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Himmel und Erde
©Asher Intrater March 2007

Das Königreich Gottes hat himmlische und irdische Aspekte. Damit wir das Königreich verstehen können, müssen wir Gottes Pläne mit dem Himmel und mit der Erde verstehen. Lasst uns darum hier ein sieben Verse anschauen, in denen die Worte „Himmel und Erde“ vorkommen. (Bitte merkt euch diese Verse für zukünftige Referenzen).

1. Mose 1, 1

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

Bevor Gott irgendetwas schuf, hatte er bereits das Königreich, die Kreuzigung, die Auferstehung, Himmel und Hölle, usw. geplant. Auf was Er am Ende hinauswollte, war schon von Anbeginn an in Seinen Gedanken. Er schuf Himmel und Erde, weil Er einen Sinn und Zweck für beide hatte.

Alles, was Er in Himmel und Erde schuf war gut, sogar sehr gut. Die Probleme tauchten erst mit der Rebellion Satans und der Sünde des Menschen auf. Schlussendlich werden sündige und satanische Dinge wegfallen und der Himmel und die Erde werden wiederhergestellt für ihren ultimativen Zweck (Römer 8, 19-22).

Psalm 115, 16

Der Himmel allenthalben ist des HERRN; aber die Erde hat er den Menschenkindern gegeben.

Dieser Vers spricht von der Delegation der Autorität. Der Herr gab den Menschen das Langzeit-Pachtrecht über den Planeten Erde. Die Rabbiner nennen dies das “zweistöckige Haus”. Gott (und die Engel) leben im oberen Stock; die Menschen im unteren. Gott kam häufig auf Besuch, wie jemand der eine Leiter oder Treppe hinunter kommt (1. Mose 3, 8; 1. Mose 18, 1 und 21; 1. Mose 28, 12; 2. Mose 3, 8). Die Schlüssel zum untern Stock hatte Er aber den Menschen gegeben.

Die Erde gehört nicht den Menschen, sie gehört Gott. Aber Er hat uns das Pachtrecht für ungefähr 6000 Jahre gegeben. Ich lebe zum Beispiel in einer gemieteten Wohnung. Der Besitzer muss vorher anrufen und mich um Erlaubnis fragen, wenn er die Wohnung betreten will. Die Schlüssel gehören mir.

Jesaja 65, 17

Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken wird noch sie zu Herzen nehmen.

Gott verspricht, einen neuen Himmel und eine neue Erde zu schaffen. Das heisst nicht, dass das aktuelle Universum nicht mehr existieren wird, aber dass Gott wiederherstellen, erneuern und erlösen wird. Im Zusammenhang von Jesaja 65 sehen wir, dass die Erde gereinigt werden wird, aber dass die natürlichen Abläufe beibehalten werden, jedoch grossartig und übernatürlich verbessert.

Der Unterschied ist wie von der Zeit vor der Sintflut zu der Zeit nachher, nur noch viel grösser (2. Petrus 3, 5-12). Wo sich das Buch der Offenbarung (Kapitel 21-22) auf den neuen Himmel und die neue Erde bezieht, gibt es uns auch zusätzliche Enthüllungen über diesen Abschnitt in Jesaja 65. Wie es seine Gewohnheit ist, gibt uns Johannes geistliche Einsicht in das, was die anderen hebräischen Propheten geschrieben haben. Er stellt so aber nicht das bereits Gesagt zur Seite, sondern fügt eine neue Dimension hinzu.

Jesaja beschrieb die irdische Perspektive, Johannes die himmlische. Wir müssen es einfach von beiden Seiten sehen.

Matthäus 5, 3 und 5

Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.

In der heutigen Welt gibt es viele Ungerechtigkeiten. Da Gott sowohl mächtig, als auch moralisch korrekt ist, wird Er alle Ungerechtigkeit wegnehmen. Die reinen Herzens sind, werden dann das erhalten, was hier besteht. Religionen, die die Natur des Gottes der Bibel nicht verstehen, glauben, dass die Menschen mit reinen Herzen diesen Ort einfach für immer verlassen werden. Sie verstehen nicht, wie Gott Gerechtigkeit schaffen, das Böse wegnehmen, den Gerechten belohnen und die Erde wiederherstellen könnte. Deshalb verlassen sie einfach Gottes gute Schöpfung und begeben sich an einen anderen mystischen, nicht materiellen, unidentifizierbaren Ort.

Hinduisten und New-Age-Anhänger nennen diesen Ort das “Nirvana”. Leider ist die am meisten verbreitete christliche Vorstellung der Endzeit – wegen der Trennung der hebräischen Weltanschauung vom Christentum – viel näher bei heidnischem Mystizismus, als bei der biblischen Beschreibung. Der Mystizismus beschreibt eine Weltflucht in eine rein geistliche Welt, während die Bibel von einer – durch einen gütigen Schöpfer – wiederhergestellten geistlichen und materiellen Welt spricht.

