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Die Herbstfeste von Israel
©18. Oktober, 2008 Von Asher Intrater

Die Heiligen Tage der Tora (das Gesetz Mose) werden im Hebräischen mit zwei verschiedenen Namen bezeichnet:
Chag – das heisst „Fest“, es kommt vom Wortstamm für versammeln oder in einem Kreis tanzen
Mo'ed – das heisst “festgesetzte Zeit”, es kommt vom Wortstamm für Schicksal oder Ziel.

Chag beschreibt den festlichen Aspekt, Mo'ed die prophetische Bedeutung.

Zwei Gruppen von Festen für die zwei Kommen des Messias
Es gibt zwei Gruppen von Festen in der Tora. Drei Feste im Frühling und drei im Herbst. Die Feste im Frühling sind verbunden mit dem ersten Kommen Jeschuas (Jesu), während die Herbstfeste mit seinem zweiten Kommen in Verbindung gebracht werden. Die drei grossen Werke der Rettung geschahen alle genau an den Daten dieser Frühlingsfeste, die auf sie hinweisen.

                        Pessach (Ostern) – Kreuzigung
                        Omer (Fest der Erstlingsfrucht) – Auferstehung
                       Schawuot (Wochenfest) – Pfingsten oder Ausgiessung des Heiligen Geistes.

In den Prophetien über die Endzeit, sehen wir ebenfalls drei grössere Dinge, die geschehen werden – Die Trübsalszeit, die Rückkehr Jeschuas und das Tausendjährige Reich.  Wir glauben, dass auch diese drei Zeiten mit den Heiligen Festen, die auf sie hinweisen, verknüpft sein werden.

                        Teruah (Posaunenfest) – Trübsalszeit
                        Kippur (Versöhnung) – Rückkehr Jeschuas
                        Sukkot (Laubhüttenfest) – Tausendjähriges Reich

Klärung der Verwirrung rund um die Posaunen
Es gab einige Verwirrung rund um das Blasen der Posaunen (Schofar), da dies sowohl am Yom Teruah (3 Mose 23), als auch am Yom Kippur (3 Mose 25) vorgeschrieben ist.

Das Blasen der Posaunen am Yom Teruah sehen wir im Kampf um Jericho (Josua 6) und im Aufbruch des Lagers von Israel (4 Mose 10), sowie in verschiedenen religiösen, militärischen und politischen Versammlungen. Das Teruah – Blasen ist ein Ruf zum Aufbruch, zur Handlung und eine prophetische Warnung.

Die meisten Erwähnungen von Posaunen in der Bibel werden mit dem Yom Teruah in Verbindung gebracht. Diese Posaunenstösse finden ihre Erfüllung in den sieben Posaunen im Buch der Offenbarung. Die 7. Posaune verkündet das Ende der Königreiche dieser Welt und die Errichtung des Königreiches von Jeschua (Offb 11,15), genau so, wie der siebte Posaunenstoss bei Jericho die Menschen aufgerufen hat, vorwärts zu preschen und die Stadt einzunehmen (Josua 6,20). Es ist der Ruf an die Heiligen Gottes, sich bereit zu machen, das Königreich mit Gewalt einzunehmen (Mat 11,12; Dan 7,18). Es ist die Botschaft von geistlicher Kampfführung, die zum Sieg des Königreiches Gottes führt.

Aber die 7. Posaune ist nicht die “letzte, grosse Posaune”. Der letzte Posaunenstoss wird an Yom Kippur ertönen und er symbolisiert den Beginn des Jubeljahres. Diese spezielle Posaune wird erwähnt in den folgenden Versen:

2 Mose 19,13; 16; 19 – Auf dem Berg Sinai
3 Mose 25,9 – Yom Kippur
Jesaja 27,13 – Auferstehung der Toten, Entrückung
Matthäus 24,31 – Rückkehr Jeschuas, Entrückung
1 Korinther 15,52 – Rückkehr Jeschuas, Auferstehung, Entrückung
1 Thessalonicher 4,16 – Rückkehr Jeschuas, Auferstehung, Entrückung

Diese besondere Posaune ist die Posaune Gottes und wird insgesamt nur zweimal geblasen – einmal auf dem Berg Sinai und einmal bei der Rückkehr Jeschuas. Sie wird wieder geblasen werden von Jeschua selbst, wenn Er als Anführer der Himmlischen Armeen hinab kommt vom Himmel (Offenbarung 19,11). Sie wird nicht von einem Erzengel wie Gabriel oder Michael geblasen werden (dies ist ein Missverständnis von 1 Thessalonicher 4,16), sondern Jeschua selbst, der Anführer der Himmlischen Armeen, wird den Befehl zum Angriff geben (Josua 5,13). Wenn wir dem Biblischen Muster der Erfüllung der Feste folgen, dann wird dieser Moment während dem Yom Kippur-Fest stattfinden.

