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Amiel Ortiz und Purim
©Asher Intrater, März, 2008

Letzte Woche feierten wir in Israel Purim, das Fest, das uns an die Ereignisse im Buch Ester erinnert. Es wird aus dem Buch Ester gelesen, Kinder (und Erwachsene) verkleiden sich und Familien beschenken sich gegenseitig. Es herrscht eine festliche Stimmung, so eine Mischung zwischen Ostern und Karneval.

Um 14.30 Uhr nachmittags wurde ein Paket, angeschrieben mit „Glückwünsche zu Purim“ auf die Schwelle der Familie Ortiz in der Siedlung Ariel in Samarien gelegt. Das Paket war adressiert an David, den Vater der Familie. David ist ein messianischer Jude, der als Pastor nicht nur in Ariel, sondern auch evangelistisch unter Palästinensischen Arabern dient.

Die Familie Ortiz hat 6 Kinder. Die ältesten 5 waren bereits in der Armee. Der sechste und jüngste Sohn, Amiel, 15-jährig, war alleine zu Hause. Amiel holte das Paket ins Haus und als er es auf dem Küchentisch aufmachte, explodierte die Bombe im Innern genau vor seiner Nase.

Ein Nachbar, der die Explosion hörte, herüber rannte und Amiel verwundet und blutend auf dem Boden fand, rief die Ambulanz. Amiel wurde ins Schneiderspital nach Petach Tikvah gefahren. Folgendes berichtete ein messianischer Pastor, der die Familie im Spital besuchte:

Verbrennungen zweiten und dritten Grades im Gesicht, am Nacken und an der Brust. Ein Metallstück steckt  in einem seiner Lungenflügel, das wahrscheinlich nicht entfernt werden kann. Ein Metallstück in seinem rechten Auge wurde entfernt, dabei wurden die Nerven glücklicherweise nicht verletzt, trotzdem ist noch nicht klar, ob er wieder wird sehen können. Zwei Zehen mussten amputiert werden. Er hat aus seinen Oberschenkeln sehr viel Blut verloren, deshalb weiss man noch nicht, ob er sie wieder normal wird gebrauchen können. An seinen Händen hat er ebenfalls ernsthafte Verletzungen erlitten.

Die Tatsache, dass Amiel durch die Explosion nicht getötet wurde, die in der Wohnung grossen Schaden anrichtete, ist ein grosses Wunder. Trotzdem ist er immer noch in Intensivpflege und braucht unsere Gebete.

Dieser Anschlag war nicht ein Einzelvorfall, sondern Teil der zunehmenden Verfolgung gegen Messianische Juden in Israel und palästinensische Christen im ganzen Gebiet. Zur Zeit der Verfassung dieses Artikels ist noch nicht bekannt, wer die Bombe gelegt hat. Die Polizei verfolgt zwei Spuren: entweder Muslimische Extremisten oder Jüdisch-religiöse Extremisten. (Muslime hassen Messianische Juden weil sie das Evangelium verbreiten und weil sie Juden sind. Die Jüdischen Extremisten hassen Messianische Juden, weil sie an Jeschua (Jesus) glauben und trotzdem ihre Jüdische Identität bewahren.)

Es ist erstaunlich zu denken, dass die Attacke entweder von einer Jüdischen oder einer Muslimischen Gruppe verübt worden sein könnte. Am Purimfest erinnern wir uns an die Geschichte von Ester, wo der “Premierminister” des Iran geplant hatte, die Juden in seinem Königreich zu töten. Derselbe geistliche Kampf, der dann schon gewütet hatte, ist auch heute noch aktuell.

Offenbarung 12,12 – Darum seid fröhlich, ihr Himmel, und die ihr in ihnen wohnt! Wehe der Erde und dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen und hat grosse Wut, da er weiss, dass er eine kurze Zeit hat.

Am Freitag wurde in einem halbseitigen Artikel auf Seite 6 des “Yediot Ahronot”, der grössten Hebräischen Zeitung Israels, über den Anschlag berichtet. Am Sonntag wurde auf Seite 11 eine ganzseitiger Bericht abgedruckt. Die Berichte dieser Woche waren weder für noch gegen Messianische Juden. Die meisten betrachten uns als einen Kult oder eine Sekte und spielen den terroristischen Aspekt des Anschlages herunter. Aber es stellt auf jeden Fall die bisher grösste Berichterstattung über Messianisches Judentum in den Israelischen Medien dar. Wir werden sehen, was geschrieben wird, wenn herausgefunden wird, wer den Anschlag verübt hat.

Trotz der Tragödie des Vorfalls, lasst uns beten, dass Gott das Leiden dieses jungen Mannes ehrt und Sein Königreich zu einem Durchbruch kommt. Mit der richtigen Berichterstattung ist es möglich, dass am Ende dieser Woche zum ersten Mal in der Geschichte, tatsächlich jeder Israeli weiss, was Messianische Juden sind und was es mit ihrem Glauben an Jeschua auf sich hat.

Offenbarung 12,11 – Und sie haben ihn (den Teufel) überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod!

Fast alle Messianischen Gemeinden in Israel beten für Amiel und seine Familie. Zusätzlich sind auch ein Grossteil der Palästinensischen Christen (und viele evangelikale Christen auf der ganzen Welt) mit uns im Gebet und Mitgefühl vereint. Wir sind tatsächlich eins im Messias.

Bitte betet mit uns:

  1. Für eine Wunderheilung für Amiel
  2. Für Segen und Heilung für die Familie Ortiz
  3. Dass der Angreifer von der Polizei gefasst wird
  4. Dass ein positives Zeugnis für Jeschua (Jesus) in den Medien gegeben wird.
  5. Dass der Geist des Hasses und des religiösen Fanatismus gebunden wird.
  6. Dass Einheit, Demut und Mut im Messianischen Leib zunehmen.

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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.