logo
Revive Israel Ministerien

Die zwei Jerusalem
©13. Juli, 2008 Von Asher Intrater

Die Bibel spricht von zwei Jerusalem: dem irdischen und dem himmlischen. Die meisten Stellen handeln vom irdischen, doch das Neue Testament bezieht sich auch auf das himmlische Jerusalem.

Galater 4,26 – „Das Jerusalem droben aber ist frei, [und] das ist unsere Mutter.“
Hebräer 12,22 – „…ihr seid gekommen zum Berg Zion und zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem…“

Das jüdische Volk erhielt den Grossteil des Verständnisses und der Offenbarung über das irdische Jerusalem, während der Grossteil des Verständnisses und der Offenbarung betreffend des himmlischen Jerusalems in der internationalen Gemeinde liegt.

Rabbinische Schriften sprachen aber schon immer von einem “oberen Jerusalem” und einem „unteren Jerusalem“. Auch hat während der letzten Generation, seit der Wiedereroberung Jerusalems im Jahr 1967, das christliche Verständnis über Gottes Plan mit dem irdischen Jerusalem sehr zugenommen. Interessanterweise erwähnt der Koran Jerusalem nicht ein einziges Mal und Muslime, die in Jerusalem beten, wenden sich Mekka zu und kehren dem Tempelberg ihren Rücken.

Es gibt nicht nur ein himmlisches Jerusalem, sondern in dieser Stadt auch ein himmlisches Heiligtum (siehe Offenbarung 15,5-8 und 2 Mose 25,40).

Wie mit allen Bereichen Seines Reiches, ist es auch hier Gottes Wille, dass die himmlische Realität und die irdische Realität eins werden. Was immer wir auf Erden binden, wird im Himmel gebunden (Matthäus 16,19, 18,18). Wir sollen beten, dass Gottes Wille geschehe, im Himmel, wie auf Erden (Matthäus 6,10). Gottes Königreich wird dann manifest, wenn das Himmlische und das Irdische sich treffen und übereinstimmen.

Wegen der Trennung zwischen Israel und der Gemeinde während der letzten 2000 Jahre, gab es keine echte Einheit zwischen dem irdischen und dem himmlischen Jerusalem. Unsere Generation aber darf miterleben, wie eine Versöhnung stattfindet zwischen den zwei. Gottes Pläne für das irdische und das himmlische Jerusalem werden eins werden, wenn Israel und die Gemeinde versöhnt werden.

Weil es heute Messianische Juden gibt (Juden, die an Jeschua glauben), die in Israel leben, steigen Engel auf und ab vom Himmel auf die Erde und umgekehrt, um diese Einheit herbeizuführen. Jeschua (Jesus) regiert im himmlischen Jerusalem, weil Er der Sohn Gottes ist. Er wird nach Seiner Rückkehr auch im irdischen Jerusalem regieren, weil Er der Sohn Davids ist. Gott sei Dank ist Er beides (Römer 1,4).

Das irdische Jerusalem hat nicht nur eine geschichtliche Bedeutung (Davids Hauptstadt, Salomos Tempel, Jeschuas Tod und Auferstehung), es hat auch eine prophetische Bedeutung in der Zukunft (Zentrum für Lehre und Erweckung – Jesaja 2, Die Schlacht der Endzeit – Sacharja 14, Jeschuas Rückkehr – Apg 1,11 und Hauptstadt des Tausendjährigen Reiches – Hesekiel 40 – 48 und Micha 4).

Die endgültige Versöhnung zwischen dem himmlischen und dem irdischen Jerusalem wird am Ende des Tausendjährigen Reiches im neuen Himmel und auf der neuen Erde stattfinden. Dann werden die zwei eins werden. Das Buch der Offenbarung erwähnt dreimal, wie das himmlische Jerusalem herabkommt.

Offenbarung 3,12 – „…des neuen Jerusalem, das aus dem Himmel herabkommt…“
Offenbarung 21,2 – „…ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.“
Offenbarung 21,10 – „die heilige Stadt Jerusalem, wie sie aus dem Himmel von Gott herabkam…“

Von wo kommt Jerusalem herab? – aus dem Himmel. Wohin kommt Jerusalem herab? – auf die Erde. Wenn das himmlische und das irdische Jerusalem eins werden, dann wird das Königreich Gottes eins (Sacharja 14,9). Und alle Dinge im Himmel und auf Erden werden vereint in Jeschua (Epheser 1,10). Er ist sowohl das Haupt der Gemeinde, als auch der König von Israel. In Ihm werden das himmlische und das irdische Jerusalem eins.

Jerusalem wird über 1000mal in der Bibel erwähnt. Es hat eine bedeutende Rolle im Königreich Gottes. Kein Wunder ist es Anlass für Diskussionen und Krieg zwischen den Nationen der Welt (Sacharja 12,3/ 12,9/ 14,2 und 14,12). Die Wiedervereinigung des himmlischen und des irdischen Jerusalems ist nichts anderes, als die Wiederherstellung des Gartens Eden, so wie er vor der ersten Sünde existierte.

Vielen Dank, dass ihr euch uns anschliesst, wenn wir für den Frieden Jerusalems beten (Psalm 122,6), wenn wir das Evangelium hier verbreiten, damit ganz Israel gerettet werde (Apg 1,8 und Römer 11,26) und wenn wir rufen, dass Jeschua zurückkehren möge: „Gepriesen sei, der da kommt“ (Matthäus 23,39). Unsere Partnerschaft hier ist ein Teil der Vereinigung des himmlischen und des irdischen Jerusalems schon jetzt.


Zurück zu den Artikeln des Jahres 2008

Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.