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Revive Israel Ministerien

Der Terror und die kommenden Wahlen
© März 2006 Asher Intrater

I. Die Nadel im Heuhaufen
Die Warnungen über mögliche Terroranschläge haben sich im letzten Monat gemäss den israelischen Sicherheitskräften um 50% vermehrt. Im Moment gibt es siebzig (70!) Warnungen, wovon 13 als “heiss” oder “zugespitzt” bezeichnet werden. Da die israelischen Wahlen vor der Tür stehen, könnte eine grössere Terrorattacke das schon jetzt unstabile Umfeld beeinflussen.

Am Montag (20. März) hat der israelische Geheimdienst mehrere Hinweise erhalten, die ihn glauben liess, in Kürze würde ein Anschlag geschehen. Am Dienstagmorgen begann er also den Spuren zu folgen, die von Kalandia nach Jerusalem führten. Um 11:00 verloren sie den Verdächtigen in Ost-Jerusalem aus den Augen. Um 11:43 schlugen sie Alarm unter Code “Dagger”, was heisst dass ein bewaffneter Terrorist sich schon in Israel befindet und eine Explosion zu erwarten ist.

Der Verkehr in Jerusalem war binnen Sekunden ein Chaos. Auf der Hauptstrasse, die aus Jerusalem hinausführt, waren um 11:47 bereits zwei Strassensperren aufgebaut. Bei der Haggai-Tor Ausfahrt brach ein blauer Kleinbus aus der Kolonne bei der ersten Sperre aus und begann die Autobahn entlang nach Tel Aviv zu flüchten. Er kam zur Kolonne bei der zweiten Strassensperre in der Nähe vom Kibbuz Shalabim. Zwei Verkehrspolizisten, die über Funk benachrichtigt worden waren, rannten von der Strassensperre Richtung Kleinbus, sie winkten mit den Pistolen und riefen den umstehenden Reisenden zu, sich auf den Boden in ihren Fahrzeugen zu legen.

Um 12:20 waren die Verdächtigen aus dem blauen Kleinbus (der 20-jährige Terrorist von Shechem, der israelisch-arabische Fahrer aus Ost-Jerusalem und weitere 8 Palästinenser ohne Papiere) auf den Knien am Boden und hatten Handschellen an.

Israelische Sprengstoffexperten fanden die Bombe mit rund 6.5kg Sprengstoff und über 200 Metallschrotkugeln unter dem Beifahrersitz. Die Bombe war noch nicht zusammengebaut worden und somit noch nicht explosionsbereit.

Während die Zeitungen die Verhaftung als ein Wunder bezeichnen, steigt in der israelischen Bevölkerung die Besorgnis, dass eines Tages eine der vielen geplanten Attacken erfolgreich sein wird. Der israelische Verteidigungsminister Shaul Mofaz erklärte gestern, dass im vergangenen Jahr 1.8millionen Dollars (!) vom Iran an den palästinensisch-islamischen Djihad überwiesen wurden, das meiste davon durch Djihad Büros in Damaskus.

II. Verdächtige Stille
Bitte betet dafür, dass Gottes Wille in den israelischen Wahlen geschieht, die auf den kommenden Dienstag (28. März) angesetzt sind. Die ganzen Wahlkampagnen verliefen verdächtig still und friedlich. Manche begründen diese Stille mit Langeweile, Desillusionierung, Apathie oder auch dem Mangel einer attraktiven Option.  Andere sehen die Stille mehr im Zusammenhang mit der neuen Hamas-Regierung in den palästinensischen Gebieten; entweder muss die Hamas die Situation beruhigen um ihre Regierung zu organisieren, oder es ist einfach die Stille vor einem erneuten Sturm von Attacken.

Auf jeden Fall ist die Stille auf der politischen Ebene auch irgendwie positiv (keine Neuigkeiten heisst im Mittleren Osten guten Neuigkeiten); und wir wurden angewiesen zu beten, dass die Regierung ein ruhiges und stabiles Leben in der Gesellschaft ermöglicht  (1.Thimotheus 2, 2).

Gegenwärtige Umfragen sagen den Rechtsparteien 40 Knesset Sitze voraus. Doch sie sind in 4 grössere Gruppen aufgeteilt: Likud (Netanjahu); Sephardisch -Orthodoxe (Schas); Orthodoxe Nationalisten (Mafdal); und die nationale Union (Libermann). Obwohl sie gemeinsam den grössten Anteil an der Knesset stellen würden, ist es unter den gegenwärtigen Umständen unwahrscheinlich, dass sie gewinnen, weil sie in 4 Gruppen aufgeteilt sind.

Die konservativ-liberale Kadima (Olmert) erhält in Umfragen etwas mehr als 35 Sitze und da es im Moment keine andere Zentrumspartei gibt, haben sie die beste Chance die Wahlen zu gewinnen. Der liberale Flügel bekommt in Umfragen zwischen 25 und 30 Sitzen, doch sie sind aufgeteilt in zwei Gruppen: Arbeiterpartei (Amir Perets) und Meretz (Beilin).

Ein grosser Terroranschlag könnte die Wähler mehr nach rechts tendieren lassen. Die Wahl der Hamas bei den Palästinensern bewegte die politische Stimmung in Israel schon etwas nach rechts, aber weniger als erwartet. Die dramatische Verhaftung der Terroristen diese Woche und der Häftlinge von Jericho letzte Woche stärkten die Position der Kadima.

Die gewalttätige Handhabung des Aufstandes in der Amona Siedlung vor über einem Monat brachte der Kadima einen Verlust an Stimmen ein. Trotzdem wurde deswegen wieder Unterstützung gewonnen für die Durchsetzung von Gesetz und Ordnung. Im Allgemeinen fügte dieser Zwischenfall der Kadima einen kleinen Schaden zu, aber nicht zu sehr. Meiner Meinung nach war die eher liberale israelische Presse etwas voreingenommen, was Netanjahu angeht.

Eine grosse Frage in jeder israelischen Wahl ist es nicht nur, welche Partei gewinnt, aber auch welche Koalition wird daraus geformt. Eine Koalition zwischen der Kadima und der Rechtspartei Likud wäre anders als eine Koalition der Kadima mit der Arbeiterpartei. Lukas 11 sagt uns, dass ein Reich, das vereint ist stark ist, aber ein Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet. Darum bitte ich diejenigen, die wollen, dass Israel stark wird, dass sie für eine vereinte Regierungskoalition beten.

III. Präsident Bushs Stellung
Israelische Zeitungen zitierten eine Aussage von Präsident Bush, dass die Vereinigten Staaten Israel gegen jeden Angriff vom Iran zur Seite stehen würden, sogar wenn das eine militärische Konfrontation zwischen den U.S.A. und dem Iran. Er bezeichnete Israel als den Hauptverbündeten der Vereinigten Staaten im Mittleren Osten. Ich betrachte das als eine mutige und loyale Äusserung.

Lasst uns für Stabilität für die neue Regierung im Irak beten; für ein gerechtes Ende des Prozesses gegen Saddam Hussein; für eine Zerstörung der internationalen Terroristengruppen, die in den Irak eingedrungen sind; für die Verhaftung von Bin Laden und die Zerstörung des Al Kaida Netzwerks; für starke internationale Ablehnung von Irans Nuklearprogramm und ihre Anti-Israel und Pro-Terror Haltung; und für ein Aufwachen der europäischen Staatengemeinschaft, damit sie die Gefahren des militanten Islam erkennt.

Lasst uns beten für evangelistische Durchbrüche in der islamischen Welt, besonders bei unseren palästinensisch christlichen Freunden.


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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.