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Das Wohlstandsevangelium
©Asher Intrater July 2007

Manchmal werde ich gefragt, ob ich an das “Wohlstandsevangelium” glaube. Woran ich aber wirklich glaube, ist das „Grosszügigkeitsevangelium“. Es ist offensichtlich, dass Gott sein Volk auf alle möglichen Arten segnen möchte, auch finanziell. Das kann man schon im ersten Bund sehen, den Gott mit Abraham schloss:

1. Mose 12, 2 – Ich werde dich segnen.
2. Mose 12, 3 – In dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.

Wir werden gesegnet, damit wir ein Segen für andere sein können. Es geht hier vor allem um eine Herzenseinstellung. Wir möchten gesegnet werden, DAMIT wir andere segnen können. Jeder Segen Gottes enthält seine eigene Versuchung und er prüft auch unsere moralische Haltung, nämlich wie wir mit dem Segen umgehen. Salomo wurde finanziell gesegnet, aber am Ende kam er ab von Gott.

[Bemerkt hier, dass der finanzielle Segen Gottes mit der Wiederherstellung Israels (1. Mose 12, 1 – „Gehe… in ein Land, das ich dir zeigen will.“) und mit der Weltevangelisation zusammenhängt (Vers 3 – „Alle Geschlechter auf Erden.“)]

Das Wort Gottes steht in perfekter Ausgeglichenheit (ein zweischneidiges Schwert). Wenn wir Menschen mit dem Segen des Wohlstandes ermutigen, dann müssen wir sie auch vor der Gefahr der Gier warnen. Gier ist so gefährlich, dass sie Menschen in die Hölle bringen kann (Lukas 12, 16-21; Lukas 16, 19-26). Das Problem besteht also nicht vor allem in der Lehre der „Wohlstands-„ Prediger, sondern in dem, was sie nicht predigen. Wenn du nur die Hälfte der Wahrheit predigst, dann führt dies (auch wenn es wahr ist) in die Irre.

Der Fehler wird auf beiden Seiten begangen. Wenn wir nur darüber predigen, dass Gott möchte, dass es uns finanziell gut geht, ohne die Charakterbildung mit einzubeziehen, so werden die Menschen schliesslich masslos und gierig. Manche Prediger versuchen Menschen dazu zu bringen, ihrem Dienst zu spenden, oder in ihre Kirche zu kommen, indem sie Botschaften halten, die einfach die Lüste dieser Welt stillt.

Wenn wir jedoch nicht darüber predigen, dass Gott möchte, dass es uns gut geht, so bleiben die Menschen meist unfruchtbar und ungläubig. Oft beklagen sich die Leute über die „Wohlstands-„ Prediger, und im nächsten Atemzug über ihre Finanzprobleme.

Yeshuas (Jesu) Lehre ist erstaunlich ausgeglichen: Lukas 6, 38 – Gebt, so wird euch gegeben. Dies ist ein Beispiel für „a=b“, dem Gesetz der sich entsprechenden Aktion und Reaktion. Ich würde die Hauptfinanzprinzipien der Bibel so zusammenfassen:

INTEGRITÄT + GROSSZÜGIGKEIT = WOHLSTAND.

Integrität heisst harte Arbeit und Ehrlichkeit. Integrität heisst, seine Steuern zu bezahlen. Wenn wir alle unsere Steuern bezahlen, unseren Angestellten angemessene Löhne bezahlen und die Erziehung unserer Kinder berappen, so werden wir schnell feststellen, dass wir viel mehr Geld brauchen, als wir dachten. Deshalb braucht Integrität Wohlstand.

Wenn wir den Armen helfen, den Leib Jesu unterstützen und das Evangelium verbreiten wollen, so brauchen wir sogar noch mehr Erspartes. Das heisst, Grosszügigkeit setzt ebenfalls einen gewissen Wohlstand voraus.

