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War Maria eine Jungfrau?
©27. Dezember 2009, Asher Intrater

Marias richtiger Name war Miriam. Genau genommen war Maria, als sie Jeschua (Jesus) zur Welt brachte, keine Jungfrau, sondern eine verlobte Jungfrau. Im biblischen Gesetz ist dies ein großer Unterschied. Miriam war rechtmäßig verheiratet mit Joseph, aber die Ehe war noch nicht körperlich vollzogen worden. Wäre sie von einem anderen Mann schwanger gewesen, so hätte es sich bereits um einen Fall von Ehebruch gehandelt und die Todesstrafe erfordert (5. Mose 22,23-24). Für Joseph gilt: Wenn ein Mann bei einer nicht verlobten Jungfrau liegt, muss er eine Strafe bezahlen und sie heiraten. (5. Mose 22,28-29).

Aus rechtlicher Sicht – gemäß 5. Mose 22 - war Miriam keine Jungfrau, sondern eine verlobte Jungfrau. Dies ist aus verschiedenen Grnden wichtig. Erstens mussten sowohl Miriam, als auch Joseph an die bernatrliche Macht Gottes glauben, um ber die Umstnde hinwegzusehen, die eine Todesstrafe nach sich gezogen htten (Ehebruch, beziehungsweise sexueller Kontakt vor der Ehe).

Zweitens wird in der Verheißung in Jesaja über die Geburt des Messias ein anderer Ausdruck gebraucht als „Jungfrau“.

Jesaja 7,14 - Darum wird euch der HERR selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine „Jungfrau“ wird schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird man Immanu El nennen.

Das Wort, das hier für Jungfrau gebraucht wird, ist nicht das normale Wort betulah, sondern ein besonderes Wort nämlich alma. Das Wort alma wird in der Schrift nur noch an drei weiteren Stellen erwähnt.

  1. In 1. Mose 24,43 wird alma für Rebekka gebraucht, synonym zu betulah für eine Jungfrau (Vers 16).
  2. Im 2. Mose 2,8 ist die alma Miriam, die Schwester von Moses. Sie war auch eine Jungfrau. Darüber hinaus ist ihr Name ein prophetischer Hinweis auf die Mutter des Messias, die DIE alma sein würde.
  3. In Sprüche 30,19 bezieht sich alma auf die Beziehung mit einem Mann und im Zusammenhang könnte es sich hier um eine verheiratete Frau handeln. Allerdings ist es auch ein Gleichnis für die geheimnisvolle Beziehung zwischen dem Messias und der Gemeinde (Eph. 5,32).

Die Gegner des Evangeliums, die das biblische Hebräisch kennen, behaupten, dass sich der Abschnitt in Jesaja 7 nicht auf Jeschua bezieht, weil die Bezeichnung für die Frau nicht betulah ist, sondern alma.

Allerdings passt diese Verheißung in vollkommener Weise auf Jeschua

  1. Die Septuaginta, die von 70 Rabbinern geschrieben und im Jahre 132 v. Chr. fertiggestellt wurde, übersetzt alma aus Jesaja 7 ins griechische als parthenos, was Jungfrau bedeutet.
  2. Im 1. Mose 24 bedeutet alma Jungfrau (Rebekka).
  3. Auch im 2. Mose 2 bedeutet alma Jungfrau (Miriam).
  4. In Jesaja 7 konnte das Wort betulah nicht angewendet werden, weil ein besonderes Wort gebraucht wurde, das sich auf einen anderen rechtlichen Rahmen bezog: nicht eine normale Jungfrau, sondern eine verlobte Jungfrau,  das heißt sowohl eine Jungfrau, als auch rechtlich an einen Mann gebunden.
  5. Jesaja 7 bezieht sich in logischer Konsequenz auf eine Jungfrau, weil die Geburt ein übernatürliches Zeichen ist.
  6. Das Kind, das in Jesaja 7 beschrieben wird, muss auf übernatürliche Weise geboren werden, weil Er auch „Gott mit uns“ ist El Immanu.

