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Annapolis und der “Friedensprozess”
©Asher Intrater November, 2007

Noch in diesem Monat werden sich Arabische und Israelische Führer für eine weitere Runde der “Friedensverhandlungen” treffen. Der bisherige Friedensprozess war gekennzeichnet von vielen Enttäuschungen und wenigen Siegen. Wenn nur schon das Thema zur Sprache kommt, so sind starke Reaktionen auf allen Seiten, in der Israelischen, der christlichen und der muslimischen Gemeinschaft sicher. Wir müssen beten, nur… Wie sollen wir beten?

Nun, natürlich können wir beten: „Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden“ – Mat 6,10. Das Folgende sind ein paar Punkte, die miteinbezogen werden können:

Gegen den Friedensprozess

  1. Die meisten Vorschläge, die gemacht werden für den Frieden, sind Zugeständnisse von Seiten Israels, ohne entsprechende Zugeständnisse der Muslimischen Nationen oder der Palästinenser.
  2. In den letzten paar Jahren hat sich Israel total zurückgezogen aus allen Gebieten im Libanon und im Gazastreifen. Der Dank waren Bombenangriffe und Krieg von Hamas und Hisbollah.
  3. Die Versprechungen der Internationalen und Arabischen Gemeinschaft an Israel werden oft nicht erfüllt. Zum Beispiel hätte das Friedensabkommen mit dem Libanon verlangt, dass die Hisbollah und Syrien es mit einer Nicht-Aufrüstungs-Politik stärken. Stattdessen sehen wir intensive Aufrüstung und ein Zur-Schau-Stellen des Abkommens.
  4. Selbst wenn eine moderate Islamische Regierung ein Abkommen mit Israel unterzeichnet, heisst das nichts, sobald eine radikalere Partei an die Macht kommt. Genau das spielte sich ab im Gazastreifen, passiert gerade jetzt im Libanon und droht auch in Ägypten und in Jordanien zu passieren.
  5. Auf jeden Fall werden die klaren biblischen Besitztumsrechte des Landes Israel von der Muslimischen Welt und der internationalen Gemeinschaft total ignoriert. Das Land wurde Israel durch einen Bund mit seinen Vorvätern gegeben. Die Rückkehr und Wiederansiedlung nach dem Exil wurde von Gott wiederholt durch die Propheten vorhergesagt. Die Internationale Gemeinschaft akzeptiert die Muslimischen religiösen Ansprüche auf das Land, ist aber nicht bereit die biblische Position in Betracht zu ziehen.
  6. Die Kräfte des Islamischen Djihad nehmen auf der ganzen Welt zu und ihr Ziel ist die gewalttätige Zerstörung Israels. Jede Friedensverhandlung, welche die Ziele des internationalen Djihad nicht bedenkt, ist eine Täuschung, vergleichbar mit Chamberlains (damaliger Premierminister Englands) Anstrengungen Hitler zu besänftigen vor dem Zweiten Weltkrieg.
  7. Die Bibel sagt uns, dass die aktuellen Konflikte sich weiter verschlimmern werden, bis es einen gemeinsamen, internationalen Angriff auf Israel gibt (Sach 12-14). Dieser Angriff wird als Angriff auf Jeschua (Jesus) persönlich gesehen werden und Er wird gegen jene kämpfen, die Israel angreifen.