Obwohl Yeshua die vollkommene Ausgeglichenheit von Grosszügigkeit und Wohlstand gelehrt hat (Lukas 6, 38 – siehe oben), hat Er ebenfalls gelehrt, dass das eine besser ist, als das andere. Apg. 20, 35 – Geben ist seliger denn Nehmen. Wir werden nicht dafür beurteilt werden, was wir haben, sondern dafür, was wir geben (Lukas 12, 15; 21, 3; Apg. 10, 4).

Wir sollen uns nicht um unseren Vorrat kümmern (Mat. 6, 25) – das ist sich sorgen und auch nicht um unseren Wohlstand (Römer 13, 14) – das ist Gier. Wir sollen uns zuerst darum kümmern, VIEL Frucht für das Reich Gottes zu tragen (Joh. 15, 8) – das verlangt Grosszügigkeit, und Seine Gerechtigkeit zu leben (Mat. 6, 33) – das braucht Integrität.

Grosszügigkeit ist zentral im Plan Gottes. (Joh. 3, 16 – So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er …gab) Wahrer Glaube an Gott wird ein im Herzen verankerte Grosszügigkeit hervorbringen. Grosszügigkeit ist sowohl eine Charaktereigenschaft, als auch eine Ausstrahlung.

Charaktereigenschaft heisst, ein Persönlichkeitsmerkmal Gottes. „Wer dich bittet, dem gib.“ (Lukas 6, 30), und „ihr werdet Kinder des Allerhöchsten sein.“ (Lukas 6, 35). Das ist unsere Belohnung – so zu sein wie Yeshua. Gott ist sehr grosszügig. Ich möchte so sein wie Er. Deshalb möchte ich in allen Belangen grosszügig sein, auch mit meinen Finanzen.

Geben ist aber auch eine Ausstrahlung, eine übernatürliche Gabe des Heiligen Geistes. Als er über finanzielles Geben sprach, sagte Paulus: „Aber so wie ihr in allem überströmend seid: in Glauben und Wort und Erkenntnis und allem Eifer und der Liebe, die von uns in euch [geweckt] ist, so möget ihr auch in diesem Gnadenwerk überströmend sein. – 2. Kor. 8, 7. Wir sollen also in der Grosszügigkeit als Frucht, aber auch als Gabe des Geistes wachsen.

Gerade so, wie es uns ein Anliegen ist, anzubeten und das Wort zu teilen, so soll es uns auch ein leidenschaftliches Verlangen sein zu geben. Wir möchten so sein wie die erste Gemeinde. In ihr existierte übernatürliches Geben. Die apostolische Wiederherstellung wird die apostolische Grosszügigkeit beinhalten. (Und die Geschäftsleute waren genau so ein Teil des Volkes Gottes, wie die Propheten und Evangelisten.)

Apg. 4, 34-35 - …so viele Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Preis des Verkauften und legten ihn nieder zu den Füssen der Apostel.

Dieses Geld wurde gebraucht für die Bedürfnisse der Gemeinde und für die Weltmission. Diese Heiligen verstanden ihre gemeinsame Berufung, die ganze Welt zu verändern (denkt an 1. Mose 12). Diese Vision war so aufregend, dass die Menschen alles zu geben bereit waren, um ein Teil davon zu sein. Dasselbe Feuer der Pfingsterweckung und der Weltevangelisation liess sie auch mit einer Begeisterung für das Geben „brennen“. Ihr übernatürliches Geben war motiviert durch ihre Vision.

Das Evangelium verbreitet sich heute explosionsartig auf der ganzen Welt, vor allem in den ärmeren Ländern Asiens. Unsere Gaben vervielfachen die Möglichkeiten des Reichs Gottes exponentiell! Lasst uns anfangen!

Nie da gewesene Möglichkeit in diesem Monat

Unsere gläubigen palästinensischen Freunde, die das Evangelium unter Muslimen in der West Bank verbreiten und auch humanitäre Hilfe anbieten, berichten, dass durch die gegenwärtige Krise zwischen Hamas und Fatah selbst abgehärtete Terroristen zum Glauben kommen. Diese Heiligen brauchen finanzielle Unterstützung. Sie riskieren ihre Leben. Alles, was wir tun müssen ist „klick“ und geben. Bitte gebt mit uns!


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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.