Drei Geschlechtsregister

Es gibt zu Jeschua drei Geschlechtsregister. Johannes 1 beschreibt seine Göttlichkeit. Lukas 3 handelt von seiner physischen Geburt durch Miriam. Matthäus 1 beschäftigt sich mit seiner rechmäßigen Abstammung von König David.

Matthäus 1,20-21  Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist. Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.

Das Werk des Heiligen Geistes bestand darin, dafür zu sorgen, dass das Kind innerhalb von Miriam empfangen wurde. Der Beitrag von Miriam war das Kind auf die Welt zu bringen. Die Aufgabe von Joseph war es, Ihm den Namen zu geben.

Alle drei waren notwendig für die Erlösung. Jeschua musste von Gott abstammen, um heilig zu sein. Er musste einen physischen Körper haben, um Teil der menschlichen Rasse sein zu können. Er musste aus der königlichen Bundeslinie Davids kommen, um die Autorität irdischer Regentschaft zu haben.

Wäre Miriam einfach nur eine Jungfrau gewesen (betulah) hätte Jeschua kein legales Anrecht auf den Thron Davids gehabt. Wäre sie verheiratet gewesen und die Empfängnis wäre natürlich abgelaufen, dann hätte Jeschua nicht die göttliche Kraft gehabt, uns zu erretten. Deshalb hat Gott eine weitere Rechtsstellung in der Torah (Gesetz) erfunden – verlobt: eine Zeit des rechtlichen Verheiratetseins ohne Empfängnis. Er tat das, um die Rahmenbedingungen für eine ungewöhnliche Gelegenheit zu schaffen. Miriam, keine Jungfrau, sondern eine verlobte Jungfrau, brachte einen Sohn zur Welt, der geistlich gesehen Gott war, physisch ein Mensch und rechtlich der Erbe eines Königtums. Um in diese Kategorie hineinzupassen, gebrauchte Er ein anderes Wort: alma.

Sowohl Miriam als auch Joesph stammten beide aus der Linie Davids ab. Jeschua war ein gebürtiger Israeli, geboren in Bethlehem, beschnitten in Jerusalem, aufgewachsen in Galiläa. Er stammte aus einem nahöstlichen Hintergrund, hatte wahrscheinlich gebräunte Hautfarbe und hielt sich an die Bestimmungen der Torah.

Einige unserer Volksgenossen verspotten unseren Glauben und sagen, dass niemand von einer Jungfrau geboren werden könnte. Ich frage sie dann: Glaubt ihr an die Torah? Wenn dies der Fall ist, glaubt ihr an die Erschaffung Adams? Wenn ja, was ist dann schwieriger: einen Menschen aus Staub zu erschaffen oder einer Jungfrau eine Geburt zu ermöglichen?

Isaak wurde auf übernatürliche Weise geboren, genau so wie Samson und Samuel. Wieviel mehr sollten wir dann erwarten, dass der Messias auf übernatürliche Weise geboren wird?

Welche Art von Gott?

Gott offenbarte sich selbst der Menschheit in einer Art und Weise, die die Menschheit verstehen konnte. Jeschua wurde durch den Schoß einer Frau geboren. Welche Art von Gott würde so etwas tun? Gott möchte uns nahe sein und in Freundschaft mit uns. Kein Mensch und keine Religion, die in Jeschua nicht Gott sehen, können voll verstehen, wie sehr Gott an Intimität und Teilnahme an jedem Bereich unseres Lebens interessiert ist.

Derselbe Gott-Mensch, der im Garten Eden spaziert ist und Abraham bei Mamre besucht hat, hat uns so sehr geliebt, dass Er als menschliches Baby auf diese Welt geboren wurde. Er wurde wie wir, damit wir so werden können, wie Er. In diesem Baby liegt die letztgültige Offenbarung Gottes und das letztendliche Schicksal des Menschen. In der Geburt Jeschuas kamen das Göttliche und das Menschliche zusammen.


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