Für die Friedensverhandlungen

  1. Biblische Prophetien zeigen, dass es eine Zeit des Friedens und des Wohlergehens geben wird für Israel bevor der Messias wieder kommt und die Kriege der Endzeit beginnen (Hes 38,10-11; Sach 2,4; Joel 2). Gemäss den Prophetien werden die apokalyptischen Kriege nicht von den lokalen Palästinensischen Gemeinschaften kommen, sondern von grösseren, internationalen Verbindungen ausserhalb.
  2. Aus militärischer Sicht stellen nicht die Palästinenser die wirkliche Bedrohung für das Überleben und die Existenz Israel dar, sondern die grösseren Nationen wie Syrien oder der Iran (auch Irak stellte ein solche Gefahr dar, aber die amerikanische Präsenz dort, hat die Gefahr für die unmittelbare Zukunft gebannt).
  3. Das Neue Testament ruft uns auf, für die Regierungen zu beten, dass sie Frieden und Ordnung zu bringen vermögen, damit auch die Voraussetzungen für die Verbreitung des Evangeliums gut sind (1. Tim 2,1-6).
  4. Aus biblischer Sicht ist Frieden und Versöhnung vorzuziehen. Krieg ist nur dann eine Möglichkeit, wenn die Friedensverhandlungen scheitern. Die Idee von Frieden, selbst in begrenztem Ausmass, während dieser Zeit vor der Rückkehr des Messias, wird als Segen angesehen, nicht als Fluch.
  5. Ungefähr 2 Mio Palästinenser leben in Israel und der Westbank (Judäa und Samarien). Es muss eine Lösung gefunden werden für ihre Bürgerrechte. Israel will und kann sie nicht vollständig in die Israelische Gesellschaft eingliedern. Obwohl Israel die Kontrolle über die Sicherheit behalten muss, so muss doch auch ein Weg gefunden werden, den Palästinensern Autonomie für ihr tägliches Leben zu gewähren.
  6. Wegen der grossen Anzahl von Palästinensern ist eine längere militärische Kontrolle ohne diplomatische Lösungen sowohl finanziell wie auch effektiv untragbar.
  7. Weil es unter den Muslimen eine höhere Geburtenrate gibt, müssen klare Grenzen festgesetzt werden zwischen den Bevölkerungen, damit nicht die Jüdische Mehrheit in Israel bis in eine paar Jahren regelrecht gefährdet wird.

Was ist mit den moderaten Muslimen?

  1. Manche sind der Meinung, dass es so etwas wie einen moderaten Muslim nicht gibt. In meinen Gesprächen mit Arabischen Christen, stimmen die meisten überein, dass es eine grosse Anzahl moderater Muslime gibt, vielleicht sogar die Mehrheit.
  2. Wie auch immer, ein moderater Muslim ist noch immer ein Muslim. Ein moderater Muslim glaubt nicht daran, Terrorismus oder militärische Angriffe zu verwenden, um Israel zu zerstören. Aber seine muslimische Weltanschauung verleugnet die biblischen Bunde, die vergangene und gegenwärtige Geschichte, und beansprucht den Jüdischen Tempelberg als „Heiligen“ Ort des Islam.
  3. Die moderaten Muslime waren nicht fähig oder nicht willig die Aktionen der radikalen Muslime einzuschränken. Ihre „Neutralität“ in Bezug auf die Gewalt des Djihad ist am Ende gleichzusetzen mit einer passiven Unterstützung, die es ermöglicht, dass diese Gewalt weiter ausgeübt wird.

Aus geistlicher Sicht

  1. Schlussendlich kann nur Jeschua im Mittlern Osten Frieden bringen (Luk 19,42). Wir sollten nicht von einem Politiker, ob links oder rechts, eine volle Lösung erwarten. Trotzdem sollen wir für die Regierung beten, dass sie in Weisheit und Integrität handeln, damit wenigstens eine zeitlich begrenzte und teilweise Lösung möglich wird.
  2. Im Leib des Messias sind wir aufgerufen ein alternatives Beispiel von Versöhnung durch die Liebe Jeschuas zu offenbaren. Messianische Juden in Israel und Palästinensisch-Arabische Christen haben diese Art der Versöhnung seit Jahre vorgelebt.
  3. Die Christen weltweit sollten das Recht der Israelischen Regierung ohne Zwang eigene Entscheidungen betreffend der Sicherheit und Diplomatie zu treffen, respektieren und unterstützen. Schlussendlich sind es nämlich unser Volk, unsere Bürger, unsere Soldaten und unsere Führer hier, die den Preis bezahlen müssen.

Bitte BETET für unsere Arbeit in Israel: Für die Evangelisation unter Einheimischen, die Gründung von Messianischen Gemeinden, die Jüngerschaftsschule, prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.


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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.