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Massaker an der Merkaz Harav
©Asher Intrater, März 2008

"Merkaz HaRav" (Dt.: Zentrum des Rabbiners) ist eine bekannte Jüdische Religionsschule in der Nähe des Eingangs von Jerusalem. Die Schule ist benannt nach ihrem Gründer, Rabbi Avraham Kook, dem ersten Oberrabbiner von Israel und Gründer des Konzepts von religiösem Zionismus. Merkaz HaRav ist die Hauptbildungsstätte der Siedler im Gebiet von Judäa und Samarien und der rechts politisierenden religiösen Parteien in Israel.

Der 25-jährige Il'a Abu Dahim arbeitete als Kleinbus-Chauffeur für das Familienunternehmen. Mit seinem Bus fuhr er oft für Arabische Arbeiter von seinem Heimatdorf Gebal Mukhbar in Ostjerusalem oder für Jüdische Studenten. Gebal Mukhbar wird als relativ freundliches Arabisches Dorf angesehen, seine Bewohner geniessen volle Israelische Staatsbürgerschaft.

Über die letzten paar Monate erhielt Dahim Anweisungen von einem Terroristen-Netzwerk und sammelte Informationen über Merkaz HaRav. Um 8.20Uhr am Donnerstag, 6. März, stellte Dahim seinen Bus etwa 200m vom Eingang der Schule entfernt ab. Er füllte seine Taschen mit acht, mit Kugeln gefüllten Magazinen, zwei Handwaffen und einem Armeemesser. Eine Kalaschnikow Automatikwaffe legte er sorgfältig in eine Fernseher-Kartonverpackung.

Um 8.30Uhr kam er am Eingang an. Drei Studenten erblickten ihn und witzelten: „Bringst du uns einen Fernseher?“ Dahim gab keine Antwort, stellte die Schachtel auf die niedrige Steintrennwand, nahm seine Waffe heraus und begann zu schiessen. Zwei der drei Studenten waren sofort tot. Der dritte floh ins Gebäude hinein.

Dahim ging in die Bibliothek, wo mehr als 25 Studenten über religiöse Bücher gebeugt sassen. Er begann Runde um Runde zu feuern. Etwa die Hälfte der Studenten konnte in einen Nebenraum fliehen und die Türe schliessen. Als Dahim fertig war, waren 8 Studenten tot (fast alles Teenager!) und weitere 12 verletzt. Manche der Verletzten riefen unter Tränen: „Genug…Stopp…“, während er schrie: „Allah Akhbar! (Allah ist gross!)“ und weiter schoss.

In einer Wohnung nahe der Schule war David Shapira, der Kapitän einer Eliteeinheit von Fallschirmjägern in der Israelischen Armee und Vater von einem 4-jährigen und einem 2-jährigen, gerade fertig damit seine Kinder zu baden. Er hörte die Schüsse. Zuerst dachte er, es wäre ein Lärm von einem Purimfest (das Fest zum Andenken an Königin Ester), aber er merkte schnell, dass es Schüsse waren.

Sofort liess Kapitän Shapira die Kinder mit ihrer Mutter, packte seine Waffe und rannte zur Schule. Als er am Eingang ankam, fragten ihn zwei Polizisten, was er dort wolle: “Sie haben nicht einmal eine Schutzweste an!” Er sagte nur, sie sollen ihn durchlassen und rannte die Treppe hinauf in Richtung der Schüsse. Er sprang von Tür zu Tür in einem Zickzack, bis er in Schussnähe kam. Von da feuerte er, stehend, seine Waffe und tötete den Terroristen.

Danach kehrte er nach Hause zurück und brachte seine Kinder zu Bett. Seine Frau Hodayah (schwanger mit ihrem dritten Kind) erlitt offensichtlich einen Teilschock. Bis jetzt hat sich Shapira geweigert ein Interview zu geben, er sagt, er hätte nur seine Pflicht getan.

Die Arabischen Reaktionen waren gemischt. Solche unter Einfluss der Hamas oder Hisbollah oder anderer Djihad - Gruppierungen feierten voller Freude, schwenkten Flaggen und verteilten Süssigkeiten. Andererseits haben viele Arabische Führer die Tat verurteilt, darunter auch Staatsführer in Ägypten, Jordanien, Libanon und die Palästinensische Regierung.

Die Tatsache, dass die Schiesserei im führenden Bildungsinstitut für rechts politische Überzeugungen stattfand, hat symbolische und emotionelle Bedeutung und wird wahrscheinlich das politische Klima in Israel und unter den Palästinensern beeinflussen.

Die Tatsache, dass der Terrorist von einem lokalen Arabischen Dorf in Israel und nicht von den Palästinensischen Gebieten war, wird zu komplexen Sicherheitsfragen führen. Heisst das, dass jetzt alle Arabischen Israelis als Gefahr für die Sicherheit angeschaut werden müssen? Wenn nicht, wie können wir uns vor Angriffen innerhalb Israels schützen? Wenn ja, wie kann Israel hunderttausende von potentiellen Arabischen Feinden oder Freunden innerhalb seiner eigenen Grenzen kontrollieren und überwachen?

Diese Kämpfe sind sowohl militärische, als auch geistlich. Sie symbolisieren den Kampf der Kräfte von Gut und Böse, der durch die Endzeit weitergehen wird, bis die grosse Schlacht kommt, unmittelbar vor der Rückkehr Jeschuas (Jesu).

Jeschua selbst sagte, wenn wir sehen, wie diese Dinge sich zu ereignen beginnen, sollten wir aufmerken, weil das Ende nahe herbeigekommen sei. Wir müssen beobachten, beten und Busse tun, denn das Königreich Gottes ist nahe (Mat 24, 3-44).

Sowohl unsere Teenagergruppe, wie auch unsere Junge Erwachsene Gruppe trafen sich in dem Moment des Anschlages, weniger als einen Kilometer entfernt. Am Sabbat beteten wir in der Gemeinde für Barmherzigkeit und Rettung. Die Bibel verkündet wiederholt, dass inmitten der Verfolgungen der Endzeit viele gerettet werden würden, vor allem in Israel, aber auch in allen Nationen weltweit (Jeremia 30,7; Daniel 12,1; Joel 2,31-32).

Inmitten dieser Schwierigkeiten, lasst uns aufschauen, denn die Zeit der Rettung ist nahe.


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