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Jahweh oder Jehovah
© 12.April 2007 Asher Intrater

Was steckt in einem Namen?

Worte haben grosse geistliche Bedeutung. Gott schuf die Welt mit Worten und regiert mit Worten über die Welt. Die Kraft der Worte liegt in ihrer Bedeutung, nicht so sehr in ihrer Aussprache. Ich werde oft gefragt, wie man den Namen YHVH ausspricht  – Jahweh oder Jehovah? Die Frage an sich geht eigentlich teilweise am Punkt vorbei. Es gibt in der Torah, in den Prophetenbüchern oder im Neuen Bund keine Diskussion darüber, wie der Name ausgesprochen werden soll.

Ein Name ist ein Wort, das eine Person beschreibt. Die Namen in der Bibel hatten prophetische Bedeutung. Sie beschrieben von einer Person den Charakter, ihr Schicksal, ihre Bestimmung.  In dem Masse, in dem wir einen Namen betrachten, um durch seinen Klang Macht zu haben, sind wir dem Aberglauben verfallen. Wenn wir jedoch die geistliche Bedeutung eines Namens zu verstehen suchen, berühren wir die Wurzel seiner Macht.

Wenn ich also gefragt würde, wie der Name YHVH auszusprechen ist, würde ich antworten wollen:

2. Mose 34, 5-7

Da kam der Herr [YHVH] herab in einer Wolke und trat daselbst zu ihm und rief den Namen des Herrn [YHVH] aus. Und als der Herr [YHVH] vor seinem Angesicht vorüberging, rief Er: Der Herr [YHVH], der Herr [YHVH], der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von grosser Gnade und Treue;

Auf diese Weise macht der Engel des Herrn [YHVH] dem Moses den Namen und die Bedeutung des Namens am Berg Sinai bekannt. Das ist Sein voller Name, wie wenn es eine Liste von Charaktereigenschaften wäre. Es war keine Lektion über Aussprache; es war eine Erklärung von Gottes Attributen und seiner „Personschaft“. Dieser gleiche Engel hatte dem Mose früher erklärt:

2. Mose 6,3

Ich bin Abraham, Isaak und Jakob erschienen als der Allmächtige Gott; aber nach meinem Namen „Herr“ [YHVH] habe ich mich ihnen nicht geoffenbart.

Diese Feststellung bedeutet nicht, dass das Volk Israel den Namen YHVH nicht kannte noch wusste, wie man ihn ausspricht. Es bedeutet, dass sie noch nicht die volle Bedeutung des Namens empfangen hatten in der Weise wie er ihnen während des Exodus und am Sinai offenbart wurde. Wiederung ist der Punkt hier nicht die Aussprache, sondern die Offenbarung.

Wir wissen das, weil die Buchstaben und der Klang der Menschheit schon lange vorher bekannt waren, sogar schon zu Zeiten von Enosch.

1.Mose 4, 26

Damals fing man an, den Namen des Herrn [YHVH] anzurufen.

Die Patriarchen der Frühzeit wussten wussten, wie man den Namen des Herrn anrief, aber sie hatten nicht die Fülle der Bedeutung des Namens. Die Offenbarung, die sie hatten, war die Bedeutung des Namens El oder Elohim. Im Hebräischen bedeutet die Wurzel des Wortes El „Kraft“. Die Patriarchen kannten Gott als El Shaddai, den Gott der Natur, Versorgung, der Kraft und des Schutzes.

Zur Zeit des Mose empfing das Volk Israel mehr Offenbarung über Gott betreffend Sein Gericht, Seine Erlösung und Heiligkeit. Das haben sie beim Exodus gelernt – nicht eine andere Art, die Buchstaben auszusprechen.

Die Wurzel des Namens YHVH im Hebräischen bedeutet „zu sein“. Der Buchstabe V kann früher durchaus mehr wie der Klang eines W ausgesprochen worden sein. Jedoch besteht zwischen der Aussprache als V oder W kein Unterschied in der Bedeutung und deshalb hat sie nach meiner Meinung keinerlei Wichtigkeit.

