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Drei Männer mit Messruten
©23. February, 2009 Asher Intrater

Es gibt drei Biblische Abschnitte, einen in Hesekiel und zwei in der Offenbarung, die einen Mann mit einer Messrute beschreiben.

Hesekiel 40,2-7 – ein verherrlichter Mann, der die Stadt und den Tempel ausmisst.
Offenbarung 11,1-2 – ein Mann (Johannes), der einen Tempel ausmisst.
Offenbarung 21,15-18 – ein Engel, der eine Stadt ausmisst.

Sind sie alle ein und derselbe?

Offenbarung 21 sagt, dass es keinen Tempel gibt. Diese Prophetie steht zeitlich nach dem Tausendjährigen Reich beschrieben in Offenbarung 20 und sie ist ein Teil der Beschreibung des neuen Himmels und der neuen Erde. Wir können also schlussfolgern, dass es sich um das Neue Jerusalem in der Neuen Schöpfung handelt, welches der Engel hier ausmisst.

Offenbarung 11 kommt einige Kapitel vor der Rückkehr Jeschuas (Jesu) und dem Tausendjährigen Reich. Es gibt in diesem Bild keinerlei „verherrlichte“ Elemente. Diese Stelle ist ein Teil der Beschreibung der Trübsalszeit. Wir können also schlussfolgern, dass es sich hier um den menschlichen Tempel der Trübsalszeit handelt, welchen der Mann ausmisst.

Hesekiel 40 kommt nach dem grossen Krieg der Endzeit, vermutlich unmittelbar vor der Rückkehr Jeschuas. Es bildet einen Teil der allgemeinen Beschreibung des Tausendjährigen Reiches in den Kapiteln 40 – 48. Wir können also schlussfolgern, dass es sich hier um eine Beschreibung Jerusalems und des Tempels zur Zeit des Tausendjährigen Reiches auf der Erde handelt.

Zusammenfassend haben wir also drei aufeinanderfolgende Abschnitte, in ihrer Form gleich, aber fortschreitend in der Zeit des Königreiches, welche sie beschreiben:
Trübsalstempel – Offenbarung 11 (Johannes)
Jerusalem und Tempel des Tausendjährigen Reiches – Hesekiel 40 (Engel)
Neues Jerusalem – Offenbarung 21 (Engel).

Der Grund dafür, dass es in jedem Abschnitt eine Messrute gibt, ist um zu zeigen, dass die Visionen buchstäblich zu verstehen sind, das heisst sie beschreiben reale Gebäude und eine reale Stadt, nicht nur eine geistliche Vision.

Die drei Visionen sind ähnlich in ihrer Form um zu zeigen, dass sie miteinander verbunden sind. Der Tempel in der Trübsalszeit ist der Vorgänger des Tempels im Tausendjährigen Reich, welcher dann zum Vorgänger des Neuen Jerusalems wird, welches aus dem Himmel auf die Erde hinunter kommt (Offenbarung 21). Wenn wir diese Verbindung sehen, hilft uns das den Verlauf der Endzeit-Prophetien zu verstehen.

Ganz Israel wird gerettet werden
In Römer 11,26 macht Paulus (Sha’ul) die erstaunliche Aussage, dass “ganz Israel gerettet werden wird." Wie konnte er sich da so sicher sein? Tatsache ist, dass er eine Reihe von Prophetien aus Jesaja zitierte und kommentierte. Seine Behauptung basierte er auf den folgenden Versen:

Jesaja 45,17 – Israel aber wird erlöst durch den HERRN mit einer ewigen Erlösung.
Jesaja 45,25 – Im HERRN wird gerecht werden Israels ganzes Geschlecht.
Jesaja 60,21 – Und Dein Volk sollen lauter Gerechte sein.