Matthäus 6, 10

Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Das Königreich Gottes hat eine Herkunft, eine Ausrichtung und ein Ziel. Es beginnt im Himmel. Es kommt zu uns. Schlussendlich wird es die Welt erobern. Das Königreich Gottes kommt in Schritten. Es wächst von klein zu gross, es wächst von innen nach aussen (Matthäus 13, 31 – 33). Das Königreich Gottes ist eine Invasion, keine Evakuation (es ist zwar eine gutmütige Invasion, aber eine Invasion nichtsdestotrotz).

Yeshua ist für eine bestimmte Zeit weggegangen, um die Autorität Seines Königreiches aufzurichten, aber Er wird wiederkommen, um zu herrschen und regieren (Lukas 19, 12). Die meisten Christen sehen die Erlösung al seine Feuerversicherung und ein Helikopter Ticket. Ich sehe das Königreich als eine Besitzurkunde und eine Staatsverfassung. Obwohl das oben zitierte Vater Unser (über Gottes Willen auf Erden und das Kommen Seines Königreichs) wohl das meistgebrauchte Gebet der Welt ist, scheint es mir, als ob die wenigsten Menschen wirklich meinten, was sie sagen.

Es ist wertvoll zu erwähnen, dass das jüdische Gebetsbuch jeden Gottesdienst mit dem Gebet „Aleinu“ abschliesst, welches die Worte enthält „stelle die Welt im Königreich El Shaddais wieder her (oder bessere aus).“

Matthäus 28, 18

Mir ist gegeben alle Macht, im Himmel und auf Erden.

Yeshua ist sowohl Gott, wie auch Mensch, deshalb hat Er Autorität im Himmel und auf Erden. Seine Autorität im Himmel kommt von Seiner Göttlichkeit – Seine Autorität auf Erden kommt von Seiner Menschlichkeit. Das Evangelium ist wirksam wegen Seinem doppelten Charakter und Seiner doppelten Autorität. Er kam vom Himmel und wurde in einem menschlichen Körper hier auf Erden geboren. Er wurde tatsächlich von den Toten auferweckt. Er fuhr in den Himmel auf. Er wird eines Tages so wiederkommen, wie Er aufgefahren ist (Apg. 1, 11) und Seine Füsse werden wieder auf dem Ölberg stehen (Sacharja 14, 4).

Nicht an Yeshuas tatsächliche Rückkehr auf die Erde und ein wirkliches tausendjähriges Reich zu glauben, heisst die physischen Leiden, die Er am Kreuz erlitt nicht zu achten und den Zweck der körperlichen Auferstehung zu verleugnen. Ich bin sprachlos angesichts der Schwierigkeiten, die viele Christen haben, die offensichtliche und wortwörtliche Erfüllung aller biblischen Verheissungen betreffend das tausendjährige Reich des Messias zu sehen. Es ist gefährlich hunderte von Prophetien zu missachten, weil sie nicht in die eigene, konfessionelle Anschauung passen.

Epheser 1, 10

Dass es ausgeführt würde, da die Zeit erfüllet war, auf dass alle Dinge zusammengefasst würden in Christus, beide, das im Himmel und auf Erden ist, durch ihn (Christus).

Bitte vergleicht diesen Vers mit Kolosser 1, 16, wo es heisst, dass alle Dinge im Himmel und auf Erden für und durch Yeshua geschaffen wurden.

Heute gibt es leider noch immer eine Trennung zwischen den Dingen im Himmel und denen auf der Erde. Das ist aber nicht Gottes Wille. Schlussendlich werden alle Dinge im Himmel und auf Erden durch Yeshua den Messias zusammengefasst werden. Dies war Seine Mission – Himmel und Erde zu vereinigen. Eine weitere rabbinische Tradition besagt, dass ein Mensch, der auf Erden mit den richtigen geistlichen Absichten betet, die Buchstaben des göttlichen Namens YeHoVaH vereint – das YH steht für Himmel und das VH für Erde.

Durch Yeshua (und geisterfüllte Gläubige mit Ihm) wird die Welt vereint werden, sowohl was im Himmel ist, als auch was auf Erden ist. Sogar Gottes Name wird zu einem werden (Sacharja 14, 9). Begnügt euch nicht mit dem halben Königreich. Israel neigt dazu den irdischen Teil zu sehen, ohne den himmlischen; die Gemeinde neigt dazu nur den himmlischen Teil zu sehen, ohne den irdischen. Yeshua aber ist König von Israel und Haupt der Kirche.

Gott sei Dank, kriegen wir das “Beste beider Welten” – sowohl dessen im Himmel, als auch dessen auf der Erde.


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