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Der Stand der Dinge: Israel und die Trkei
©24. januar, 2010 Von Asher Intrater

Hier ist ein Update von unserem Partner und Abgesandten zu den Beziehungen zwischen Israel und der Türkei.

Im Jahr 1492, während der spanischen Inquisition, wurden die Juden aus Spanien vertrieben und von dem ottomanischen (türkischen) Reich aufgenommen. Das ottomanische Reich wurde daraufhin zur Heimat für das sephardische Judentum für 400 Jahre bis zum Niedergang des Reiches (kurz bevor dem Heraufziehen des Ersten Weltkriegs) im Jahr 1910. Im Jahr 1992 feierten die Türkei und Israel (zusammen mit dem weltweiten Judentum) 500 Jahre gute Beziehungen.

Kürzlich haben wir einen bedeutenden Wandel in den Beziehungen zwischen Israel und der Türkei erlebt. Die Beziehungen zwischen diesen historischen Verbündeten und Freunden haben angefangen, sich über die letzten Jahre zu verschlechtern.

Es begann mit der Operation “Gegossenes Blei” – Israels Antwort auf nahezu acht Jahre des Bombardements aus dem Gazastreifen auf Städte im südlichen Israel – als der türkische Premierminister die israelischen Aktionen offen kritisiert hatte und gipfelte in einem demonstrativen Wutausbruch gegenüber Präsident Simon Peres bei dem Davoser Weltwirtschaftsgipfel in der Schweiz 2009. Anschließend signalisierten zahlreiche andere Ereignisse in der Türkei an, dass etwas schieflief. Eine frei erfundene Fernsehserie auf einem Regierungskanal stellte israelische Aktionen gegen die Palästinenser in Gaza mit brutalen Szenen von israelischen Soldaten dar, die Babies, Kinder und andere unschuldige Zivilisten umbrachten. Dies hatte einen Einfluss auf die öffentliche Stimmung und – als einem Ergebnis – haben einige Türken ihren Hass gegenüber Israel öffentlich demonstriert. Die Dinge schienen sich zu beruhigen, aber der Schaden war bereits angerichtet. Die Israelischen Bürger schränkten ihre Reisen in die Türkei, ein sehr beliebtes Touristenziel, ein und ihr ehemals freundlicher Nachbar wurde mit wachsendem Argwohn beobachtet. 

Im Herbst 2009 sagte die Türkei gemeinsame militärische Übungen mit Israel ab und es kam weitere Kritik seitens des Premierministers gegenüber Israel zum Vorschein. Dies – zusammen mit der Gastgeberschaft der türkischen Führung für islamische Leiter wie der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad - führten zu weiterem Anwachsen des israelischen Argwohns. Ein nachfolgender Besuch des israelischen Knesset-Ministers Fuad Ben Eliezer mit dem Ziel, sich wieder friedlich zu vertragen, schien hilfreich zu sein, aber nichts bereitete die Israelis darauf vor, was als nächstes geschehen sollte.

Während Tayyip Erdogan den libanesischen Premierminister Said Hariri zu Gast hatte, strapazierte er die bereits angespannten Beziehungen zusätzlich, indem er erklärte, dass Israel eine Bedrohung für den Weltfrieden sei. Die öffentliche Meinung wurde weiter angeheizt, als eine erfundene türkische Serienfolge gesendet wurde, die zeigte wie israelische Mossadagenten und andere israelische Diplomaten Operationen gegen unschuldige türkische Bürger durchführten mit erneuten graphischen Szenen, in denen Kinder von israelischen Agenten umgebracht wurden.

Daraufhin wurde ein Treffenzwischen dem Türkischen Botschafter mit dem israelischen Außenminister Danny Ayalon angesetzt. Das Treffen, das letzte Woche stattfand, löste einen internationalen Zwischenfall aus, der die Schlagzeilen auf den Titelseiten der Presse in beiden Ländern bestimmte. Ayalon beleidigte den türkischen Botschafter vor den Pressevertretern, indem er ihn auf einem niedrigeren Stuhl sitzen ließ und nur die israelische Nationalflagge auf dem Tisch zwischen ihnen platzierte und sich weigerte, ihm öffentlich die Hand zu schütteln. Er erklärte dann der Presse auf Hebräisch, was er gerade tat und warum. Der Brennpunkt der Krise in den Beziehungen verlagerte sich daraufhin auf Israel und der türkische Premierminister stellte Israel ein Ultimatum. Der israelische Außenminister müsse sich entweder entschuldigen oder die Türkei würde ihren Botschafter zurückrufen. Es wurde seitens Israel zwar eine Erklärung mit einer allgemeinen Entschuldigung für den Vorfall abgegeben, aber schließlich bedurfte es der Intervention von Premierminister Benjamin Netanjahu und des Präsidenten Simon Peres, um die türkische Führung zu besänftigen.

