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Der Zorn des Lammes
©4. januar, 2009 Von Asher Intrater

Mit jedem Tag, der vergeht, entfernen wir uns weiter von Jeschuas (Jesu) erstem Kommen und nähern uns mehr Seiner Rückkehr. Mit diesem Übergang sollte auch eine immer grösser werdende Offenbarung über die Endzeit, und darüber, wer Jeschua eigentlich ist – nicht nur wie Er in den Evangelien, sondern auch wie Er in der Offenbarung beschrieben wird - einhergehen.

Offenbarung 19,11-14
Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weisses Pferd, und der darauf sass, heisst „der Treue und der Wahrhaftige“; und in Gerechtigkeit richtet und kämpft Er.
Seine Augen aber sind wie eine Feuerflamme, und auf Seinem Haupt sind viele Kronen…
Und die Heere im Himmel folgten Ihm nach auf weissen Pferden, und sie waren bekleidet mit weisser reiner Leinwand.
Und aus Seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er die Nationen mit ihm schlage.

Jeschua wird hier als ein Heerführer beschrieben, ja sogar als DER Führer der Armee des Herrn der Heerscharen. Er ist derselbe Führer, der von Josua gesehen und angebetet worden war (Josua 5,13-14).

Das Feuer in Seinen Augen ist ein Feuer des Zornes. Er kommt zurück um Krieg zu führen, um Strafe zu bringen. Er kommt um den Zorn Gottes auszuüben. Zorn ist eine Verbindung von Strafe und Wut. Die Bibel nennt es den „Zorn des Lammes“.

Offenbarung 6,16
Verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes!

Jeschua wird als Lamm beschrieben. Ein Lamm ist sanft und nicht aggressiv. Das sind Eigenschaften, die dem Zorn genau entgegen gesetzt sind. Aber die Sünden der Menschheit sind so schlimm geworden, dass sie selbst die sanfteste und liebevollste Person, die je gelebt hat, in Zorn versetzt haben. Das Lamm wurde zornig.

Einige der Biblischen Abschnitte, die am schwierigsten zu lesen sind, sind die langen Prophetien der Gerichte über die Nationen, wie zum Beispiel Jesaja 13 bis 34, Jeremia 46 bis 51 und Ezechiel 25 bis 32. Weiter gehen sie auch in den kleinen Propheten und finden ihren Abschluss, wenn „sich alle Nationen zum Krieg versammeln gegen Jerusalem“ (Sacharja 12,9 und 14,2).

Das immer wiederkehrende Thema vieler dieser Abschnitte ist der Kampf aller Nationen der Welt gegen Israel in der Endzeit und Gottes Kampf gegen eben diese Nationen als Bestrafung.

Diese Prophetien über den Krieg im Mittleren Osten sind der Biblische Kontext, in welchem die neutestamentliche Lehre – ob in Jeschuas Prophetie auf dem Ölberg (Matthäus 24/Markus 13/Lukas 21), oder in den Abschnitten über den Zorn in der Offenbarung – über die Endzeit verstanden werden will.

[Letzte Woche hat das International House of Prayer in Kansas City eine einwöchige Konferenz zur Offenbarung abgehalten. Dies zur gleichen Zeit wie der Krieg in Gaza ausbrach. Das ist kein Zufall. Ich glaube, dass der Messianische Überrest in Israel eine Brücke bildet, oder eine Verbindung, zwischen der internationalen Gemeinde, die eine Offenbarung erhält über die Endzeit und der Nation Israel, die sich im Krieg befindet gegen den internationalen Djihad.]

Die Offenbarung beschreibt zwei Arten von „goldenen Schalen“. Die erste Art ist in der Hand der Ältesten, welche „goldene Schalen voll Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen“ in ihren Händen halten (Offb 5,8). Die zweite Art ist in der Hand der Engel, welche „goldene Schalen voll dem Zorn Gottes“ halten (Offb 15,7). Es gibt eine Verbindung zwischen diesen zwei Arten von Schalen. Gebet kann etwas sehr Gefährliches sein. Je mehr wir im Heiligen Geist beten, desto mehr werden die Gerichte Gottes ausgelöst. Unsere Schalen des Gebetes füllen sich mit dem Zorn Gottes.

