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Reale und geistliche Kampfführung
© April 2006 Asher Intrater

Seit 17 Tagen führt Israel gegen die Hisbollah Krieg. Im Durchschnitt wurden 100 Katjuscha Raketen pro Tag auf den Norden Israels abgefeuert. Israel hat 3 Abteilungen von Kriegsreservisten einberufen. Syrien hat seine Armee jederzeit abrufbar. In dem Moment, in welchem ich hier schreibe, wurde der israelische Armee Oberbefehlshaber Haluts mit Magenschmerzen in das Spital eingeliefert.

Dieser Krieg ist sowohl real, als auch geistlich. Hier sind einige Einblicke und Informationen, die uns helfen sollen, zu beten:

1.        Die Psalmen – Das hebräische Wort für Raketen ist “Teelim”; Psalmen sind die „T’heelim“. Ein israelisches Sprichwort sagt: “Wir benützen t’heelim (Psalmen) gegen teelim (Raketen)“. Es war eindeutig kein Zufall, dass diese Woche israelische Oberrabbiner die Nation öffentlich aufriefen, den Psalm 83 zu lesen, während genau zu dem Zeitpunkt ein altes lateinisches Manuskript (von 1000 n.Chr.) in einem Sumpf in Irland entdeckt wurde, das bei Psalm 83 aufgeschlagen war.

2.        Berechtigter Krieg – Die Israeli haben das Gefühl, dass es für sie keine andere Möglichkeit gegeben hat, als diesen Krieg zu schlagen. Beim Angriff der Hisbollah befand sich kein einziger israelischer Soldat im Libanon. Die Hisbollah überschritt eine internationale Grenze ohne Grund und griff uns an. Eine Umfrage in dieser Woche hat gezeigt, dass 90% der jüdischen Israeli denken, unsere militärische Reaktion sei berechtigt. (80% finden, dass die israelische Armee, 70% dass Premierminister Olmert und 60% dass Verteidigungsminister Perets gute Arbeit leisten.)

3.        Moralisches Dilemma – Israel hat in dieser Woche grosse Verluste erlitten, vor allem wegen der Vorsicht der Armee, keine Unschuldigen libanesischen Zivilisten zu treffen. Im Editorial auf der ersten Seite der hebräischen Zeitung Yediot fragte Rafi Ginat heute: „Was ist besser? Müssen wir unsere besten Soldaten verlieren um die Leben von südlibanesischen Dorfbewohnern zu schützen? Müssen wir unsere Angriffe beschränken, was Handkerum den Krieg verlängern und die Anzahl von Geschossen, die auf unsere Leute niedergehen, erhöhen wird? Oder dürfen wir mit tödlicherer Kraft angreifen, uns weniger “ethisch” fühlen, aber dafür das Ende der Kämpfe schneller herbeiführen und den Feind abschrecken?“

4.        Finanzielle Schwierigkeiten – Nahezu eine Million Menschen im Norden von Israel ist vom Krieg betroffen. Der Tourismus ist zusammengebrochen; Geschäfte wurden geschlossen. Die Wirtschaft im Norden steht still. Das israelische Finanzdepartement hat zugesagt, die Löhne ALLER Arbeiter zu bezahlen, die diesen Monat nicht zur Arbeit gehen konnten. Offensichtlicherweise kann diese Unterstützung nicht für immer dauern. Die finanziellen Schwierigkeiten des Krieges könnten unter Umständen einen grossen Einfluss auf seinen Ausgang ausüben.

5.        Internationale Friedenstruppe – Am 2. September 2004 verabschiedete der UNO Sicherheitsrat die Resolution 1559; Paragraph § 3 enthält die folgende Aufforderung: “Auflösung und Entwaffnung aller libanesischen und nicht-libanesischen Milizen." (Sprich der Hisbollah.) Daraufhin sandte die UNO Truppen aus um diesen Plan umzusetzen. Es geschah jedoch das Gegenteil: Die UNO Truppen wurden zum Deckmantel und “menschlichen Schild” für die massive Aufrüstung und Verschanzung der Hisbollah, die zum gegenwärtigen Krieg führten.

6.        Der Kampf zu Hattin – Am 4. Juli 1187 zogen auf einem Hügel einige Kilometer westlich von Tiberias ungefähr 20'000 europäische Kreuzritter gegen die muslimischen Truppen der Ayyubid Dynastie unter dem Kommando von Tsalach-a’ddin (Saladin) in den Krieg. Die Kreuzritter liessen sich dummerweise von allen Seiten einkesseln und wurden unter der brennenden Sonne des Mittleren Ostens ausgetrocknet. Saladins Truppen schlugen die Kreuzritter in die Flucht und übernahmen so die Kontrolle über den ganzen Mittleren Osten, Jerusalem eingeschlossen! Diese Schlacht war ein Wendepunkt in der Geschichte des Mittelalters. Saladin bekam eine fast schon mythische Figur, die den Sieg von muslimischen Truppen über die westliche „Christenheit“ repräsentiert. Es scheint ziemlich sicher, dass Nasrallah sich als moderner Saladin sieht, der hofft, die “Christen” zu verjagen und Jerusalem wieder zu erobern. So wirft die Geschichte von Saladin noch heute weite Schatten über die Konflikte im Mittleren Osten.

