizionistisch” sind.


Die Tikkun-Amerika Konferenz 2010
©22. Juni, 2010 Von Troy Wallace

Die Tikkun-Amerika Konferenz ermöglicht es messianischen Juden und Gläubigen aus den Nationen, einmal im Jahr zusammenzukommen und von Leitern im Leib Christi aus Israel und der ganzen Welt Lehre zu empfangen. Dieses Jahr hatten wir die Gelegenheit, von Dan Juster, Asher Intrater, Eitan Shishkoff, Paul Wilbur, Jack Hayford und anderen zu hören.

Im Lauf der Woche wurde klar, dass dies ein „Wechsel der Zeit” ist, während wir auf den „grossen und schrecklichen Tag des Herrn” (Joel 2) zugehen. Dan hat die Leiter dazu ermutigt, bewusst Gemeinschaften zu fördern, die stark sind in ihrer bündnistreuen Hingabe, so dass der gemeinsame Glaube und die gemeinsame Liebe uns in den kommenden Tagen stärken kann. Eitan ermahnte uns, die Entmutigung abzuschütteln und stark im Glauben zu stehen trotz Versagen und Enttäuschungen der Vergangenheit. Paul ermutigte uns, dass das Licht des Herrn nicht aufhört, in der ganzen Welt zu scheinen, obwohl die Zeiten dunkler werden, und dies sogar in muslimischen Ländern wie Kuwait und Dubai. Asher betete, dass unsere Herzen erweckt werden mögen, um die „biblischen Proportionen” zu verstehen, die im aktuellen weltpolitischen Klima überschritten werden. Jack Hayford erzählte von einer Vision, in der wir als Einzelne und als Gruppen dem Herrn folgen, auch wenn das Szenario, in das Er uns führt, weniger als ideal erscheint.

Ein anderes Thema, das in unseren Versammlungen aufkam, ist, wie wichtig es ist, den Wert von Beziehungen und Geschichte zu reflektieren. Dies war das erste Tikkun-Treffen in vielen Jahren, bei dem Asher, Dan, Eitan und Paul alle zusammen Zeit mit dem Leib Christi in Amerika verbrachten. Diese vier Männer fahren fort, den Weg von Tikkun International zu definieren, wie sie es seit fast 30 Jahren machen. Jeder von ihnen nahm sich wertvolle Zeit, ihre eigene Geschichte sowie die Geschichte ihrer Dienste zu reflektieren. Lass uns nicht vergessen, dass „das Zeugnis Jeschuas der Geist der Weissagung” ist (Offenbarung 19, 10).


Die Wolke und das Manna
©22. Juni, 2010 Von Eddie Santoro

Gottes übernatürliche Führung und Versorgung werden uns helfen, das gelobte Land in unseren Leben zu erreichen

Die Wochenabschnitte der Torah für diesen Monat handeln von Israels Reise durch die Wüste im 4. Buch Mose. Unter allen natürlichen Umständen war ihre Situation unmöglich, aber der Erfolg der Reise hing nicht vom Natürlichen ab, sondern vom Übernatürlichen.

Vor ihnen stand eine ehrfurchtgebietende Säule, tagsüber aus Wolken, während der Nacht aus Feuer, in der die Gegenwart Gottes selbst wohnte. Dahin, wo sich diese Säule bewegte, folgte das Volk Israel. Es dauerte 40 Jahre, aber diese Gegenwart voll unendlicher Liebe führte sie an ihr Ziel. Und derselbe Gott, der sie führte, versorgte sie auch mit allem, was sie benötigten. Ihre Sandalen nutzten sich nicht ab, Wasser floss aus Steinen, und Manna fiel vom Himmel.

Vor einigen Tagen hat der Herr mir im Gebet gezeigt, dass unsere Situation als Gläubige des neuen Bundes gleich ist wie die Situation Israels vor langer Zeit. Auch wir haben ein „gelobtes Land”, in das wir unterwegs sind, aber wir wissen nicht, wie wir dahin kommen. Und wie Israel damals ist das, was wir im Natürlichen haben, unzureichend, um die grosse Berufung zu erfüllen, die Gott uns gegeben hat.

Aber in Jeschua haben auch wir eine Wolke, die uns führt. Gottes Geist hat uns nicht nur das Ziel in unsere Herzen gegeben, sondern er zeigt uns auch treu Schritt für Schritt den Weg. Und obwohl wir natürlicherweise schwach und mangelhaft sind, wird Seine Macht uns mit allem versorgen, was wir brauchen. Er hat Sein eigenes Leben in uns gelegt, wodurch wir alle Dinge tun können.


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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.