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Charismatische Hexerei
– Wenn man die Macht Gottes missbraucht –
©Juli 6, 2007 Asher Intrater

Wenn wir die Erweckung in Samarien betrachten, können wir zwei Fehler vermeiden: einer betrifft vor allem die evangelischen Christen, der andere vor allem die charismatischen. Nachdem das Evangelium verkündet worden war, kamen die Apostel aus Jerusalem um für sie zu beten, damit sie den Heiligen Geist empfingen.

Apg. 8, 16-17 – Denn er [der Heilige Geist] war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des Herrn Jesus (Yeshua). Da legten sie die Hände auf sie, und sie empfingen den heiligen Geist.

Viele Evangelikale verpassen das Werk des Heiligen Geistes, weil sie glauben, dass jeder Mensch mit dem Geist erfüllt würde, wenn er von neuem geboren wird. In diesem Vers wird aber ganz klar sichtbar, dass es zwei losgelöste Erfahrungen sind: die eine ist die Wiedergeburt und die andere ist die Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Diese zwei Dinge können in einem Moment geschehen, sie müssen aber nicht.

Der grosse "evangelikale" Prediger Apollo empfing Lehre über die Wiedergeburt und das Wort Gottes von Aquila und Priszilla (Apg. 18, 26), doch er verpasste die Lehre von Paulus über die Taufe des Heiligen Geistes (Apg. 19, 1-2).

Unter denjenigen, die in Samarien gerettet wurden, war auch ein Zauberer namens Simon. Als er die Salbung des Heiligen Geistes sah, wollte er unbedingt die gleiche Macht erhalten. Aber, sein MOTIVE waren falsch. Petrus wies ihn an Busse zu tun und sagte ihm: "dein Herz ist nicht rechtschaffen vor Gott" (Apg. 8, 21). Er wollte das Richtige auch den falschen Gründen.

Die falschen Motive von Simon kann man in drei Arten unterteilen:

  1. 1.      Stolz: Er wollte bekannt sein als Mann, der "etwas Grosses" ist (Vers 9). Wie viele Männer und Frauen Gottes heute sind von geistlichem Stolz motiviert und wollen, dass andere sie als die Gesalbten der Stunde sehen?
  2. 2.      Gier: Er dachte, dass Geschenk Gottes könne mit Geld gekauft werden (Vers 20). Er war interessiert daran, die Salbung Gottes weiter zu verkaufen. Wie viele Männer und Frauen Gottes heute benutzen Zeugnisse der Macht Gottes gezielt dazu mehr Spenden zu erhalten?
  3. 3.      Eifersucht: Als Simon die Salbung der Apostel sah, war er "voll bitterer Galle" (Vers 23). Wie viele von uns fühlen versteckt in unseren Herzen Neid, wenn wir sehen, wie andere in ihrem Dienst erfolgreich sind? Wir sagen "Halleluja" und wünschen uns dann insgeheim, dass er oder sie scheitert.

Diese sündigen Motive waren ein Teil von Simons Leben, bevor er gerettet wurde. Die Macht Gottes war für ihn eine Versuchung zurück zu fallen in seine alten Charakterzüge. In der Kraft des Heiligen Geistes zu wirken, während wir Charakterschwächen verstecken, macht uns zu über-geistlichen Helden, was nicht viel besser ist als Hexerei.

Diese Versuchung ist so gefährlich, dass sie sogar dazu führen kann, unsere Rettung zu verlieren, sogar während wir predigen und Wunder tun. Matthäus 7, 22-23 – Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!

Das Wort "viele" in diesem Abschnitt ist besonders beunruhigend. Dies ist ein weitverbreitetes Phänomen, nicht nur ein seltenes Symptom.

