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Jerusalem-Tag 2010
©9. Mai, 2010 Von Asher Intrater

Der kommende Mittwoch ist in Israel „Jerusalem-Tag“ und erinnert an den (nach dem Hebräischen Monatskalender) 43-sten Jahrestag der Befreiung Jerusalems am 4. Juni 1967. Die Rückkehr nach und Wiedereinnahme von Jerusalem durch das Jüdische Volk war von Jeschua (Jesus) in Lukas 21:24 prophezeit worden.(vgl. auch Sacharja 12:6.)

Leider sehen islamische Dschihadisten und weltliche Humanisten dieses Ereignis nicht als Befreiung, sondern als eine Besetzung. Der Punkt der jüdischen Eigentümerschaft gegenüber Jerusalem ist das kontroverseste Thema in der internationalen Politik geworden. Die Tatsache, dass dieser Punkt der Kern eines Konflikts werden würde, wurde ihrerseits in Sach 12:2-3 prophezeit.

Juden, Christen und Moslems schauen auf Abraham als ihren Glaubensvater. Der biblische Bericht beginnt in 1. Mose 12:1 mit Gottes Anweisung an Abraham, an einen Ort zu gehen, den er nicht kannte. Dieser Ort war natürlich Jerusalem, auch bekannt als Berg Morija. Dies war der Ort, den Abraham angewiesen bekam, wo er Isaak „opfern“ sollte. (1. Mose 22).

Der rabbinische Kommentar zu 1. Mose 12:1 stellt fest, dass sich „alle Reisen Abrahams gen Jerusalem richteten“. Der islamische Glaube besagt, dass Abraham nicht Isaak sondern Ismael opferte. Jerusalem (oder Zion) ist in der Bibel über 800 Mal erwähnt. Es ist kein einziges Mal im Koran erwähnt. Moslems schauen auf Mekka als ihre „Heilige Stadt“, und wenn Muslime in Ost-Jerusalem beten, drehen sie dem Tempelberg den Rücken und die Füße zu, um sich in Richtung Mekka zu verneigen.

Von den hebräischen Propheten wird Jerusalem als religiöses und politisches Zentrum des Messianischen Königreichs gesehen (Jesaja 2:1-4; Micha 4:1-8). Es war die Hauptstadt von Davids und Salomos Königreich und dort befand sich der priesterliche Tempel. In der Offenbarung des Johannes ist Jerusalem als der Ort porträtiert, wo Himmel und Erde aneinander gefügt werden und der Garten Eden wiederhergestellt wird (Offenbarung 21:2,10; 22:2;).

In der christlichen Überlieferung werden die himmlischen Aspekte von Jerusalem stärker betont, während sich die jüdische Überlieferung auf Jerusalem in seiner geographschen Örtlichkeit konzentriert. Hier sind einige Beispiele für die Zentralität Jerusalems in der jüdischen Kultur (Rabbi Begun, von der Talmudhochschule Machon Meir):

1. Im jüdischen Gebetsbuch schliesst die Liste von 18 täglichen Gebeten die Wiederherstellung von Jerusalem als Hauptstadt Davids mit ein.

2. Das Pessach-Mahl (Seder) wird beendet mit dem Wunsch „Nächstes Jahr in Jerusalem“.

3.Jede jüdische Hoschzeit endet mit dem Zerbrechen eines Glases und der Proklamation: "Vergesse ich deiner, Jerusalem, so verdorre meine Rechte! Meine Zunge msse an meinem Gaumen kleben, wenn ich deiner nicht gedenke, wenn ich Jerusalem nicht ber meine hchste Freude setze!" Psalm 137:5-6.

4. Im täglichen Segen nach den Mahlzeiten beten religiöse Juden für die Wiederherstellung Jerusalems.

5. Rund um die Welt werden jüdische Synagogen so gebaut, dass der Rundbogen und die Richtung des Gebets nach Jerusalem ausgerichtet sind.

