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Drei Kelche
©9. August 2009, Asher Intrater

Eine einfache Vision in meinem Herzen zeigt drei Kelche, von denen jeder mit gutem Wein gefüllt ist und auf deren Aussenseite Hebräische Buchstaben eingraviert sind. Die drei Kelche stehen für die drei Abschnitte in Apostelgeschichte Kapitel 2. Apostelgeschichte 2 dient  uns als Vorlage, Vorbild und Modell, um unsere Gemeinde in Jerusalem „Ahavat Jeschua" (Jesu Liebe) zu bauen.

Der erste Kelch oder Abschnitt von Apostelgeschichte 2 sind die Verse 1 bis 13. Hier ist der Wein die übernatürliche Begegnung mit dem Heiligen Geist während einer Zeit von Gebet und Anbetung. Einigen Zaungästen kam diese Begegnung sonderbar vor, so dass sie sogar dachten, die Gemeindemitglieder wären von Wein betrunkene Sektenanhänger (Vers 13). Jedoch war diese Taufe in Geist und Feuer der Ursprung von allem, was darauf folgte -  sowohl in der Gemeinde als auch in ihrer weltweiten Mission.

Der zweite Kelch oder Abschnitt in Apostelgeschichte 2 sind die Verse 14 bis 40. Der Wein ist hier das Predigen der Botschaft des Evangeliums mit Kühnheit, wobei die prophetischen Gaben des Geistes, der Tod und die Auferstehung Jeschuas (Jesu) und die Notwendigkeit von Buße, Heiligkeit und Unterordnung erklärt werden. Die Konfrontation ist so kühn, dass sie einen erzittern lässt, aber zugleich ist sie voll herzerbrechendem Mitgefühl.

Der dritte Kelch ist Apostelgeschichte 2, Verse 41 bis 47. Hier ist der Wein Kameradschaft und Gemeinschaft. Die frühen Heiligen teilten ihre Leben miteinander, sowohl geistlich – in Gebet und Lehre – als auch materiell – in Finanzen, Essen und Gastfreundschaft. Sie waren im Herzen vereint und genossen gegenseitige Gnade und das Zusammensein.

Von diesen drei Kelchen wurden die Leute zum Heil angezogen. Bei einigen erregte die übernatürliche Begegnung mit dem Heiligen Geist Aufmerksamkeit. Bei anderen durchbohrte die kühne Predigt das Herz. Für wieder andere waren es die liebevollen Beziehungen, die sie anzogen, so dass täglich neue Menschen zur Gemeinschaft dazustiessen.

Alle drei Kelche haben einen Jüdischen Hintergrund. Der erste Kelch der Ausgießung des Heiligen Geistes geschah an dem Jüdischen Feiertag, der Schawuot heisst, dem Wochenfest, das vielen Christen als Pfingsten bekannt ist. Dieser heilige Tag war zeitlich abgestimmt auf das Zusammentragen der ersten Früchte der Ernte und findet am gleichen, berechneten Tag statt, an welchem am Berg Sinai die Torah gegeben wurde.

Die Botschaft des Petrus gründete sich auf Schriftstellen aus den Psalmen und den Propheten. Er konfrontierte seine Zuhörer nicht als Außenseiter, sondern er sprach als einer von ihnen zu seinem eigenen Volk. Er bezog sich auf sein Publikum als „ihr Juden, liebe Männer“ (Vers 14), „Männer Israels“ (Vers 22) und „Brüder“ (Vers 29).

In ihrem Zusammenleben sehen wir, dass die erste Gemeinde fast täglich den Tempel in Jerusalem besuchte (Vers 46). Sie lebten ihr Leben in ihrem Volk, sprachen dessen Sprache und waren angesehen bei den Mitmenschen in ihrer Stadt (Vers 47).

Wenn wir diese drei Ziele haben: übernatürliche Anwesenheit des Heiligen Geistes, kühnes Predigen im Namen Jeschuas und unser Leben in der Gemeinschaft zu teilen; und wenn diese drei im historischen jüdischen Kontext des Glaubens stehen, dann werden wir das Modell, das uns für eine Gemeinschaft des Neuen Bundes gegeben ist, erfüllen.



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