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Stephanus, der erste Mrtyrer
©6. May, 2009 Asher Intrater

Stephanus ist einer meiner Helden. Seine Grabstätte befindet sich in Beit Jamal, 35 km ausserhalb von Jerusalem. Drei Jahre lang lebte unsere Familie auf dem daran anschliessenden Grundstück. Stephanus erreichte eine bemerkenswerte Christus-Ähnlichkeit. Sein kurzes Leben ist ein Modell, über das sich nachzudenken lohnt und ein nachahmenswertes Beispiel.

Charakter und Charisma

Gott fordert uns auf, in der Frucht und den Gaben des Heiligen Geistes zu wandeln (Gal 5; 1 Kor 12). Wir sollten sowohl einen moralisch einwandfreien Charakter, als auch göttliches Charisma besitzen. Stephanus war einer der ersten Diakone, die als Männer beschrieben werden, die „einen guten Ruf haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind, die wir bestellen wollen zu diesem Dienst“ (Apg 6,3). Weiter heisst es: "Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und grosse Zeichen unter dem Volk" - Apg 6,8.

Demut und Kühnheit

Wir sind aufgefordert, in Demut vor Gott zu wandeln (Micha 6,8), aber gleichzeitig „mit allem Freimut zu reden sein Wort“ Apg 4,29). Wenige haben die Gnade beides zu tun. Stephanus hat in Demut an den Tischen bedient, im Auftrag seiner Gemeinde (Apg 6,2). Aber er wies auch die höchsten religiösen Führer jener Tage zurecht, indem er sie geradeaus „starrköpfig und unbeschnitten im Herzen“ (Ap 7,51) nannte.

Angepasst an das Kreuz

Unsere Jüngerschaft leitet uns an, Christus Jesus in allem ähnlich zu werden. Das schliesst auch Seinen Tod mit ein (Phil. 3,10). Stephanus war nicht nur der erste Märtyrer, sein Tod verlief auch ähnlich wie der von Jeschua. Als er gesteinigt wurde, rief er: "Herr Jeschua, nimm meinen Geist auf!" (Apg 7,59), zu vergleichen mit dem Schrei von Jeschua: "Vater, ich befehle meinen Geist in Deine Hnde!" (Ps 31,5; Luk 23,46).

Mit seinen letzten Worten bat Stephanus um Vergebung für jene, die gegen ihn gesündigt hatten: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!“ (Ap 7,60). Auch dies analog zu Jeschuas Gebet am Kreuz: "Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!" (Luk 23, 34).

Verwandelt in seine Herrlichkeit

Wir sind nicht nur aufgerufen, Jeschua in Seinem Tod ähnlich zu werden, sondern auch in Seiner Herrlichkeit (Römer 8,17, 29-30). Ich versuche jeden Tag über den Tod von Jeschua und über Seine Verherrlichung nachzusinnen. Es scheint paradox, diese beiden Bilder miteinander in Verbindung zu bringen, weil sie an sich gegensätzlich sind. Aber Stephanus hat diese Verbindung (von gleichzeitigem Leiden und Herrlichkeit) erreicht.

Kurz vor seiner Steinigung blickten die Ankläger auf ihn und "sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht" (Apg 6,15). Johannes beschreibt in Offenbarung 1,16, wie er Jeschua in Seiner verherrlichten Gestalt erblickte – „…leuchtete Sein Angesicht, wie die Sonne scheint in ihrer Macht.“ Dass es Stephanus möglich war, den Höhepunkt von Jeschuas Kreuzigung und von seiner Verherrlichung zu erreichen, gehört zu den bemerkenswertesten Errungenschaften in der Menschheitsgeschichte.

