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Das Alte Testament im Buch der Offenbarung
©5. Juli 2009, Asher Intrater

Teil 2

Echter Krieg bei der Rückkehr Jeschuas
In Offenbarung 19 lesen wir von Jeschua, der als Kommandant der Himmlischen Armeen wiederkommt. Offenbarung 19,11; 14 – „Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weisses Pferd. Und der darauf sass… er richtet und kämpft… ihm folgte das Heer des Himmels auf weissen Pferden…“

In Josua 5,13-15 erscheint Jeschua Josua als dieser Kommandant, aber Josua sah keinen Armeen mit Ihm. In 2Kö 6,17 sah Elisa die Himmlischen Armeen, aber keinen Kommandanten mit ihnen.

Offenbarung 19 ist die Auflösung von Josua 5 und 2Kö 6. Der historische Zusammenhang bei Josua war der Krieg gegen die Kanaaniter. In 2Könige ist es der Krieg gegen die Aramäer. Ohne diesen Zusammenhang zu kennen, könnte einer glauben, dass es sich in Offenbarung 19 nur um Himmlische Kämpfe handelt, und kein echter Krieg stattfinden wird.

Sacharja 14 beschreibt die irdische Seite dieses Krieges: die Nationen der Welt werden Jerusalem angreifen (Vers 2) – Jeschua wird zurückkommen um gegen sie zu kämpfen (Vers 3) – Seine Füsse werden wieder auf dem Ölberg stehen (Vers 4) – Er wird begleitet von einer Himmlischen Armee (Vers 5). Die Offenbarung gibt uns die Himmlische Sicht, die Hebräischen Propheten stellen die irdische Seite dar. Wir brauchen beide Beschreibungen, um das Ganze zu verstehen.

Es werden 4 Armeen in diesen Kampf involviert sein, drei grosse und eine kleine. Es werden eine grosse Armee von Engeln, eine grosse Armee von Dämonen, eine grosse Armee der Nationen und eine kleine Armee Israels sein. [Nun wisst ihr, warum es unabdingbar ist, für messianische Juden in der Israelischen Armee zu beten.]
Offenbarung 12,7 – „Und es entbrannte ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel.“ Michael ist der Kommandant der Engel, deren Auftrag es ist für die Nation Israel zu kämpfen (Daniel 12,1).

Die Wiederherstellung des Gartens Eden
Offenbarung 6,14 beschreibt wie die Himmel aufgerollt werden wie eine Schriftrolle. Offenbarung 6 zitiert hier Jesaja 34,4 – „Und alles Heer des Himmels wird dahinschwinden, und der Himmel wird zusammengerollt werden wie eine Buchrolle…“

Offenbarung 19,15 beschreibt wie Jeschua die Weinpresse des Zornes Gottes tritt, dies zitiert Jesaja 63,3 – „Ich trat die Kelter allein… Ich habe sie gekeltert in meinem Zorn…Da ist ihr Blut auf meine Kleider gespritzt.“

Offenbarung 21,1 beschreibt die neuen Himmel und Erde. Dabei wird Jesaja 65,17 zitiert – "Ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen."

Offenbarung 21,23 beschreibt, dass das Neue Jerusalem keine Sonne oder Mond brauchen wird, die in ihr scheinen. [Bemerkung: Es heisst nicht, dass es keine Sonne geben wird, sondern nur, dass das Licht der Sonne nicht nötig sein wird, um die Stadt zu erhellen.] Offenbarung 21 zitiert hierbei Jesaja 60,19 – „Die Sonne soll nicht mehr dein Licht sein am Tage, und der Glanz des Mondes soll dir nicht mehr leuchten…“

Offenbarung 21,12 beschreibt das Neue Jerusalem mit zwölf Toren, die nach den zwölf Stämmen Israels genannt sind. Offenbarung 21 zitiert Hesekiel 48,31 – „…drei Tore: das erste Tor Ruben… denn die Tore der Stadt sollen nach den Namen der Stämme Israels genannt werden.“

In der ganzen Beschreibung des Neuen Jerusalem in Offenbarung 21 finden sich zahlreiche Zitate aus Jesaja, Hesekiel und Sacharja. Der gemeinsame Nenner all dieser Beschreibungen ist die Wiederherstellung Israels und die Aufrichtung des Messianischen Königreichs auf Erden. Ohne diesen Zusammenhang würde die Offenbarung fälschlicherweise verstanden als Hinduistisches Nirwana, oder als eine fiktive Fantasie Hollywoods.

Viele gutgläubige Christen sehen das Buch der Offenbarung mehr als eine psychedelische Halluzination, anstatt als Beschreibung Biblischer Wiederherstellung. So wurden all die Prophetien über die Endzeit für die meisten Menschen unglücklicherweise unwichtig, obwohl sie doch die Hauptbotschaft unserer Generation sein sollten.

Offenbarung 22 beschreibt einen Strom des Lebens, Bäume und Früchte. Dies ist eine Fortsetzung der Prophetie in Hesekiel 47,1-12. Es ist ebenfalls ein Hinweis auf den Garten Eden in 1Mo 2. In der Offenbarung beschreibt Johannes die Wiederherstellung Edens, nicht einen Ersatz für die erste Schöpfung. Ersatztheologie ist falsch, nicht nur, wenn es um Israel geht, sondern auch wenn es um Gottes Pläne mit dem ganzen Planeten geht. Gott möchte Wiederherstellung, nicht Ersatz.

Das Ende geplant vor dem Anfang
Die bedeutsamsten Aspekte des Zusammenhangs zwischen dem Alten Testament und der Offenbarung befinden sich in den letzten paar Kapiteln. Die Bibel ist nicht nur von Anfang bis zum Schluss konsistent, sie hat sogar eine perfekte Symmetrie. Die letzten drei Kapitel der Offenbarung spiegeln die ersten drei Kapitel von 1Mose.

Am Anfang von 1Mose finden wir die Schöpfung, die Anpflanzung vom Garten Eden, die Vermählung von Adam und Eva, den Sieg der Schlange. Am Ende der Offenbarung finden wir die neue Schöpfung, die Wiederherstellung des Gartens Eden, die Vermählung von Jeschua mit Seiner Braut und die Niederlage der Schlange. In 1Mo 3 sündigt der Mensch. In Offenbarung 20 (das drittletzte Kapitel), wird die Sünde abschliessend gerichtet. [Offenbarung 20 beweist, dass die Schlange in 1Mose tatsächlich Satan war.]

Kein Ingenieur, kein Architekt, oder Baumeister, der bei Sinnen ist, würde jemals den Grundstein seines Bauwerks legen, oder den ersten Spatenstich tätigen, bevor nicht jede letzte Schraube, jeder Draht und jedes Detail des Gebäudes auf den Plänen feststeht. Bevor Gott überhaupt jemals die Worte: „Es werde Licht“ sprach, hatte Er bereits das Ende der Offenbarung geplant. Die Rabbiner sagen, dass die Tora und der Messias existierten vor der Schöpfung in 1Mose.

Gott plante Sein Königreich „vor der Schöpfung der Erde“ (Mat 25,34; Eph 1,4; 1Pet 1,20; Offb 13,8). Eine weitere rabbinische Aussage lautet: „Was zuletzt getan wird, muss als erstes geplant werden“. Alles in 1Mose wurde vollbracht mit der abschliessenden Vervollkommnung in Offenbarung bereits im Hinterkopf. Bevor Gott die erste Seite Seines Buches schrieb, hatte der das Happyend für die letzten paar Kapitel bereits geplant.


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