Der grösste Tag der Priesterschaft des Tempels war Yom Kippur, nur an diesem Tag (also einmal pro Jahr) trat der Hohepriester ins Allerheiligste. Der grösste Tag, der von den Israelischen Propheten beschrieben wird, ist der Tag des Gerichts – der „grosse und schreckliche Tag des Herrn“ – Joel 2,1 und 31. Der grösste Tag der Endzeit ist die Rückkehr Jeschuas. Der „grösste Tag“ der Priesterschaft, der grösste Tag der Propheten und der grösste Tag unseres Königs und Messias, beziehen sich alle auf denselben Tag. Das Biblische Muster bleibt bestehen.

Prophetische Bedeutung der Laubhütten
Das Laubhüttenfest wird von den Rabbinern das Grosse Fest genannt oder auch das Erntefest. Die Tora legt ein grosses Schwergewicht auf die Freude an diesem Fest (5 Mose 16,15), es heisst sogar, wir sollen uns nur freuen. Wie bei allen Biblischen Festen gibt es drei Ebenen der Interpretation: 1. Landwirtschaftlich, 2. Auszug von Israel aus Ägypten, 3. Neuer Bund.

Die prophetische Erfüllung dieses Festes sehen wir in Sacharja 14,16 – “Und alle übrigen unter den Nationen, die wider Jerusalem zogen werden jährlich heraufkommen, anzubeten den König, den HERRN Zebaoth, und zu halten das Laubhüttenfest.“ (vgl. auch Jesaja 27,13).

Schon heute kommen viele Christen zum Laubhüttenfest nach Jerusalem um diesen Vers zu erfüllen. Die endgültige Erfüllung wird aber erst im Tausendjährigen Reich stattfinden. Schauen wir ein paar Punkte aus diesem Vers genauer an:

  1. Prophetie – Da das Fest auch in Zukunft gefeiert wird, hat es prophetische Bedeutung. Es ist wichtig.
  2. Gegenwart – Wenn es in der Vergangenheit geboten wurde und in der Zukunft prophezeit wird, dann muss die Tora Gültigkeit haben und die Feste haben eine Bedeutung – auch heute. Es ist von Bedeutung.
  3. International – Es ist nicht nur ein Jüdisches Fest, sondern eines für alle Nationen, eine internationale, multikulturelle, weltweite Feier. Es ist enorm.
  4. Reformation – Wenn Juden und Christen dieses Fest gemeinsam feiern sollen, dann muss es noch eine historische Versöhnung zwischen den zweien geben. Es ist vereinend.
  5. Feier – Nach den Kriegen, der Trübsal, kommt ein Happyend: Eine Zeit der Freude, des Friedens und des Sieges. Es ist positiv.
  6. Tausendjähriges Reich – Da all dies nach dem grossen Krieg, bei der Rückkehr Jeschuas, geschehen wird, beweist dies die tatsächliche Entstehung des Königreiches. Wortwörtlich, nicht im Übertragenen. Es ist wirklich.
  7. Jerusalem – Alle Nationen kommen nach Jerusalem, der Hauptstadt von Jeschuas Tausendjährigem Reich. Sein irdischer Thron wird dort sein. Es ist zentral.

Kein Wunder herrscht so ein geistlicher, politischer und militärischer Kampf um Jerusalem. Vers 16 in Sacharja 14 ist die Parallelstelle zu Vers 2 – „Ich werde alle Heiden wider Jerusalem sammeln zum Streit…“ In Vers 16 kommen sie zur Anbetung, in Vers 2 zum Kampf. Jeder wird für einen dieser Gründe nach Jerusalem ziehen.

Der Geist Jeschuas wird Sein Volk zur Anbetung ziehen. Er wird Seine Feinde zum Kampf bringen. (Vers 3 sagt, er wird “streiten wider diese Heiden“, die gegen Jerusalem zum Kampf gezogen sind. Jeder wird kommen. Die Wahl bleibt lediglich, ob sie kommen um gegen die Stadt zu kämpfen, oder um den König dort anzubeten. Die Frage ist: Auf welcher Seite stehst du? Auf welcher Seite stehen wir?


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