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Stammbäume und Bund
©23. März, 2009 Asher Intrater

Einer der größten Momente in der biblischen Geschichte war die frühe Periode des salomonischen Tempels in all seiner Herrlichkeit. Zu dieser Zeit gab es 4 Schlüsselleiter:
  1. Der Leiter der Regierung
  2. Der Hohepriester
  3. Der Anbetungsleiter
  4. Der Leiter der Finanzen

Der Leiter der Regierung war König Salomo, welcher der Sohn Davids mit Bat Sheva war. Es erscheint ungewöhnlich, dass es ihr Sohn war, der regieren sollte. David hatte viele Frauen, einschließlich der gottesfürchtigen Avigail. Bat Sheva hingegen war zusammen mit David in den schändlichsten Fall von Ehebruch in der Geschichte der Menschheit verwickelt.

Der Hohepriester war Zadok, ein Nachkomme Aarons. (Von Zadok stammt der Name Sadduzäer [wörtlich „Zadoki“] und der Ausdruck „Söhne Zadoks“). Das herausragende Ereignis im Leben Aarons war seine Verwicklung in das goldene Kalb, den größten Fall von Götzendienst in der Geschichte.

Der Anbetungsleiter und Führer des prophetischen Dienstes (1. Chr 25,1-5) war Heman (1. Chr. 6,33; 15,17). Hemans Vater war Joel, sein Großvater war der Prophet Samuel. Die einzige Besonderheit, die in der Bibel von Joel berichtet wird, ist, dass er Gott nicht folgte (1. Sam 8,2-3). Obwohl Samuel es nicht schaffte, seine Söhne im Glauben zu erziehen, war Gott treu, sein geistliches Erbe durch seinen Enkel weiterzuführen.

Darüber hinaus waren sowohl Samuel als auch Heman Nachkommen Korachs. Korach führte den schlimmsten Fall von Rebellion in der Geschichte an - so arg, dass die Bibel berichtet, der Erdboden hätte sich geöffnet und ihn und seine Familie lebendig in das Feuer der Hölle verschlungen (4. Mose 16). Trotzdem hat mindestens ein Sohn Korachs überlebt und von ihm kamen die großen Psalmisten, die als die „Söhne Korachs“ bezeichnet werden (Psalm 42, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 84, 85, 87, 88).

Der Herr über die Finanzen war Schelomit (1. Chr 26,26-28). Dieser Schelomit war in der 7. Generation ein Nachkomme Mose. (1. Chr 23,18, 24,22, 26,24-25)! Es erscheint merkwürdig, dass die Bibel in Exodus nicht von einem rechtmäßigen Erben Moses’ spricht - wohl der größte menschliche Held der Bibel (5. Mose 34,10, Hebr. 3,2) – der sein Vermächtnis weitergeführt hätte. Doch es gab einen.

Gott sammelte alles Geld in Ägypten während der Hungersnot zur Zeit Josephs zusammen (1. Mose 47,14). Ein großer Teil dieses Geldes wurde dann von den israelitischen Sklaven bei dem Auszug wieder in Besitz genommen (2. Mose 12,35). Dieses Geld wurde neben den Gaben aller Propheten, Könige und Heerführer Israels den Nachkommen Moses‘ gegeben.

1. Chr. 26,26
Dieser Schelomit und seine Brüder waren gesetzt über alle Schätze der geheiligten Gaben, die geheiligt hatten der König David und die Häupter der Sippen, die Obersten über tausend und über hundert und die Obersten im Heer …Auch alles, was Samuel, Saul, Abner und Joab geheiligt hatten, alle diese geheiligten Gaben waren unter der Hand Schelomits.

Die Stammbäume in der Bibel dienen nicht dem Zweck ethnischen Stolzes (Luk 3,8), oder intellektueller Auseinandersetzungen (1. Tim, 1,4). Sie zeigen vielmehr die Treue Gottes zu seinen Bundespartnern. Gottes Gnade hat den Ehebruch Bat Shevas überwunden, den Götzendienst Aarons und die Rebellion Korachs, um ihre Berufung im Leben ihrer Nachfahren wiederherzustellen. Gott war treu gegenüber Mose, auch wenn es 7 Generationen dauerte, bis sich dies manifestierte. Ein Mensch kann bestenfalls während einer Generation seine Treue erweisen. Gott etablierte einen Bund, um seine Treue über weit mehr als eine Generation hinweg zu erweisen, sogar bis in die Ewigkeit hinein.

5. Mose 7,9
Der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält…

Dies ist der Grund, warum er der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs ist. Es brauchte drei Generationen von Menschen, um nur einmal das Konzept eines Bundes zu etablieren. Ich habe mich darüber kürzlich mit meinen Brüdern von Tikkun Ministries ausgetauscht (Dan Juster, Eitan Shishkoff, David Rudolph und Don Finto), wo die Zusammenarbeit unserer Dienste inzwischen in die dritte Generation geht.

Wer immer du bist, deine Familie und Vorfahren haben eine göttliche Bestimmung. Auch wenn keiner deiner Vorfahren in dieser Bestimmung gelebt hat, kannst du diese Bestimmung „wieder aufgreifen“ wo immer und wann immer du möchtest. Der Bund gilt ewig. Wir messianische Juden sehnen uns danach, die Bundesbestimmung wieder zu ergreifen, die unseren Patriarchen und Propheten geben worden ist, auch wenn diese 2000 Jahre im Schlaf gelegen hat. Es ist unser Erbe „es zu ergreifen“.

Wenn man zu den obigen Beispielen den Neuen Bund mit hinzunimmt, dann findet man heraus, dass Johannes der Täufer ein Nachfahre des Priesters Aaron gewesen ist (Lukas 1,5), Saulus von Tarsus ein Nachkomme des Königs Saul (Röm 11,1, Phil 3,5) und Joseph (der Adoptivvater Jesu) ein Nachkomme von König David (Matt. 1,16).

Die Geschichte des jüdischen Volkes ist übersättigt mit Sünde, Rebellion und Eigensinnigkeit. Wenn Gott unserem Volk gegenüber treu sein kann, dann wird Er dies ganz gewiss jedem gegenüber sein, der sich entscheidet zu glauben, einen Bund zu schließen und in seiner geistlichen Bestimmung zu wandeln. Wenn wir sogar nur ein bisschen treu gegenüber Gott sind, wird er uns gegenüber ewig treu sein.


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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.