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Esther, Iran und die Endzeit
©8. März, 2009 Asher Intrater

I. Historische Wahrheit
Das Buch Esther kann auf drei verschiedenen Ebenen gelesen werden. Die erste ist die Ebene der historischen Wahrheit. Die Ereignisse waren real. Sie fanden statt ungefähr 500 Jahre vor der Zeit Jeschuas (Jesus).
Esther ist das einzige Buch in der Bibel, in dem der Name Gottes nicht direkt erwähnt wird. Und doch wird die Souveränität Gottes in diesem Buch vielleicht mehr unter Beweis gestellt, als in allen anderen Büchern.
Zum Beispiel kann in der Nacht, in der Haman vorhat Mordechai umzubringen, König Ahasveros nicht schlafen, und liest zufällig, wie Mordechai einmal sein Leben gerettet hatte. Haman ist zufällig bei Gericht, als der König die Entscheidung trifft, Mordechai zu ehren. Gott hat die Kontrolle, auch dann, wenn wir Ihn nicht am Werk sehen und die Umstände negativ erscheinen.
Mordechai ist der Sohn Kishs, was bedeutet, dass er ein Nachkomme von König Saul war (Esther 2,5). Haman ist ein Agatiter (Esther 3,1), was bedeutet, dass er möglicherweise ein Nachkomme König Agags war. Ungefähr 500 Jahre vor der Zeit des Buches Esther bestrafte Gott König Saul dafür, dass er König Agag nicht getötet hatte. Die Strafe scheint übermäßig hart zu sein. Nur wenn wir Hamans Pläne für den Massenmord sehen, verstehen wir, dass Gott Recht hatte, Saul aufzutragen Agag zu töten. Gottes Gerichte erscheinen uns hart, weil wir nicht all das sehen, was Er sieht. Gottes Gerichte sind gerecht, auch wenn wir nicht verstehen, warum.
Gottes Souveränität enthält aber auch unglaubliche Gnade. Während Saul bei Agag versagte, war Mordechai bei Haman erfolgreich. Gott sorgte für eine zweite Chance. Wenn wir Glauben (und Ausdauer) haben, wird Gott für uns alle Dinge zum Guten wenden, auch wenn dies viel länger dauert, als wir erwarten.

II. Vorschatten des Evangeliums
Die zweite Ebene des Buches Esther ist die eines Vorschattens (oder Vorahnung) für das Evangelium. Haman ist ein Bildnis für den Satan und Mordechai ein Bildnis für Jeschua. Die Bibel sagt, dass die Kreuzigung bereits vor Grundlegung der Welt geplant wurde (Offenb 13,8, 1. Petr 1,20). Daher sind alle Ereignisse in den Gesetzbüchern und den Propheten von Gott in Erwartung der Kreuzigung (Lukas 24,26-27; Apg 2,30-31; 1 Petrus 1,10-11) orchestriert und vorbereitet worden.
Es gibt im ganzen Alten Testament kein Wort für „Kreuz“. Das ist der Grund, warum die Apostel "Kreuz" manchmal einfach als „etz“ („Holz“) bezeichneten (Apg 5,39; 10,39; 13,29). „Etz“ kann Baum bedeuten, Holz oder ein Holzgerüst. Im Buch Esther kommt das Wort „etz“ in sieben Abschnitten als eine Bezeichnung für einen Hinrichtungsplatz vor (Esther 2,23; 5,14; 6,4; 7,9; 8,7; 9,13; 9,25) - bersetzt mit "Galgen".
Bösewichte wurden hingerichtet, indem sie an einem Holzgerüst aufgehängt wurden. Der gerechte Held wurde ebenfalls beinahe dort aufgehängt. Das gleiche Holzgerüst verwandelt sich allerdings unmittelbar von Niederlage zu Sieg. Wie Isaak auf dem Berg Moria, wie Joseph in der Grube und wie Jona im Fisch wird Mordechai erst fast umgebracht und dann auf wunderbare Weise gerettet. Mordechai wird dann auf den zweiten Platz im Königreich berufen, sein Thron steht über all den anderen Thronen.

