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Terroranschlag in Jerusalem und die “Geretteten Jakobs”
©3. Juli, 2008 Von Asher Intrater

Unser jüngster Sohn Amiel war letzten Mittwoch (2. Juli) vor Ort, als der Terroranschlag in Jerusalem geschah. Hier ist seine Beschreibung der Dinge:

Ich ging zu Fuss von der Busstation in Richtung Stadtzentrum. Auf dem Weg wartete ich an der Ecke Malchei Israel und Jaffa Strasse. Aus der Malchei Israel kam plötzlich ein riesiger Bulldozer, der einfach über ein anderes Auto hinweg preschte und es sozusagen platt machte. Der Bulldozer fuhr weiter auf seiner Zerstörungsfahrt und versuchte über ein anderes, ein blaues Auto zu fahren. Die Fahrerin des blauen Autos beschleunigte so schnell, dass die Räder durchdrehten.

Ich stand rechts, ein Bus war links. Der Bulldozer bog in die Jaffa Strasse ein und kollidierte senkrecht mit dem Bus. Jetzt war ich nicht mehr in Gefahr. Der Bus fuhr weiter, kam aber nach rechts vom Weg ab und fuhr in eine Busstation voll von Menschen, die um ihr Leben rannten. Er setzte zurück und fuhr weiter.

Ein orthodoxer junger Mann rannte an mir vorbei Richtung Bus  und rief: „Waffen! Hat jemand eine Waffe?“

Der Bulldozer machte unterdessen weiter mit seiner Zerstörung. Dieses Mal rammte er einen Bus zu seiner Rechten, setzte zurück und rammte ihn gleich noch einmal so stark, dass der Bus auf die Seite kippte. Der Bus war voll mit Menschen.

Ich versuchte die Nummer 100 anzurufen (Polizei), aber die Verbindung war besetzt. Da ich freiwillig bei der Jerusalem Rettungstruppe aushelfe, rief ich sie unter der Nummer  101 an.

101: “Hallo, hier ist der Rote Schild Davids (Magen David)“
Ich: “Terroranschlag auf der Jaffa Strasse! Ein Traktor rammt alles, was er kriegen kann!“
101: “Wo auf der Jaffa Strasse?“
Ich: “Kommt von Seiten der Busstation und ihr werdet es sehen! Am Anfang der Jaffa Strasse, gleich bei der Hauptbusstation.“
101: ”Wir kommen sofort!”

In der Zwischenzeit rannten bewaffnete Bürger, Soldaten und Polizisten schon ihre Waffen ladend in Richtung des Terroristen. Aus dem umgefallenen Bus krochen die ersten Leute hervor. Eine weinende Frau, die ihr Baby trug kam heraus, beide waren voll Blut. Um eine Frau kümmerten sich andere gleich dort auf dem Boden. Ihr Bein war voll Blut und ihre Zehen waren völlig schräg. Ein Mann kroch hervor, voll Blut, und schrie in Panik und Schmerz: „Meine Schulter!“, dabei verfluchte er den Terroristen.

Nun rief ich meine Mutter an um ihr zu sagen, dass ich in Ordnung war. Während ich mit ihr sprach, hörte man die ersten Schüsse: „Hörst du die Schüsse, Mama? Sie schiessen auf den Terroristen.”

Es stellte sich später heraus, dass der junge orthodoxe Mann, der nach Waffen rief, ein Kommandosoldat in den Ferien war. Er konnte tatsächlich eine Waffe von jemandem ausleihen, kletterte damit auf den Bulldozer, mit Händen und Füssen und erschoss den Terroristen mit drei Schüssen, während dieser „Allah Akhbar“ rief. Er war sofort tot und der Terror und die Zerstörung waren gestoppt.

In Israel herrscht Trauer um 3 Tote und Dutzende von Verletzten. Nach all diesen Jahren „weint Rahel“ noch immer „über ihre Kinder“ (Jeremia 31,14), die unter sinnloser, dämonischer Gewalt leiden. Jeschua (Jesus) weint auch um Jerusalem (Lukas 19,41). Genauso wie Kleinkinder in der Zeit von Jeschuas Geburt getötet wurden (Matthäus 2,18) und keiner begriff, warum, so verstehen die Menschen von Israel heute nicht, warum ein Grossteil der Welt sie hasst.

Trotzdem wächst der Messianische Überrest in Israel inmitten dieser Verfolgung weiter. Jeden Tag werden Menschen gerettet. Ein Wunder geschieht vor unseren Augen. Das Neue Testament spricht von einer Zeit der Verfolgung in der Endzeit (Mat 24, Markus 13). Es verspricht auch, dass „ganz Israel gerettet wird“ – Römer 11,26. Die Idee der Verfolgung in der Endzeit und der Rettung des Volkes Israels kommen beide aus demselben Buch.

Jeremia 30,7 – “es ist eine Zeit der Bedrängnis für Jakob; doch wird er aus ihr gerettet werden.“
Daniel 12,1 – “Und es wird eine Zeit der Bedrängnis sein… Und in jener Zeit wird dein Volk errettet werden“

Als Paulus (Sha’ul) von Israels Rettung sprach und Jeschua über die Verfolgung in der Endzeit, dachten sie beide unter anderem an diese Verse. Die Verfolgung und die Rettung sind miteinander verbunden. Daraus lernen wir:

  1. Es wird Verfolgung geben in der Endzeit
  2. In dieser Zeit wird Israel gerettet werden
  3. Wir werden während dieser Zeit noch hier sein um diese Rettung zu unterstützen.

Während Israel gerettet wird, hat der Teufel Panik und er ärgert sich, denn er weiss, dass seine Zeit kurz ist (Offb 12,12). Die Rettung Israels ist der letzte Schritt im Königreich Gottes, bevor Jeschua zurück kommt und die Toten auferstehen.

Während beinahe zweitausend Jahren war es undenkbar, sich Israel wieder al seine Nation vorzustellen. Ganz zu schweigen von einer Erweckung in der Nation. Aber heute, trotz des Islamischen Djihad und dem weltweiten Antisemitismus, gibt es wieder eine Nation Israel und über 10'000 messianische Juden im Land. All diese Gläubigen stehen gemeinsam im Gebet, in der Anbetung und in Prophetie, damit “ganz Israel gerettet wird”, und sie sind bereit, der Verfolgung zu widerstehen, der sie sich noch gegenüber sehen werden.

In diesen Zeiten ist es wichtig, dass wir uns erinnern an das Versprechen Gottes, dass Er uns vor Bösem beschützen wird.

Psalm 91,10-11 – Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird zu deiner Hütte sich nahen. Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen

Als Familie bekräftigen wir dies jeden Freitagabend, bevor wir gemeinsam den Sabbat feiern. Bitte glaubt mit uns und steht mit uns.


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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.