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Zwei palästinensische Tragödien
© June 2006 Asher Intrater

Am 9.Juni, Freitagnachmittag, begab sich die Familie Raaliah aus Gaza an den Strand um dort ein wenig Zeit zu verbringen. Irgendwann zwischen 16:57 und 17:10 explodierte eine Bombe. Die ganze Familie (7 Menschen) war sofort tot, ausser Hoda, die hübsche Tochter, die noch kein Teenager ist.

Ein arabischer Reporter war in der Gegend und rannte an den Unglücksort mit seiner Kamera. Dort schoss er Bilder von Hoda, die sich schreiend und in Schockzustand auf die Leichname ihrer Familie stürzt. Bilder, die einem das Blut gerinnen lassen. Die Explosion wurde sofort der israelischen Artillerie zugeschrieben. Die Bilder von Hoda wurden durch die El Jazeera Fernsehstation immer und immer wieder in die arabische Welt ausgestrahlt.

Die erste Reaktion von israelischer Seite besagte, dass diese Explosion scheinbar mit keiner ihrer Artillerie Attacken übereinstimmte. Verteidigungsminister Amir Perets formte eine unabhängige Untersuchungskommission, angeleitet vom pensionierten General Yossi Peled. Er entschied auch, dass jegliche israelische Attacken auf Gaza bis zum Ende der Untersuchungen eingestellt würden.

Die Hamas rief zu Vergeltungsschlägen an Israel auf. In den 4 Tagen, die auf den schrecklichen Zwischenfall am Strand von Gaza folgten, wurden über 80 Kasam Raketen auf Israel abgeschossen, die meisten davon auf Stadt Sederot. Dort begannen die Bewohner gegen Perets (der selbst in Sederot wohnt) zu demonstrieren, weil er sie nicht genug beschützen liess.

Am Dienstagmorgen, dem 13.Juni sichtete der israelische Geheimdienst einen palästinensischen Kleinbus mit 3 Djihad Kämpfern, die eine „Grad“ Rakete geladen hatten, die auf Israel abgeschossen werden sollte. (Die Grad-Raketen sind stärker als die primitiveren Kasam, und wenn eine davon auf Sederot abgeschossen worden wäre, hätte dies viel Schaden und Tod verursachen können.)

Um 11:40 feuerte die israelische Flugsicherung ein Geschoss auf den Kleinbus, das zwar die drei Terroristen tötete, aber nicht die Grad-Rakete zerstörte. 60 Sekunden später wurde ein zweites Geschoss auf denselben Kleinbus abgefeuert. In diesen 60 Sekunden waren aber Mitglieder der Familie Mugrabi, die in einem Haus gegenüber dem Ort, an dem der Kleinbus getroffen wurde, wohnten, hinaus gerannt um zu sehen, was geschehen war. Auch eine Anzahl palästinensischer Zuschauer scharten sich um den Bus. Als das zweite Geschoss in den Bus einschlug, wurden 8 von diesen Zuschauern getötet.

Am selben Tag kamen die Ergebnisse der israelischen Untersuchung der Explosion am Strand von Gaza an die Öffentlichkeit: Dieser Zwischenfall ereignete sich 5 Minuten nach und 300m entfernt von einem israelischen Artillerieangriff. Untersuchungen von Schrapnellen, die einem palästinensischen Opfer in einem israelischen Spital entfernt wurden, zeigten, dass es sich dabei nicht um ein israelisches Geschoss handelte.

Trotzdem war zu diesem Zeitpunkt fast die ganze Welt überzeugt davon, dass dies alles Israels Fehler war. Die Stimmung in den palästinensischen Gebieten ist „heiss“, weil sie Israel beschuldigen ihr Volk wahllos umzubringen. (Interessanterweise wurde die Grad-Rakete von Djihad Kämpfern selbst nach dem zweiten Beschuss unbeschädigt geborgen und an einen anderen Ort gebracht.)

In der Zwischenzeit veröffentlichte Israel seine Grundsätze:

  1. Jeder, der mit dem Abschuss von Geschossen jeder Art oder anderen terroristischen Tätigkeiten gegen Israel zu tun hat, wird unverzüglich von der israelischen Armee attackiert.
  2. Es wird so gut wie möglich darauf geachtet, dass keine unschuldigen palästinensischen Zuschauer dabei zu Schaden kommen.
  3. Israel bekundet offiziell und in aller Art seine Erschütterung über unschuldige Palästinenser, die in den bewaffneten Kämpfen verletzt wurden oder ums Leben kamen.
  4. Israel ist bereit jederzeit in Friedensverhandlungen einzutreten, sobald die Palästinenser die terroristischen Angriffe einstellen.
  5. Das israelische Verteidigungsministerium nimmt jederzeit von unschuldigen Palästinensern, die verletzt wurden oder deren Besitz beschädigt wurde, Beschwerden auf rechtlichem Wege entgegen.

All dies geschieht in der Folge einer anderen Tragödie: ein israelischer Pendlerzug kollidierte gestern mit einem kleinen Laster, der auf der Bahnüberfahrt der Kreuzung Beit Joshua in der Nähe von Hadera blockiert hatte. Der Zug entgleiste daraufhin, 5 Menschen starben, Dutzende wurden verletzt.

Ich danke euch für eure Gebete für diese kleine, sich abrackernde Region der Welt. Durch Gottes Gnade breitet sich das Evangelium unter dem Volk Israel auch inmitten all dieser Prüfungen weiter aus.

Betet bitte auch für unsere palästinensischen Freunde, die das Evangelium verbreiten. Sie berichten, dass die Fortsetzung ihres Dienstes immer schwieriger wird, seit der Einfluss der Hamas zunimmt.


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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.