Das biblische Hebräisch wurde nur in Form von Konsonanten geschrieben, wie wir es in den Buchstaben YHVH sehen. Deshalb bezieht sich die wesentliche Frage der Aussprache darauf, welchen Vokal (in Form von Punkten) man den Konsonanten zur Seite stellt. Die Vokal können einen Unterschied in der Bedeutung ausmachen. Wenn wir den Konsonanten die Vokale „e“, „o“, „a“ beifügen, erhalten wir den Namen JeHoVaH.

In dieser Form steht das „e“ (sh’va) für die Zukunft, das „o“ (holom) für das Präsens und das „a“ (patach) bezieht sich auf die Vergangenheitsform. Dies verleiht dem Namen JeHoVaH die Bedeutung „Er wird sein, Er ist, Er war.“ In anderen Worten: derEwige. Diese Bedeutung passt zum Verständnis der Patriarchen der Vorzeit.

Wenn man die Aussprache JaHWeH wählt, gibt es keinen speziellen Sinn in der Anordnung der Vokale. Aus diesem Grund sehe ich JeHoVaH als vozuziehen. Aber es gibt auch noch einen grammatikalischen Grund. Hebräische Vokale verändern, abhängig von der Anzahl der Silben und der Position der Silben im Namen ihre Form.

Wenn es nur eine Silbe gibt, so wie bei Yah, dann ist der „a“-Vokal korrekt. Oder wenn die Buchstaben am Ende des Wortes stehen, wie bei Eliyah (Elijah), dann ist „a“ ebenfalls korrekt. Wenn jedoch der Vokal am Anfang eines Wortes aus vielen Silben steht, verändert er sich. Das ist mit Hilfe einer Bibelkonkordanz leicht zu beweisen.

Namen wie Jehojachin oder Jehoschua oder Jehojada oder Jehoschafat besitzen die gleichen Wurzelbuchstaben wie YHVH in der gleichen Anordnung von Silben. Alle Namen dieses Musters führen die Vokale in der Reihenfolge „e“ – „o“ – „a“. Wenn das gleiche Muster auf die Buchstaben [YHVH] angewendet wird, sehen wir den Namen wieder als Jehovah. 

Da JEDES Beispiel der [YHVH]-Wurzel, die in biblischen Namen dieses Musters angewendet wird, die Vokale als „e“-„o“-„a“ zeigt, müsste man irgendeinen anderen, überwältigenden Beweis aufzeigen, textlich oder grammatikalisch, um eine andere Aussprache zu wählen, Es gibt kein anderes überwältigendes Belegmaterial, das schwerwiegend genug ist, die biblischen und grammatikalischen Anhaltspunkte zu widerlegen.

Zusammenfassend weisen 1) die Bedeutung der Vokale, 2) die grammatikalische Form und 3) die Liste biblischer Beispiele alle auf Jehovah (oder Jehowah) als vorzuziehende Aussprache vor Jahweh hin.

Die Aussprache des Namens, nur um der Aussprache willen, macht kaum einen Unterschied. Wenn es ein wichtiger Punkt wäre, hätte Jeschua (Jesus) oder einer der Apostel ihn hervorgehoben. Religiöse Kulte sowohl in der jüdischen als auch in der christlichen Welt haben zu manchen Zeiten eine grosse Betonung auf bestimmte Aussprachen gelegt, aber diese Betonung kann nicht durch die Schrift unterstützt werden.

(Zum Beispiel ist es unter einigen ultra-orthodoxen jüdischen Rabbis in Jerusalem verbreitet, sich auf YHVH als „D“ (daleth) zu beziehen. Eine andere rabbinische Überlieferung hält fest,  dass Jeschua Wunder vollbrachte, indem Er die Aussprache des Namens YHVH aus dem Allerheiligsten „stahl“, sie aufschrieb und in Seinem Oberschenkel verbarg. [Toldot Yeshu, Kapitel 3]).

Dieses Aussprache-Thema führt weiter bis zum Namen Jeschuas selbst. Der Name Jeschua ist eine verkürzte Form von Jehoschua (Joschua). Jehoschua selbst ist eine Verkürzung der Worte Jehovah Joschia (Jehovah rettet). In anderen Worten ist der Name YHVH IN dem Namen Jeschua ENTHALTEN. Dies stimmt mit der biblischen Prophetie überein:

2.Mose 23, 20-21

Siehe, ich sende einen Engel vor Dir her, dich zu behüten auf dem Weg und dich an den Ort zu bringen, den ich bereitet habe. Hüte dich vor Ihm und gehorche Seiner Stimme und sei nicht widerspenstig gegen Ihn; denn Er wird eure Übertretung nicht ertragen; denn Mein Name ist in Ihm.

