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Revive Israel Ministerien

Gaza und Gilad
©6. Dezember 2009, Asher Intrater

Es gab diese Woche Gerüchte auf den Straßen Gazas die Freilassung von Gilad Shalit würde kurz bevorstehen. Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Während des Rückzugs aus Gaza im Sommer 2005 zog Israel alle seine Bürger (9.000) und all seine Soldaten vollständig aus Gaza zurück. Sofort danach übernahm Hamas die Kontrolle, aber anstatt dass sie die neue Situation für den Frieden nutzen würden, begann Hamas damit, den Gazastreifen aufzurüsten, um Israel anzugreifen.

Am 25. Juni 2006 überquerte eine Gruppe von Terroristen die Grenze zwischen Israel und Gaza, brachte etliche Soldaten um und entführte Korporal Gilad Shalit. Im Oktober 2007 wurde Rami Ayad, einer der Leiter der evangelikalen Gemeinschaft in Gaza von Muslimischen Terroristen umgebracht. Während des Jahres 2008 wurden tausende primitive Raketen von Gaza aus nach Israel geschossen mit der Absicht bevölkerungsreiche, zivile Zentren zu treffen.

Während des Chanukah-Festes im Winter 2008-2009 startete Israel die Operation „Gegossenes Blei“, um die militärischen, logistischen und verwaltungstechnischen Fähigkeiten der Hamas zu zerstören.

Die mögliche Freilassung von Gilad Shalit bringt Israel in ein bizarres moralisches Dilemma. Der „Deal“ ihn zurückzubekommen, schließt die Freilassung von fast 1.000 Gefangenen ein, allesamt nachweislich kriminell, viele mit „Blut an ihren Händen“. Israel ist bereit jeden Preis zu bezahlen, um Gilad wieder lebend zurückzuerhalten. Auf der anderen Hand kann die Freilassung von so vielen Terroristen einen noch viel größeren Verlust an Menschenleben bedeuten.

Hoffnung für Gaza

Die einzige Hoffnung für die Bevölkerung von Gaza sowie auch für jedes andere Volk ist die Errettung durch Jeschua (Jesus), den Messias. Wir setzen uns mit aller Kraft dafür ein, dabei mitzuhelfen, dass das Evangelium die Verlorenen der muslimischen und arabischen Welt erreicht - in derselben Weise, wie wir uns auch für unser eigenes Volk, Israel, einsetzen.

Und doch haben wir nicht die Fähigkeit sie zu erreichen. Daher beten wir und unterstützen arabische Christen finanziell, die bereit sind, ihr Leben zu riskieren, um das Evangelium unter den Moslems zu verbreiten. Kürzlich hatten wir das Vorrecht mitzuhelfen, einen lieben Bruder (V.) nach Gaza aussenden zu können, einen begabten arabischen Evangelisten und Apostel. Hier ist eine kurze Zusammenfassung  von „V“, über seinen Dienst:

Der Herr segnete die Dienstreise nach Gaza vom 26. bis 30. November 2009 sehr stark. Insgesamt wurden 4 öffentliche Versammlungen in der Gaza Baptistengemeinde abgehalten mit insgesamt etwa 175 Besuchern. Während der vier Tage übergaben 45 Männer und Frauen ihr Leben Christus. Gott allein gebührt aller Ruhm.

Nach dem Märtyrertod von Bruder Rami Ayad, 30, der für die Bibelgesellschaft in Gaza gearbeitet hatte, im Oktober 2007 geriet die Gemeinde in erhebliche Turbulenzen. Während der nachfolgenden 6 Monate gab es nur wenige Versammlungen. Einige aktive christliche Familien, einschließlich des Pastors, entschieden sich aufgrund einer reellen Bedrohung ihres Lebens, Gaza zu verlassen. Die Leiter der Gemeinde entschieden sich, für ein wöchentliches Treffen, jeweils sonntags. Die Menschen begannen zuerst in ganz kleiner Zahl zu kommen, aber langsam wurde eine Größenordnung von etwa 25 bis 30 Besuchern auf regelmäßiger Basis erreicht. Diese Erweckungsversammlungen waren die ersten ihrer Art in 2 Jahren.

