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Das Feuer in Seinen Augen
©24. August, 2008 Von Asher Intrater

In der Offenbarung lesen wir dreimal, dass Jeschua (Jesus) “Feuer in Seinen Augen” hat.

Diese Kraft, das “pyros” Gottes, ist dasselbe geistliche Feuer wie bei Mose im brennenden Dornbusch (2 Mo 3), in der Feuersäule am Roten Meer (2 Mo 14), auf dem Berg Sinai (2 Mo 19), auf dem Altar der Stiftshütte (3 Mo 9 und 10), bei Elia auf dem Berg Karmel (1 Kö 19), bei Ezechiel in der Wolke der Herrlichkeit (Ez 1) und im Feuerstrom vom Thron Gottes (Dan 7).

Dieses Himmlische Feuer fiel auch auf die ersten Jünger am Pfingsttag (Schawuot) in Apg 2. Dieses Feuer ruhte nicht einfach einen Moment lang auf ihren Köpfen wie eine Geburtstagskerze, es erfüllte sie. Wenn jemand in diesem Moment Petrus in die Augen geschaut hätte, so hätte er dort dasselbe Feuer gesehen, das Johannes in Jeschuas Augen sah.

1. Leidenschaft

Die drei Stellen in der Offenbarung beschreiben dasselbe Feuer, doch der Zweck verändert sich. Das erste Mal erscheint Jeschua Johannes persönlich, Seinem geliebten Jünger und bestem Freund. Dieses Feuer ist leidenschaftliche Liebe.

Offenbarung 1,12-14
…ich sah…Einen, der einem Sohn des Menschen glich, bekleidet mit einem Gewand, das bis zu den Füssen reichte, und um die Brust gegürtet mit einem goldenen Gürtel. Sein Haupt aber und Seine Haare waren weiss, wie weisse Wolle,…, und Seine Augen wie eine Feuerflamme.

Jeschua weist Johannes nicht zurecht. Er wird ihm gleich danach die grösste prophetische Offenbarung der Menschheitsgeschichte geben. Er liebte Johannes, genauso wie David Jonathan liebte. Jeschua hat diese leidenschaftliche Liebe für jeden von uns, jeden Teil Seiner Braut. Es ist das Feuer des Bräutigams im Hohelied (Hoh 8,6). Auf Hebräische heisst dieses Feuer „Shalhevet-Yah“. Dieses Feuer ist eifersüchtig und eifrig: Es ist die Liebe in ihrer reinsten und intensivsten Form.

2. Reinheit

Das zweite Mal finden wir dieses Feuer in Jeschuas Botschaft an die Gemeinde in Thyatira. Obwohl Er die Menschen dort auch liebt, züchtigt Er sie für ihre moralischen Kompromisse, besonders da sie sexuelle Unzucht, falsche Prophetie und den Geist der Isebel in ihrer Mitte duldeten.

Offenbarung 2,18-20
…Das sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie eine Feuerflamme und dessen Füsse schimmerndem Erz gleichen:… „ich habe weniges gegen dich, dass du es zulässt, dass die Frau Isebel, die sich eine Prophetin nennt, meine Knechte lehrt und verführt, Unzucht zu treiben…“

Dasselbe Feuer Gottes, das uns mit göttlicher Leidenschaft füllt, reinigt uns auch von Sünde. Es ist offensichtlich, dass dasselbe Feuer, das unser Essen kocht auch unsere Finger verbrennen kann. Die Macht, die Petrus befähigte durch seine Gebete Tote aufzuerwecken (Apg 9,40), liess andere während seiner Predigten tot umfallen (Apg 5,5 und 10).

3. Bestrafung

Das dritte Mal ist noch erstaunlicher: Die Himmel öffnen sich und Jeschua kommt herab als Anführer der Himmlischen Armeen. Hier kommt Er nicht um zu reinigen, sondern um zu bestrafen. Es ist keine Zeit mehr übrig um Busse zu tun. Er kommt um die Feinde Gottes zu zerstören.

Offenbarung 19,11-15
Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe ein weisses Pferd, und der darauf sass, heisst “der Treue und der Wahrhaftige”; und in Gerechtigkeit richtet und kämpft Er. Seine Augen aber sind wie eine Feuerflamme, und auf Seinem Haupt sind viele Kronen… Und die Heere im Himmel folgten Ihm nach auf weissen Pferden… und Er tritt die Weinkelter des Grimmes und des Zornes Gottes, des Allmächtigen.

Schliesslich werden Satan, der Antichrist und all jene, die sich Gottes Willen entgegen gestellt haben, in den Feuersee geworfen werden (Offb 19,20; 20,10; 20,15). Nicht der Teufel herrscht über den Feuersee. Er wird dort gefoltert werden. Das Feuer der Hölle ist das Feuer des Zornes Gottes (5 Mo 32,22). Das Bewusstsein von Gottes Bestrafung durch Feuer, entzündet in uns eine reine, heilige und ewige Furcht vor unserem heiligen und beeindruckenden Gott (Luk 12,4; Psalm 19,9).

Fenster und Spiegel

Johannes sah Feuer in Jeschuas Augen. Das Auge enthält eine Öffnung in der Mitte – die Pupille, sie ist wie die Öffnung in einer Kamera. Sie ist wie ein Fenster. Die Quelle des Feuers liegt nicht in den Augen Jeschuas, sondern in Seinem Herzen. Tief in Seiner Seele brennt ein Feuer (Luk 12,49) und Er wünscht Sich, dass es in uns entfacht werden kann.

Das Auge hat auch eine transparente Linse, welche die Hornhaut bedeckt. Sie funktioniert wie ein Spiegel. Wenn wir jemandem in die Augen schauen, so sehen wir auch unsere eigene Reflexion. Wenn wir in die Augen Jeschuas schauen, fliesst das Feuer von Seiner Seele aus Ihm durch Seine Augen in unsere Seele. Diese Übertragung von Energie hat nichts zu tun mit unseren natürlichen Augen, sondern nur mit unseren geistlichen Augen (Eph 1,18).

Manche Menschen rennen von Konferenz zu Konferenz, in einer hektischen Suche nach dem Feuer Gottes. Aber es gibt doch einen direkten, persönlichen Zugang zum Feuer Gottes, der uns zu jeder Zeit offen steht. Alles, was wir tun müssen, ist unsere natürlichen Augen zu schliessen, über die Schriftstelle nachzudenken, die das Feuer in Jeschuas Augen beschreibt, uns vorstellen, wie Er in unsere Augen schaut, von Angesicht zu Angesicht… die geistliche Flamme wird anfangen von Seiner Seele in unsere Seele zu fliessen.

Die Augen befinden sich im Zentrum des Gesichtes, in der Mitte zwischen Kinn und Scheitel. Während wir über Sein strahlendes Gesicht nachdenken, werden wir verwandelt in Sein Ebenbild (2 Kor 3,18). Diese geistliche Transformation durch das Nachdenken über Gottes Herrlichkeit in Jeschuas Gesicht, ist ein Schlüssel um den Priestersegen zu verstehen. Dort heisst es: “Er lasse Sein Angesicht leuchten über dir” (4 Mo 6,25). Dieser Aaronitische Segen ist erfüllt durch Jeschua unseren Hohepriester.

Versuche jeden Tag Zeit zu verbringen mit dem Nachdenken über das Feuer in Jeschuas Augen. Möge dieses wunderschöne geistliche Feuer der Leidenschaft und Reinheit in deiner Seele entfacht werden!


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