Was für eine erstaunliche Prophezeiung: Der Name YHVH würde in dem Namen des Engels sein, der die Kinder Israels führen würde. Dieser Engel YHVH würde die Kraft, den Charakter und die Autorität des Namens YHVH haben. Zusätzlich würde der Name YHVH in dem Namen des Engels enthalten sein. Beide Dimensionen dieser Prophetie wurden erfüllt, als Jeschua bei der Geburt Seinen Namen erhielt.

Heute wollen einige Christen und messianische Juden den Namen des Messias J`schua oder Jaschua buchstabieren, während viele moderne Israelis sich mit Jeschu auf ihn beziehen. All diese Ausspracheweisen sind offensichtlich nicht korrekt. Der Name Jeschua ist dreissig (30) Mal im hebräischen Text der Bücher der Bibel zu finden, die nach dem Exil entstanden sind (wie Esra und Nehemia).

Jedes einzelne Mal ist der Name Jeschua geschrieben. Der Punkt über dem Vokal ist ein „Tsere“, kein „Patach“, „Kamats“ oder „Sch`va“; nicht einmal ein „Segol“. Es steht immer ein „Ayin“ am Ende des Namens. Man könnte darüber streiten, den Namen als Jeischu`a zu transkribieren, aber sicher nicht J’schua, Jahschua oder Jeschu.

Für mich persönlich ist es unbedeutend, wie jemand den Namen ausspricht. Ich will nur meinen Freunden helfen, nicht von jemandem gefangen zu werden, der einen kultischen, scheinheiligen oder falschen intellektuellen Geist hat und dir sagt, dass du das Falsche tust, wenn du den Namen nicht genau so aussprichst, wie sie es sagen (auch wenn das, was sie dir sagen, sowieso nicht die korrekte Aussprache ist). Umgekehrt sprachen alle sieben Skeva-Brüder den Namen Jeschuas perfekt aus, übersahen jedoch die Bedeutung und die Autorität des Namens und wurden deshalb vom Satan überwunden (Apg. 19, 14).

Der wunderbare Teil des Namens Jeschua ist es, zu wissen, dass in Seinem Namen offenbarende Bedeutung ist und dass der Name und die Autorität YHVHs IN Seinem Namen  ENTHALTEN ist. Du musst dir keine Gedanken machen, wie YHVH auszusprechen ist, weil YHVH schon in Jeschua enthalten ist. Oder, um einen alten Werbespruch umzuformulieren: „Wenn du Jeschua gesagt hast, hast du alles gesagt.“

Ich würde die Offenbarung der göttlichen Namen auf diese Weise zusammenfassen: „El“ steht für Gottes Kraft; „Jehovah“ steht für Seine Heiligkeit, und „Jeschua“ steht für Seine Liebe. Das sind die drei grundlegenden Merkmale von Gott: Kraft, Heiligkeit und Liebe. Gott offenbarte der Menschehit Seinen Namen (Seine Charaktereigenschaften) in drei grossen, fortschreitenden Offenbarungen.

Gott ist allmächtig, doch wird Seine Macht gelenkt von Seiner Heiligkeit. Gott ist vollkommen heilig, doch hat Seine Liebe die Heiligkeit überwunden indem Er uns eine Möglichkeit anbot, Vergebung zu empfangen (durch das Kreuz), lange bevor der Tag des Gerichts und der Strafe kommt.

Halleluja! Wir kannten Ihn erst als Elohim. Dann kannten wir Ihn besser als Jehovah. Jetzt kennen wir Ihn am besten in Jeschua. In Ihm kommen die Macht, Heiligkeit und Liebe Gottes alle in einer vollen und perfekten Ausgewogenheit zusammen. Das ist der Name über allen Namen (Phil 2,9), und der einzige Name, in dem die Menschheit gerettet werden kann (Apg. 4, 12).


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