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Der Aufstieg Asiens
Oder
"Die Weisen aus dem Osten"
©März 3, 2007 Asher Intrater

Ich komme gerade von einer Lehrreise in Südkorea. Auf dieser Reise war auch eine Gruppe von 12 Pastoren von messianischen Gemeinden in Israel. Die Gemeinden in Südkorea sind untern den – wenn nicht sogar die – eifrigsten, meist betenden und best organisierten Gemeinden der Welt. Die stärksten Gemeinden der meisten protestantischen und evangelischen Denominationen befinden sich hier.

(Nur einige Beispiele: ich hatte dieses Jahr die Möglichkeit in der Suwon Central Church – der Gemeinde von Pastor Billy Kim, dem Vorsitzenden der Internationalen Baptistengemeinde zu lehren und an einer Konferenz mit 3000 Pastoren und ihren Frauen, geleitet vom Pastor der Yungsei Gemeinde, Sonjuk Yun, sowie in der Grace Church – Gemeinde von David Kim, dessen Missionsorganisation mehr Missionare ausgesendet hat, als jede andere Gemeinde in der Geschichte. Dann wurde ich interviewt von der grössten christlichen Zeitung und Fernsehstation in Zusammenhang mit Yonggi Chos Gemeinde. Ein spezieller Segen – und ich glaube, dass es ein prophetisches „Zeichen der Zeit“ vom Herrn ist – war, dass ich an all diesen Orten auf hebräisch sprechen konnte [mit Übersetzung ins Koreanische von unserem Freund Yoni Yun].)

Die Welt verändert sich eindeutig. Ein Zeichen dafür nenne ich den „Aufstieg Asiens”.

Es ist kein Zufall, dass der neue Generalsekretär der UNO ein Koreaner ist. (Als ich bei Freunden in Korea nachfragte, hörte ich, dass Ban Ki Mun offenbar oberflächlich dem Glauben an Jesus begegnet ist, genau so stark wird er aber von buddhistischen Ansichten in seiner Familie geprägt.) Die Präsidentschaftswahlen in Südkorea sind für den November dieses Jahres angesetzt und der aktuelle Spitzenkandidat ist ein überzeugter Gläubiger.

Auf dem Weltmarkt hat der US Dollar langsam, aber kontinuierlich abgenommen über die letzten Jahre, während der riesige asiatische Markt sich stetig erweitert. In 2008 werden die internationalen olympischen Spiele in Peking, China, abgehalten werden. All das sind ebenfalls „Zeichen der Zeit“, in der wir leben.

Yeshua forderte uns heraus, Zeugen zu sein für das Evangelium “in Jerusalem, Judäa und Samarien und bis an die Enden der Erde” – Apg. 1, 8. Dieser Auftrag die Welt zu evangelisieren enthält eine Anweisung oder Strategie. Als das Evangelium sich ausserhalb von Israel auszubreiten begann, wurden in Kleinasien – die heutige Türkei – viele Gemeinden gegründet.

Als Saul (der Apostel Paulus) dort diente, wollte er weiter gegen Osten ziehen, nach Asien. Aber „sie waren von dem Heiligen Geist verhindert worden, das Wort in Asien zu reden.“ – Apg. 16, 6. Unmittelbar danach hatte Saul eine Vision von einem Mann aus Griechenland, der sie anflehte zu kommen und das Evangelium dort zu predigen. In diesem Moment wendete sich Sauls Team westwärts, nach Europa, “da wir schlossen, dass Gott uns gerufen habe, ihnen das Evangelium zu verkündigen.“ – Apg. 16, 10.

Paulus Entscheidung als Antwort auf die Führung des Heiligen Geistes stellte eine Wende in der Geschichte dar. Während den nächsten 2000 Jahren war die Hauptrichtung für das Evangelium und als Folge davon für die Geschichte der zivilisierten Welt westwärts. In unserer Generation hat diese stetige Westrichtung den Fernen Osten erreicht und bewegt sich nach Asien hinein.

Einige der Orte, wo sich das Evangelium in den letzten zehn Jahren am schnellsten verbreitet hat, befinden sich in Asien – in China, in Indien und in einigen der islamischen, aber nicht arabischen Nationen (Indonesien, Zentralasien, Bangladesch, unter den Berbern und Kurden, usw.) In China haben die einst so bitter verfolgten Christen der Untergrundkirchen langsam mehr Einfluss auf das Erziehungswesen, wirtschaftliche Institutionen und die Regierung.

Wenn wir die Regionen in Zentralafrika einschliessen, so sehen wir, dass die aktuelle Welle des Evangeliums eine „Schlinge“ rund um die islamische Welt formt, von Norden, Osten und Süden.

Ich hatte vor zwei Jahren die Möglichkeit an einer Konferenz in Kasachstan zu lehren, die organisiert wurde von Koreanern, und die besucht wurde von 4500 jungen Evangelisten (Durchschnittsalter in den frühen Zwanzigern) mit einer Vision für die muslimische Welt. Vor etwa zehn Jahren begann sich in den Untergrundkirchen von China die Vision zu verbreiten, das Evangelium den Muslimen zu predigen. (In dieser Woche werden wir hier in Jerusalem eine Konferenz für chinesische Gemeindeleiter durchführen.)

Es scheint uns erst jetzt offensichtlich, dass es Gottes Weisheit war, das Evangelium den Muslimen primär durch “Nicht Weisse” Menschen zu verkündigen.

Die Vision des Evangeliums, das sich westwärts ausbreitet, durch Asien, durch die islamische Welt und schliesslich zurück nach Israel, wird die „Zurück nach Jerusalem“ oder „Strasse nach Jerusalem“ Bewegung genannt. Während die meisten kein klares Verständnis der Endzeit haben, begreifen Millionen von neuen Christen in Asien (die nicht von westlicher Theologie beeinflusst wurden), dass das Zweite Kommen zumindest etwas mit Israel zu tun hat.

Ein kurzes Bibelquiz: Wie viele Weise kamen von Osten, um Yeshua nach seiner Geburt zu besuchen? „Siehe, da kamen Weise vom Morgenland nach Jerusalem, die sprachen: Wo ist der König der Juden, der geboren worden ist?“ – Matthäus 2, 1-2. Die Antwort lautet: Die Bibel sagt es uns nicht. Ich glaube, dass eine unglaublich grosse Zahl erst noch kommen wird, wiederum von Osten nach Jerusalem, um ihn zu suchen, der als König der Juden geboren wurde.

Obwohl Yeshua als König der Juden geboren wurde, hat er seinen Thron in Jerusalem noch nicht bestiegen. Bei seinem ersten Kommen wurde Er, der als König der Juden geboren wurde, gekreuzigt. Bei seinem zweiten Kommen wird er gekrönt werden. Und zu dieser Zeit wird es nicht nur für die Juden sein. Auch nicht nur für die westliche, protestantische Kirche. Sondern auch für die hunderten von Millionen, die ihn suchen werden aus China, Indien, Südostasien, Afrika und den arabischen Nationen.

Diese Kombination von der „christlichen“ Vision der Weltevangelisation und der „jüdischen“ Vision eines wiederhergestellten Königreichs in Israel (Apg 1, 6) mit dem Aufstieg und dem Einfluss Asiens in unserer Generation zeigt uns, wie nahe wir an Yeshuas Rückkehr und der Aufrichtung seines Königreichs auf Erden sind.


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