In den Schriften des Neuen Bundes hat Jerusalem in gleichem Mass, wenn nicht noch mehr  einen herausragenden Platz. Die Verheissungen über das Kommen Jeschuas werden im Tempel in Jerusalem gegeben. (Lukas 1:10-11; 2:25; 2:36-37) Jeschua wird in Jerusalem beschnitten (Lk 2:21). Jeschua reinigt den Tempel und lehrt dort (Lk 19:45; 20:1) Er wird in Jerusalem gekreuzigt und dort von den Toten auferweckt. Von Jerusalem fuhr Er in den Himmel auf und dorhin verspricht Er, zurückzukehren (Apg 1:10-11).

In Jerusalem wurde der Heilige Geist auf die ersten Jünger ausgegossen (Apg 2:1-4), und von dort brachten sie ihre Mission der Weltevangelisation auf den Weg (Apg 1:8). Der Rat der Apostel in Jerusalem wurde als das Zentrum geistlicher Autorität für die frühen Kirchen rund um die Welt betrachtet (Apg 15:6, 22,30).

Die Bedeutung Jerusalems im Neuen Bund liegt nicht nur darin, was vor 2000 Jahren geschah, sondern in Jerusalems Platz in der zukunftsweisenden Prophetie und dem Kommen des Messias. Von Jerusalem aus wird sich eine Erweckung ausbreiten, die die Welt umfassen wird (Apg 2:17). Von Jerusalem aus wird die messianische Bewegung der Endzeit ausrufen: "Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn" - Matthus 23:39, um Jeschua einzuladen, zurückzukehren.

Die Tatsache, dass Jeschua nach Jerusalem zurückkehren wird und dass Er die messianische Erweckung in Jerusalem zu einer Vorbedingung Seiner Rückkehr machte, gibt dieser Stadt eine Bedeutung die jenseits von dem liegt, was in Davids Königreich geschah, was in den Evangelien geschah und was in der frühen Gemeinde geschah. Gottes Plan für die menschliche Rasse erreicht in Jerusalem seinen Höhepunkt.

Aus diesem Grund ist Jerusalem heute so ein Streitpunkt, sowohl politisch wie auch geistlich. Alle Verheissungen der Endzeit sprechen von einer Periode der Trübsal, die in einem grossen Krieg gipfelt, in dem alle Nationen gegen Jerusalem heranrücken werden um anzugreifen. (Sach 14:2) Zu diesem Zeitpunkt wird Jeschua wiederkommen. Seine Füsse werden auf dem Ölberg stehen (Sach 14:4).Er wird alle Nationen, die gegen Jerusalem gezogen sind, um zu kämpfen, vernichten (Sach 12:2,9: 14:3,12), und wird ein Königreich des Friedens und des  Wohlstands errichten (Jes 2:4;  Micha 4:4-6; Joel 4: 17-18; Sach 14:14).

Die Schlacht um Jerusalem ist nicht in erster Linie die Schlacht um eine Stadt. Jerusalem repräsentiert die Hauptstadt von Jeschuas Königreich, Seiner Autorität auf der Erde. Die Auseinandersetzung hat mit Gottes Recht zu tun, zu bestimmen, wer die Regierung auf diesem Planeten stellen und wie diese Regierung handeln wird. Die Tatsache, dass Jeschua Herr ist und der Ort Jerusalem sind die Konfrontationspunkte zwischen Gottes Autorität und der Rebellion der Menschheit. „Ich habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berge“ – Psalm 2:6. Es ist Gottes Recht zu wählen, wen Er regieren lassen und wie er das tun will. (Psalm 132:13, 17)

Ich lade euch diese Woche ein, euch mit uns zum „Jerusalem-Tag“ zusammenzuschliessen  und „..für den Frieden Jerusalems…." zu bitten. "Es gehe wohl denen, die dich lieben!" (Ps 122:6).


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