Jeder Segen Gottes kann eine Versuchung sein. Weisheit kann zu intellektuellem Stolz führen. Schönheit kann zu Lust führen. Wohlstand kann zu Gier führen. Je mehr wir gesegnet sind, desto mehr müssen wir unsere Reinheit bewahren. Je reiner unsere Herzen bleiben, je mehr kann Gott seinen Segen ausgiessen. Weil die Salbung des Heiligen Geistes so ein besonderer Segen ist, kann sie ein sehr subtile Versuchung sein.

Als der Teufel Yeshua versuchte (Matthäus 4, Lukas 4), hat er das nicht mit Drogen, Sex oder Gewalt versucht, sondern mit der Berufung, für die Yeshua berufen war. "Verwandle diesen Stein in Brot" – Yeshua hat später Wasser in Wein verwandelt und tausende mit Brot und Fisch ernährt. "Wirf dich vom Tempel hinunter" – Yeshua wurde später gekreuzigt und stand von den Toten auf – das grösste Wunder der Geschichte. "Regiere die Königreiche dieser Erde" – Yeshua wird sicherlich die Welt regieren – in Seinem messianischen Königreich, das kommen wird (Johannes 18, 37; Offenbarung 11, 15; 20, 4).

Unsere Gaben und Berufungen, unsere Salbung und unsere Schicksal, unser Sehnen nach wirkungsvollem Dienst müssen alle ans Kreuz gebracht werden. Nachdem sie "gestorben" und "auferweckt" worden waren, werden sie viel Frucht bringen (Johannes 12, 24). Das Kreuz reinigt uns; die Auferstehung befähigt uns. So wie das Kreuz vor der Auferstehung kommt, so kommt die Reinheit vor der Befähigung Wunder zu tun. Nachdem Yeshua gebetet, gefastet und den Versuchungen des Bösen widerstanden hatte, kam er zurück in der Kraft des Heiligen Geistes (Lukas 4, 14). Das Wort Gottes durchdringt unsere Herzen, so dass wir die richtigen Motive haben (Hebräer 4, 12).

Wir sind angewiesen Wunder zu tun als ein Teil unses Auftrags (Markus 16, 17; Matthäus 10, 8). Wir sollen Gaben anstreben und Gottes Herrlichkeit nachgehen (1. Kor. 14, 1; Römer 2, 7). Mangel an Wunderheilungen sind ein Zeichen für Unglauben (Matthäus 17, 20) und ein Mangel an Liebe (Matthäus 14, 14). Wahre Gottesfurcht wird sich in Wundern zeigen (Apg. 2, 43; 5, 11-12). Zeichen und Wunder waren die universelle Bestätigung für die Botschaft der Bibel (Markus 16, 20; Römer 15, 19; Hebräer 2, 4). Wir müssen für den Mut beten, sie zu tun (Apg. 4, 30).

Wir sehen hier ein doppeltes Werk des Heiligen Geistes. Wir können beide verpassen. Wir können zynisch werden, die Realität von Wundern anzweifeln und den Preis nicht bezahlen, sie zu erlangen. Oder wir können sie aus egoistischen Gründen anstreben.

Philipper 1, 15-18 – Einige zwar predigen Christus aus Neid und Streitsucht, einige aber auch in guter Absicht: Diese aus Liebe... jene aber verkündigen Christus aus Eigennutz. Was tut's aber? Wenn nur Christus verkündigt wird... so freue ich mich darüber.

Aus den falschen Motiven zu predigen, ist ein Fehler. Bitter zu sein über jene, die es tun, ist ein anderer. Es berühmten Predigern übelzunehmen ist genau so scheinheilig, als selbst ein falscher Prediger zu sein. Manche Leute verwenden mehr Engergie darauf andere zu kritisieren, als an Jesus zu glauben. Was ist die Antwort? Predigt weiterhin in Liebe, bleibt voll Freude, selbst dann wenn andere falsch motiviert zu sein scheinen. 

Lasst uns keine Entschuldigungen finden für den Mangel an Wundertaten. Jetzt ist die Zeit in Kühnheit durchzubrechen, mit echtem Glauben und einem reinen Herzen.


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