III. Endzeitliche Prophetie
Auf der dritten Ebene ist das Buch Esther eine Vorschattung für endzeitliche Prophetie. Haman symbolisiert den Antichristen, Esther die Fürbitte leistende Gemeinde und Mordechai die messianisch-jüdische Bewegung.
Die historischen Ereignisse fanden im antiken Persien statt, was dem modernen Iran gleichzusetzen ist. Es gab einen bösen Mann, der zur Vernichtung der Juden aufgerufen hat, wie Ahmadinedschad heute. Es gab ein Staatenbündnis von 127 Nationen, welches eine Assoziation zu den heutigen Vereinten Nationen hervorruft.
Das im biblischen Hebräisch ähnlichste Wort für „Antichrist“ ist “Zorer“. Haman wird viermal als „zorer“ (im dt. „Feind“) bezeichnet (Esther 3,10; 8,1; 9,10; 9,24). Wie Haman wird der Antichrist versuchen Juden (und Christen) umzubringen und die Nationen zu vereinigen, um Israel anzugreifen (Offenb 13; Hesekiel 38-39; Sacharja 12,14).
Die Wurzel des Antisemitismus findet man in Esther 3,6, wo die satanische Figur so zornig über die messianische Figur wird, dass er sich nicht damit zufrieden gibt, nur den Messias umzubringen, sondern auch Rache an all Seinen Angehörigen nehmen will. Die Geister, die gegen die Juden (antisemitisch), gegen Christus (anti-Christus) und gegen die Christen (anti-christlich) sind, kommen alle aus einer ähnlichen Quelle.

IV. Die Fürbitte leistende Braut
Esther ist ein schönes Vorbild für die heutige „Braut Jesu“ (Eph 5,23-32; Offb 12). Sie genießt die bräutliche Intimität in der Anbetung mit dem König. Sie hat jüdische Wurzeln, aber dies weiß niemand. Obwohl sie es vermeiden will, wird sie dennoch in die schreckliche Trübsal der Juden hineingezogen. Sie wird prophetisch herausgefordert, dass ihr eigenes Schicksal und das Vorrecht ihrer bräutlichen Intimität in erster Linie dem Zweck des Eintretens für die Rettung Israels dient (Esther 4,14; Röm 11,11-15).
Auch wenn sie durch den Ruf, ihr Leben beim Eintreten für das jüdische Volk zu riskieren traumatisiert ist, entscheidet sie sich, ihre prophetische Bestimmung anzunehmen. Ihre Schönheit, Gnade, Gebet und Fasten sind die Gründe, warum die Katastrophe in einen Sieg verwandelt wird und das Reich Gottes zu den Heiligen kommt. (Viele derjenigen, die die bräutliche Intimität mit Christus kennen, werden heute als endzeitliche Esthers berufen).
Während dieser dramatischen Ereignisse „wandten sich viele Menschen dem Judentum zu (Esther 8,17)“. Dies bedeutet zwei Dinge: 1) eine große Seelenernte für das Evangelium während der Trübsal und 2) viele Heilige verbinden sich erneut mit den Bundesschlüssen Israels und den jüdischen Wurzeln des Glaubens.

V. Die Berufung Irans
Das Buch Esther zeigt auch eine positive prophetische Berufung Irans auf. Während Persien eine Quelle des Konflikts und des Antisemitismus darstellte, war es auf der anderen Seite auch eine Quelle des Glaubens, der den Sieg brachte. Ich glaube es wird in der Endzeit im Iran eine starke Gemeinde im Untergrund geben, die zahlenmäßig wachsen wird, im Glauben steht und sich mit dem Überrest Israels identifizieren wird.
Die großen Könige Persiens – Kyrus und Ahasveros – haben sich bereits 1000 Jahre vor dem Islam mit dem Volk Israel verbündet. Die Perser sind keine Araber. Ihre Wurzeln liegen im biblischen Glauben, nicht im Islam. Ihre Partnerschaft mit Israel reicht mehr als 2500 Jahre zurück.

Gebetsanliegen: Der gewählte Premierminister Netanjahu würde gerne Ehud Barak in der kritischen Position des Verteidigungsministers sehen. In Baraks Partei gibt es erheblichen Widerstand gegen einen Beitritt zur Koalition. Lasst uns mit Glauben gemäß der Bitte von Netanjahu und gemäß Gottes Willen beten.


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