In dieser Woche trug ein Besuch des israelischen Verteidigungsministers Ehud Barak in der Türkei zur weiteren Entspannung der Beziehungen bei, als die Türkei zum Ab­schluss seines Besuches erklärte, das ser ein Mann sein, mit dem man gut zusammen­arbeiten könne.

Warum ist dies wichtig? Wir haben immer wieder betont, dass bedeutende politische Veränderungen oft ein Anzeichen für gleichzeitig stattfindende geistliche Veränderungen sind. Was bedeuten diese Veränderungen für den Leib des Messias und das Werk des HERRN in dieser Region? Es ist klar, dass sich die Ausrichtung der Türkei als Nation geändert hat. Das Land hat sich früher an Europa orientiert und nach einer Integration in die europäische Union, aber nun sucht man Allianzen mit islamischen Verbündeten und insbesondere mit extremistischen Regimen in der Region wie Iran und Syrien. Die Einstellung des Landes gegenüber dem jüdischen Volk, Israel und Israels geistlichem Schicksal verändert sich ebenfalls. Es ist offensichtlich, dass die islamisch orientierte Regierung der Türkei ein Ergebnis des geistlichen Wandels in dem Land ist. Der Islam gewinnt an Boden im Land und es scheint, dass die Türkei sich wieder an ihren geistlichen Wurzeln ausrichtet. Die Nation spaltet sich darüber hinaus zunehmend in einen religiösen und in einen säkularen Teil auf und es wächst die Zahl der Stimmen, die sich gegen die Politik der gegenwärtigen Regierung wenden. Wie etliche in der Türkei gesagt haben, kann dies daher kommen, dass die zum Islam tendierende Regierung letztendlich etliche dazu bringt, andere Antworten für ihr geistliches Leben und Schicksal zu suchen. Wenn dem so ist, dann ist die Situation für diejenigen, die beten, glauben und für die Errettung eines bedeutenden Überrestes der Völkerschaften in der Türkei in der Tat besser und vielversprechender sind, als wir gedacht haben.

Gebetsupdate:

Bitte denkt daran, Asher im Gebet für sein Interview zu unterstützen, das am Montag, 25. Januar von Kanal 23 aufgezeichnet wird (einem israelischem Fernsehkanal) und die Sendung des Interviews, die am Freitag, 29. Januar stattfinden wird. Steht mit uns zusammen und glaubt, dass diese einzigartige Gelegenheit Gott Ehre bringen, ein positives Bild von gläubigen Israelis vermitteln und uns noch näher zu einer Erweckung in Israel bringen wird.

Wir erleben eine ungewöhnliche Anzahl an technischen Schwierigkeiten. Emails sind verloren gegangen oder nicht empfangen worden, das Internet ist zusammengebrochen, einige Handys haben sich in unregelmäßiger Art und Weise einfach abgeschaltet und sogar Skype hat Schwierigkeiten bereitet. Wir glauben, dass es sich dabei nicht nur um technische Schwierigkeiten handelt, die einfach einer Störungsbehebung bedürfen, sondern um einen geistlichen Kampf. Bitte betet, dass all diese technologischen Herausforderungen dauerhaft gelöst werden und das das Wort einmal mehr ausgehen kann von Zion.

Wir können voller Freude berichten, dass es wieder begonnen hat zu regnen.

Am vergangenen Wochenende haben über 100.000 Israelis einen Ausflug gemacht und die neu ergrünte Landschaft genossen. Der See Genezareth ist immer noch weit unterhalb seines normalen Wasserspiegels und es ist noch mehr Regen notwendig. Bitte betet um weiter anhaltenden Regen; insbesondere sanften Regen, der die Erde tränken kann und nicht eine Erosion verursacht oder eine Blitzflut, wie sie sich letzte Woche ereignet hat.


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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.