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Gebet für die Ernennung von gerechten Richtern
©23. September, 2008 Von Asher Intrater

Eines der grundlegendsten Themen der Bibel ist Gerechtigkeit. Gerechtigkeit heisst einfach 1) die Schuldigen zu bestrafen, 2) die Gerechten zu belohnen und 3) die Unschuldigen freizusprechen. Schlussendlich für Gerechtigkeit verantwortlich ist nur Gott selbst. Trotzdem erlaubt Er ein System der Gerechtigkeit in der Welt, in welchem Er die Verantwortung für das Gericht in die Hände von Menschen legt.

Der oberste Richter ist Jeschua (Jesus) selbst.

Apostelgeschichte 17,30-31
…Jetzt aber gebietet Er allen Menschen überall, Busse zu tun, weil Er einen Tag festgesetzt hat, an dem Er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den Er dazu bestimmt hat.

Johannes 5,22
Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat Er dem Sohn übergeben.

2 Korinther 5,10
Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden, damit jeder das empfängt, was er durch den Leib gewirkt hat, es sei gut oder böse.

Das Gericht in der zukünftigen Welt liegt nicht nur in den Händen Jeschuas, sondern auch in den Händen Seiner gerichtlichen Mitarbeiter, Seines Teams, Seiner juristischen Berater. Und wer ist das? – Diejenigen, welche trainiert und gejüngert wurden von Ihm, damit sie fähig sind bei einem gerechten Gericht mit Ihm zusammenzuarbeiten.

1 Korinther 6,2
Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr dann unwürdig, über die allergeringsten Dinge zu entscheiden?

Matthäus 19,28
Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet… auch auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

Manche Menschen denken fälschlicherweise, dass das Evangelium das Gericht abgeschafft hat. Das ist nicht wahr. Gerade die Erlösung selbst kommt ja von der Idee des gerichtlichen Freispruchs. Wie kann es einen Freispruch geben, wenn es kein Gerichtssystem gibt?

Vergebung wird jenen versprochen, die für ihre Vergehen Busse tun und an den Einen glauben, der ihnen vergeben hat. Wenn keine Busse gefordert würde, so würde Gnade alleine das Vergehen rechtfertigen. Die zentrale Botschaft des Evangeliums lautet aber „Tut Busse und glaubt“!

Es gäbe keine Vergebung, wenn der Eine, der die Vergebung anbietet nicht das Recht zu richten hätte. Jemand, der das Recht hat zu vergeben, muss auch das Recht haben zu bestrafen. Wenn Jeschua den Menschen ihre Sünden vergeben hat, hat Er dies aus Seiner Position als Richter heraus getan. Er, der beim ersten Mal Sünden vergeben hat, wird, wenn Er wieder kommt, die Sünde richten.

Bei Gerechtigkeit geht es nicht einfach um einen „Tag des Gerichts“. Es geht um ein kontinuierliches System, in welchem Gottes Standards von Gerechtigkeit angewendet werden. Diejenigen, welche sich in dieser Welt als vertrauenswürdig erwiesen haben, werden in der kommenden Welt teilhaben an der Ausübung dieser Gerechtigkeit. In Gottes Regierung sind Richten und Regieren eng verknüpft.

In diesem Leben wird Gerechtigkeit ausgeübt durch ein System von Richtern, Gesetzen, Gerichten und der Polizei. Diese Gesetzgeber und Gesetzeshüter üben ihre Rolle oft nicht richtig aus, obwohl dies die Arbeit ist, die ihnen übertragen ist.

5 Mose 16,18-20
Du sollst dir Richter und Amtleute einsetzen in allen deinen Toren… damit sie das Volk richten mit gerechtem Gericht. Du sollst das Recht nicht beugen. Du sollst auch keine Person ansehen und kein Geschenke nehmen… Der Gerechtigkeit, ja der Gerechtigkeit jage nach.

Was für eine monumentale Aussage ist dies in der Tora! Es errichtet einen Standard für das Richten, wie auch das gerichtliche System, um diesen Standard auszuüben. Die Ernennung von Richtern liegt in Gottes Händen. Deshalb sind diejenigen, welche Gericht üben, „Diener“ Gottes.

Bemerkung: Eine Regierung hat drei Standbeine: 1. die Legislative – das ist die Gesetzgebende Gewalt; 2. die Rechtssprechung – das sind die Richter und 3. die Exekutive – das sind die Ausführende Gewalt. Diese drei Rollen beruhen auf den drei Aspekten von Gottes Autorität. (Jesaja 33,22 – der Herr ist unser Richter, der Herr ist unser Gesetzgeber, der Herr ist unser König.) Mitglieder der Legislativen, Judikativen und Exekutiven sind alles Diener Gottes.

Römer 13,1-4
Die bestehende Obrigkeiten aber sind von Gott eingesetzt… Denn sie ist Gottes Dienerin, zu deinem Besten. Tust du aber Böses, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zum Zorngericht an dem, der Böses tut.

Unser Auftrag als Evangelisten ist es, alle Menschen dazu aufzurufen, Gottes Vergebung durch Jeschua anzunehmen, damit sie nicht unter Gottes Zorn geraten.

Unser Auftrag als Propheten ist es, die gerechten Standards Gottes auszurufen, damit Menschen Busse tun und diese Vergebung empfangen können.

Unser Auftrag als Fürbitter ist es, zu beten, dass gerechte Richter ernennt werden, und dass diejenigen, die bereits im Amt sind, nach den gerechten Standards Gottes dienen.

Wie sehr sich Gott danach sehnt, dass Sein Volk den Mantel des Propheten wieder anzieht und Seine Standards von Gerechtigkeit ausruft in dieser Welt!

Amos 5,24
Es soll aber das Recht daherfluten wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein unversiegbarer Strom!

Wie unglaublich wichtig ist es, dass wir beten, damit gerechte Richter wieder an ihre Plätze kommen in den Regierungen!

Jesaja 1,26
Ich werde deine Richter wieder machen, wie sie ursprünglich waren, und deine Ratsherren wie am Anfang; darnach wirst du genannt werden die gerechte Stadt, die fromme Stadt.

Diese Verheissung Gottes deklarieren orthodoxe Juden jeden Tag im Gebet.

Wir haben den prophetischen Mantel Gottes, genau so wie Amos, dass wir Gottes Standards der Gerechtigkeit deklarieren, und genau so wie Jesaja, dass wir für die Ernennung gerechter Richter beten. Lasst uns dieses prophetische Mandat wahrnehmen und Gott wird den Lauf der Geschichte und die Regierung vor unseren eigenen Augen verändern.


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