Diese Verse werden auch im Rabbinischen Judaismus häufig gebraucht. Am Anfang jedes Kapitels von “pirke avot”, dem wichtigsten Abschnitt des ganzen Talmud, findet sich die Aussage: „Ganz Israel hat Teil an der kommenden Welt.“

Diese Verse aus Jesaja bilden die Basis für zwei Behauptungen, wohl die wichtigsten Behauptungen überhaupt, was das Schicksal des Volkes Israel angeht, sowohl im Messianischen, als auch im Rabbinischen Judaismus.

Die Rabbiner behaupten, dass jeder Jude als Mitglied des auserwählten Volkes, oder eben jeder Jude, der orthodoxen Judaismus praktiziert, durch sein Befolgen der Traditionen und Bräuche seinen Platz in der kommenden Welt erhält.

Die Behauptung von Paulus (Sha’ul) ist, dass es eine nationale Erweckung in Israel geben wird in der Endzeit, bei welcher buchstäblich die ganze Nation sich zu Jeschua, dem Messias, hinwenden wird. Diese prophetische Berufung ist ein zentraler Sinn für wirklich alle Messianischen Juden in Israel.

Israelische Koalition
Benjamin Netanjahu ist immer noch damit beschäftigt eine Koalition in der Israelischen Regierung zu formen. Er hat klar ausgesagt, dass er sich eine breitere, einheitlichere Regierung wünscht. Ich stimme in diesem Punkt mit ihm überein (Lukas 11,17). Aber zum jetzigen Zeitpunkt wollen weder Arbeitspartei noch Kadima mit ihm kooperieren. Auch die rechten, religiösen Parteien wollen keine Einheit haben. Nur Avigdor Liberman hat sich bereit erklärt für die Einheit mit Netanjahu zusammen zu arbeiten.

Betet weiterhin, dass Gottes Willen geschehe und um Führung für Netanjahu. Bitte betet auch für die sehr wichtige Innenminister-Position – ganz speziell, dass sie nicht in die Hände der ultra-orthodoxen Parteien gerät, welche die Messianische Gemeinschaft in Israel stetig verfolgen.

Persönliche Evangelisation
Wir erleben weiterhin eine grosse Offenheit unter Israelis. Sie wollen die Gute Nachricht des Messias Jeschua hören. Dies ist eine neue Zeit der offenen Himmel für persönliche Evangelisation. Ich bin voller Hoffnung, dass die Geschehnisse hier in Israel parallel sind zu gleichen Zügen Gottes in vielen anderen Nationen auf der Welt. (.ist die Wurzel heilig, so sind auch die Zweige heilig - Rmer 11,16)

Während wir in allen möglichen evangelistischen Programmen mitmachen, glauben wir, dass das persönliche Zeugnisgeben unter der Leitung des Heiligen Geistes das effektivste von allen ist. Um Zeugen für Jeschua zu sein, haben wir die Kraft des Heiligen Geist empfangen (Apg 1,8), sowie Seine Salbung (Lukas 4,18), sowie Seinen Mut (Apg 4,29). Jede Situation, in welcher wir uns befinden, selbst die schlimmstmögliche von allen, ist eine Möglichkeit für den Heiligen Geist, durch uns zu sprechen (Markus 13,9-11). Lasst uns sensibel sein auf die Führung des Heiligen Geistes, um Zeugnis zu geben bei denen, die uns umgeben.

Vor vielen Jahren gab es ein Multivitaminpräparat mit dem Namen „Eines am Tag“. Wir sollten vom Heiligen Geist erwarten, dass er uns mindestens eine Möglichkeit pro Tag gibt ein Zeugnis für Jeschua abzulegen. Stellt euch nur einmal vor, wenn Gläubige auf der ganzen Welt dieses einfache Prinzip zu einer täglichen Gewohnheit ihres Glaubens machen würden. Das Evangelium würde in null-komma-plötzlich die ganze Welt erreichen.

Genau dafür wies uns Jeschua an zu beten: dass alle Gläubigen auf der Welt teilnehmen dabei das Evangelium jedem Menschen bekannt zu machen (Johannes 17,21 und 23). Lasst uns in diesem Gebet und im Zeugnis ablegen zusammenstehen.


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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.