Die Menschen in Gaza brauchen Hoffnung; sie haben keine. Sie haben weder politische, noch wirtschaftliche, noch religiöse Hoffnung. Sie leben in einem grossen Gefängnis genannt Gaza. An der Oberfläche erscheint ihr Leben normal. Aber die schmerzhafte Wahrheit ist, dass es genau umgekehrt ist. Für diese Geschwister bedeutete es alles auf der Welt zu merken, dass sie nicht vergessen sind. Viele teilten mir ihre tragischen Geschichten mit. Eine liebe Schwester in den Endvierzigern verlor sowohl ihren Sohn, als auch ihr Haus im Gazakrieg 2009. Viele leiden immer noch an einem Trauma. Tausende leben in erbärmlicher Armut, weil unfassbare 75% der Arbeitskräfte ohne Arbeit sind.

Wir erhielten auch eine Antwort von “F”, Leiter der Gemeinde in Gaza, der den Dienst von V sehr schätzte. (Für die Christen in Gaza ist es auch eine große Ermutigung zu wissen, dass die messianischen Juden mit ihnen zusammenstehen). Sie beten, dass der Herr für eine große Ernte sorgen möge.

Treu bis zum Tod

Eines der Themen von Chanuka (Fest der Hingabe) ist es, treu bis in den Tod zu sein (Joh. 10,15-18, 22) Jeschua selbst war treu bis zum Tod.

Philipper 2,8 – Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.

Jeschuas Tod am Kreuz gab uns Vergebung der Sünden. Er dient uns auch als ein Vorbild, ebenfalls wie Er treu bis in den Tod zu sein.

Philipper 2,5 – Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht…

Der Brief an die Gemeinde in Smyrna ermahnt uns:

Offenb. 2,10 – Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.

Dass diese Verse in dem Buch der Offenbarung sind, macht deutlich, dass die Ermahnung nicht nur für eine Gemeinde vor 2000 Jahren bestimmt ist, sondern für alle von uns, die fest im Glauben stehen während der Trübsale der Endzeit.

Das zentrale Ziel der Jüngerschaft ist “Christusähnlichkeit”: verwandelt zu werden in das Bild Jeschuas. Wir sollen umgewandelt werden zu Seiner Persönlichkeit von Heiligkeit und Liebe; zu Seiner gesalbten Kraft im Heiligen Geist, und auch dazu mit Ihm zu leiden, sogar bis zum Tod.

Philipper 3,10 – Ihn möchte ich erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden und so seinem Tode gleich gestaltet werden.

Ihm in Seinem Tod gleich gestaltet zu werden, ist nicht nur Martyrertum, sondern der tagtägliche Gehorsam, der Selbstsucht zu sterben und Stolz, Lust und Sorgen zu überwinden.

Der erste Märtyrer des Evangeliums war Stephanus (Apg. 6-7). Sein Zeugnis war so mächtig, dass es Paulus zu seinem apostolischen Dienst um die ganze Welt motivierte. Die erste Familie, die das Evangelium in Europa angenommen hat, trug den Namen „Stephanus“ (1. Kor. 1,16; 16,17), so als ob Gott sagen wollte: „Dir sind deine Sünden vergeben“ und „das Zeugnis von Stephanus‘ Leben wird weiterhin Frucht bringen, auch über seinen Tod hinaus“.

An diesem Vorabend von Chanukah, in dem Gedenken an Gilad Shalit, Rami Ayad, den Christen in Gaza und all derer, die unter dem islamischen Terrorismus leiden, lasst uns unsere Gebet erheben und uns selber erneut hingeben, um bis in den Tod treu zu sein.


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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.