Hebräisch und Griechisch

Stephanus war jüdisch, aber sein Name war griechisch. Er war unter denen, die gerufen wurden, den Streit zwischen den ersten Hebräischsprechenden und Griechischsprechenden messianischen Gläubigen zu schlichten (Apg 6,1). Offensichtlich beherrschte er beide Sprachen. Seine Fähigkeit, beide Sprachen und Kulturen zu verstehen, war ein Schlüsselfaktor. Der Apostel Paulus war ebenfalls mit beiden Kulturen vertraut, während der Apostel Petrus primär in der lokalen hebräischen Kultur zuhause war. Das westeuropäische Christentum orientierte sich entlang der griechisch-europäischen Kultur. Heute entdecken viele Christen wieder ihre jüdischen Wurzeln (Römer 11, 15-33).

Beide Weltanschauungen – sowohl die hebräische als auch die griechische – sind wichtig für das volle Verständnis von Gottes Ratschlüssen (Apg 20, 27; Apg 1, 6, 8; Eph 2, 11-3,6; Offb 7,4 und 9). Obwohl Stephanus Griechisch sprach, war seine Botschaft an die Hebräischen Religionsführer (Apg 7,2-33) vielleicht die ausführlichste Vorstellung der guten Nachricht in ihrem biblischen-jüdischen Kontext.

Zeugnis und Martyrium

Das Wort „Märtyrer“ meint ursprünglich „ Zeuge, Zeugnis, Beweis“. Paulus war Zeuge vom Tod von Stephanus; es war ein starkes Zeugnis für ihn und hat zu seiner Bekehrung beigetragen (Apg 22,20) . Es gibt Hinweise, die besagen, dass der Dank für Paulus Predigten eigentlich Stephanus gebühren würde (1 Kor 9,16).

Wir alle werden sterben, auf die eine oder andere Weise (wenn sich die Rückkehr unseres Herrn noch verzögert). Die Frage ist nicht, ob wir sterben, sondern wie, und wofür wir unser Leben hingeben. Manchmal sage ich, mein „Karriereziel“ sei, während der Verkündigung des Evangeliums zu sterben, wie es Stephanus getan hat.

Nach der Auferstehung werden wir alle unsern Lohn (gut oder schlecht) erhalten für das, was wir im Leben getan haben (2 Kor 5,10; Offb 20,12). Nicht jeder wird dieselbe Auferstehung haben, einige die bessere als andere (Phil 3,11; Hebr 11,35; Offb 20,4-6).

Es gibt eine vorausbestimmte Anzahl von Menschen, die ihr Leben in den Tod geben, bevor Jeschua wiederkommt (Off 6,11). Wir wissen die genaue Endziffer nicht; was wir wissen ist, wer die Nummer EINS trägt.

Gebetsanliegen

Papst Benedikt XVI wird nächste Woche in Israel sein. Sein Besuch könnte eine historische Wende für die Beziehungen zwischen der Katholischen Kirche und dem Jüdischen Volk bedeuten.

  1. Betet, dass er ein gutes Zeugnis für Jeschua vor Israels Augen sein wird. Die meisten Juden und Araber im Nahen Osten sehen keinen Unterschied zwischen Katholiken, Protestanten und Evangelikalen. Für die Menschen hier ist der Papst ein Christ – das weltweit sichtbarste Beispiel eines Christens überhaupt. Sein Besuch wird von den meisten lokalen Medien begleitet werden, und er wird das Denken der Juden über Jesus und die Christenheit zum Guten oder zum Schlechten beeinflussen.
  2. Betet für eine positive Haltung der Katholiken gegenüber Israel. Während sich grosse Teile der Welt dem Antisemitismus zuwenden, entweder durch liberalen, weltlichen Humanismus, oder durch den Islamischen Djihad, steht die Richtung, welche die Katholische Kirch einschlägt immer noch offen. Mit genug Gebet könnte sie ein wichtiges Bollwerk gegen die Welle des Djihad und des Terrorismus sein.
  3. Betet für Erweckung, Busse und Wiederherstellung unter der beinahe eine Milliarde bekennenden Katholiken auf dieser Welt heute.

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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.