Die Geschehnisse im Buch der Offenbarung beginnen sich vor unseren eigenen Augen zu erfüllen. Wir brauchen eine grössere Offenbarung von Jeschua und Verständnis darüber wie die Kriege im Mittleren Osten zum schlussendlichen Gericht Gottes führen werden.

Ein Klopfen auf dem Dach
In der israelischen Presse und in den Aussagen von israelischen Politikern, wird der aktuelle Krieg weder als Krieg gegen Gaza bezeichnet, noch gegen die Palästinenser, sondern als Krieg gegen die Hamas. Die Hamas ist eine terroristische Organisation, deren erklärtes Ziel die totale Vernichtung Israels ist. Sie beschreiben sich selbst als die vorderster Front des internationalen Jihad, und erhalten Rückendeckung von radikalen Muslimen (einschliesslich des Irans) rund um die Welt.

Diese Woche ist einer der der Führer des „militärischen“ Flügels der Hamas, Nizar Rian, durch einen israelischen Luftangriff in seinem Haus zusammen mit 14 weiteren
(einschliesslich 4 seiner Frauen) getötet worden.

Dieser Anschlag war das Resultat von sorgfältigen Nachforschungen des Geheimdienstes. Als Rian gefunden wurde, haben die israelische Armee und Rechtsberater der Regierung in einem mühsamen Prozess vor Gericht die Notwendigkeit und Rechtmässigkeit dieses Angriffes gemäss der Genfer Konvention begründet.

Fünfzehn Minuten bevor der Anschlag stattfand, rief die israelische Armee per Telefon an und forderte die Menschen auf das Haus zu verlassen. Als sie diesen Anruf erhielten, versammelten sie anstatt dessen noch mehr Menschen auf dem Dach als eine Art menschlichen Schutzschild. Der Israelische Helikopterpilot sah sie, und wie sie richtig angenommen hatten, wollte er sie nicht verletzen.

Der Pilot feuerte daraufhin ein Warngeschoss auf ein Feld in der Nähe des Hauses. Noch immer gingen sie nicht weg. Dann feuerte der Pilot einen weiteren nicht tödlichen Schuss auf sie, um sie zur Flucht zu bewegen. Erst nachdem sie das Dach verlassen hatten, feuerte er einen Schuss, welcher das Haus zerstörte.

Als das Geschoss einschlug, konnte man sofort noch weitere Explosionen beobachten, die bewiesen, dass das Haus, wie es von der israelischen Armee angenommen wurde, als Waffenlager benutzt worden war.

Der Brauch Zivilisten vor einem Angriff zu warnen, wird von der Israelischen Armee „Klopfen auf dem Dach“ genannt, so wie man an eine Tür  klopft, bevor man ein Haus betritt.

Offenbarung 16,10-11 beschreibt eine Schale von Gottes Zorn, die ausgegossen wird über den „Thron des Tieres“. Gottes Zorn ist nicht zuallererst auf Menschen gerichtet, sondern auf dämonische Mächte. Er warnt die Menschen, und wenn sie sich selbst nicht von den dämonischen Kräften distanzieren, so werden sie von Gottes Zorn getroffen. In Vers 11 sehen wir, dass die Menschen nicht Busse tun für ihre schlechten Taten, sondern noch „Gott verfluchten“ wegen ihrer Schmerzen.

Diese Regel gilt für alle Menschen, ob sie weiss oder schwarz sind, Juden oder Araber, aus dem Osten oder Westen. Möge Gott uns helfen unser Sünden zu bekennen und uns selbst von den Werken des Feindes zu distanzieren, damit wir nicht von der Strafe, die den Dämonen gilt, getroffen werden.


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