7.        Der Fluch Goliaths – David sagte zu Goliath: “ich aber komme zu dir im Namen des HERRN Zebaoth, des Gottes des Heeres Israels, den du verhöhnt hast. (1. Samuel 17, 45)." Nach meiner Ansicht hat Nasrallah in einer ähnlichen Weise den Gott Israels verhöhnt und verflucht. Nasrallah ein Ende zu bereiten wäre einer der wichtigsten Schlüssel zur möglichst schnellen Beendigung der gegenwärtigen Konflikte.

8.        Geistliche und reale Kampfführung – Viele haben über geistliche Kampfführung geschrieben, besser als ich es jemals könnte. Vielleicht ist der Teil, den ich von jüdischem oder israelischem Hintergrund aus beitragen kann, die Einsicht, dass geistliche Kampfführung mit realer Kampfführung zusammenhängt. Die neutestamentliche Lehre von geistlicher Kampfführung (Epheser 6, 2. Korinther 10) „ersetzt“ nicht militärische Auseinandersetzungen. Die zwei laufen häufig parallel. Das neue Testament ermöglicht Einsichten in die geistlichen Kräfte hinter den Konflikten. Diese zwei Ebenen existierten immer schon nebeneinander (2. Samuel 5, 24; 2. Könige 6, 17; Daniel 10, 3 - 14). Lasst nicht zu, dass eine “Ersetzungstheorie” unsere Auffassung von geistlicher Kampfführung beeinflusst. Geistliche Kampfführung ist verbunden mit militärischen Konflikten und diese wiederum sind verbunden mit Israel. Denkt nur daran wie viele, viele Bibelstellen über die Beziehung zwischen den Prophetien und militärischen Konflikten in Israel sprechen.

9.        Gerechtes Gericht – Wir sind daran gewöhnt, Gott für seine Segnungen zu preisen und das ist gut so. Trotzdem sollten wir Gott auch für seine Gerichte preisen. Sie veranschaulichen seine Gerechtigkeit, seine Heiligkeit und seine Macht. Wenn wir ihn für seine Gerichte in der Welt preisen, auch für die militärischen Konflikte, so erhält Er die Ehre. „alle Völker werden kommen und anbeten vor dir, denn deine gerechten Gerichte sind offenbar geworden. (Offb. 15, 4)." "Gerecht bist du (…),du Heiliger, dass du dieses Urteil gesprochen hast (…) deine Gerichte sind wahrhaftig und gerecht (Offb. 16, 5; 7)." Während wir uns der Trübsal der Endzeit nähern, ist es unerlässlich für uns zu verstehen, dass eine unserer Aufgaben als geistliche Priesterschaft darin besteht, Gott für seine Gerichte zu preisen.

10.     Gute Eigenschaften – Gott ruft sein Volk oft in den Krieg. Ich bin erstaunt, was in Israel in diesen Tagen geschieht. Das Volk Israel zeigt Patriotismus, Selbstaufopferung, Dienst am Nächsten, Freundlichkeit, Ernsthaftigkeit, Grosszügigkeit, Motivation, Optimismus, Glaube an Gott, Gebet, Einheit. Politische Spaltung und Kritik haben abgenommen. Sexuelle Unreinheiten in den Medien gingen stark zurück. Ich glaube, Gott möchte eben diese Eigenschaften bei den Gläubigen auf der ganzen Welt. Möge es in der Gemeinde der Endzeit so geschehen.

11.     Der grössere Konflikt – Einmal mehr erhob sich Präsident Bush gegen die Kräfte der EU und der UNO, die Israel angreifen wollten. Ohne ihn hätten wir es wohl mit einer vereinten internationalen Verurteilung Israels zu tun. (Ich frage Christen und messianische Juden, die Bush kritisierten, was sie erwarten, wenn er sein Amt niederlegt.) Die Hisbollah ist eigentlich der militärische Arm von Syrien und dem Iran, die wiederum den weltweiten „Djihad“ des radikalen Islam anführen. Eigentlich macht Israel die Drecksarbeit für die Vereinigten Staaten, die wiederum die Drecksarbeit für die evangelikale Welt machen. In geistlicher Hinsicht ist dies ein Kampf zwischen der evangelikalen Welt und dem radikalen Islam. Als Christ möchten wir diesen Konflikt gerne vermeiden und wir möchten ihn nicht auf diese Weise interpretieren. Dadurch wird sich das Ganze aber nicht in Luft auflösen.

12.     Die Notwendigkeit des Sieges – Ein weiterer Aspekt von geistlicher Kampfführung, der eigentlich offensichtlich sein sollte, jedoch oft übersehen wird. Wir müssen gewinnen. Gott wird verherrlicht wenn das Gute siegt und das Böse unterliegt. Dieser Krieg muss gewonnen werden. Die Kräfte des Terrorismus und des Djihad müssen besiegt werden – und zwar endgültig. Unsere Aufgabe ist es den Sieg sicherzustellen. Legt diese miesmacherische, humanistische Mentalität ab! Als Mose seine Hände erhob, besiegten die Israeliten die Amalekiter. Als er aber seine Hände sinken liess, wurde Israel besiegt (2. Mose 17, 10 – 13). Es war nicht die Armee, die das Endergebnis bestimmte, sondern die erhobenen Hände von Mose (das Wort für die “beständig erhobenen” Hände Mose ist das hebräische “Emunah”, was wortwörtlich übersetzt GLAUBE heisst). Wenn Mose Glauben hatte, errang Israel den Sieg. Lasst uns unsere Hände erhoben halten im Gebet, in Lobpreis und in Prophetie bis der Sieg errungen ist.

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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.