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Offene Himmel in der Offenbarung
© Dezember 2006 Asher Intrater

Im Buch der Offenbarung lesen wir, dass die Himmel viermal über uns geöffnet werden und jedes Mal war die Folge ein geistlicher Durchbruch für das Königreich Gottes.

Offenbarung 4, 1
Danach, als ich aufblickte, sah ich am Himmel eine offene Tür. Dieselbe Stimme, die schon vorher zu mir gesprochen hatte, gewaltig wie der Schall einer Posaune, sagte: „Komm herauf! Ich will dir zeigen, was in Zukunft geschehen wird.“

Das erste Mal werden die Himmel geöffnet wegen der persönlichen Hingabe EINES Mannes, hier ist es Yochanan (Johannes). Dies ist ermutigend, denn es zeigt uns, dass wir nicht völlig von anderen Menschen abhängig sind, wenn wir geistliche Durchbrüche sehen wollen. Eine Person, die diesen Artikel liest, könnte selbst die Himmel öffnen durch ihren Glauben und die Reinheit ihres Herzens.

Dies erinnert uns an Jakob auf der Flucht vor Esau, der bei Beth El den Traum von der Leiter, auf der Engel auf- und absteigen, hatte (1. Mose 28). Auch dort wurden die Himmel über einem Mann mit verzweifeltem Glauben und einem Bund mit Gott geöffnet.

Bemerkung: Yochanan antwortete auf die Auforderung Yeshuas (Jesu) in Offenbarung 3, 20: Wer jetzt auf meine Stimme hört und mir die Tür öffnet (seines Herzens)… Vielleicht öffneten die Menschen in Laodizea ihre Herzen nicht, aber Johannes tat es. Hier sehen wir also eine persönliche Aufforderung und Möglichkeit. Sie sind heute noch genau so gültig, wie zu der Zeit von Johannes.

Bemerkung: Yochanan wurde nicht körperlich „entrückt“. Sein Körper war auf dem Boden und sein Geist stieg auf zum Himmel. Genau so passierte es mit einigen anderen Personen, von denen in der Offenbarung erzählt wird, sie wären vor dem Thron Gottes gewesen. Sogar heute haben wir Heilige vollen Zugang zum Thron Gottes, während wir anbeten und beten hier auf der Erde.

Offenbarung 11, 19
Da öffnete sich der Tempel Gottes im Himmel, und die Bundeslade war zu sehen. Blitze zuckten über den Himmel, und Donner, gewaltige Stimmen, Erdbeben und schwere Hagelstürme erschütterten die Erde.

Dieses Mal werden die Himmel geöffnet als Antwort auf eine prophetische Offenbarung für die Heiligen. Was für eine Offenbarung war das? – dass Yeshua seine Herrschaft aufnehmen und auf Erden herrschen würde. Vers 15 erzählt von der Offenbarung, dass die Königreiche dieser Erde von Yeshua übernommen werden würden. In Vers 17 gelangt Lobpreis vor den Thron Gottes, weil er seine Macht ausgeübt hat und angefangen hat zu herrschen.

Diese Offenbarung der Endzeit wie Gott die Königreiche der Erde übernimmt, stellt einen grösseren geistlichen Durchbruch dar. Sie ist ein Teil davon, dass das Evangelium vom Königreich (Matthäus 24, 14) gepredigt wird und nicht nur das Evangelium der Errettung. Sie stellt auch den Beginn der Zeit dar, in der das „Königreich für Israel wieder hergestellt“ werden wird – Apostelgeschichte 1, 6.

Bemerkung: Diese Offenbarung wird dann kommen, wenn Gott auch in der internationalen Gemeinde wirkt (korrekte apostolische Leiterschaft wieder herstellt), in den Nationen wirkt (den Einfluss der Gerechten in den Regierungen stärkt) und in Israel wirkt (mit der Wiederherstellung des Überrestes und einer gottesfürchtigen Regierung).

Offenbarung 15, 5-6
Danach sah ich, und siehe, da ward aufgetan der Tempel der Hütte des Zeugnisses im Himmel; und gingen aus dem Tempel die sieben Engel, die die sieben Plagen hatten, angetan mit reiner, heller Leinwand und umgürtet an ihren Brüsten mit goldenen Gürteln.

Hier wird prophetische Offenbarung über die „Gerichte“ Gottes enthüllt. Wir sollen Gott preisen, nicht nur für seine Vergebung der Sünde für diejenigen, die seine Gnade empfangen, sondern auch für seine BESTRAFUNG der Sünde derjenigen, die in Sünde verharren. Gott erhält die Ehre sowohl von Gefässen zur Ehre und den Gefässen des Zorns (Römer 9, 21-23; 2. Timotheus 2, 20-21).

Die meisten von uns wurden so beeinflusst von Humanismus und moralischer Gleichberechtigung, dass die Idee Gott für seine Gerichte zu preisen uns fremd erscheint. I gebe zu, es ist immer noch ungewohnt für mich. Aber wir müssen uns verändern und Sein Herz haben. Er liebt Gerechtigkeit und hasst Ungerechtigkeit (Hebräer 1, 9).

Zur Zeit dieses prophetischen Durchbruchs, giessen sieben Engel, gekleidet in weiss mit goldenen Schüsseln, den Zorn Gottes aus. Der Symbolismus von weiss und gold zeigt uns, dass diese Gerichte rein und heilig sind. Dieses Gericht kommt von Gott und nicht vom Teufel.

Bemerkung: Da Gott gleichzeitig im Geist und in der Realität wirkt, deutet die Schrift an, dass es einen wieder aufgebauten Tempel in Jerusalem geben wird zu der Zeit, in welcher der himmlische Tempel den Heiligen offenbart wird. (Siehe Offenbarung 11, 1). Eines der Zeichen der Endzeit wird der wieder aufgebaute Tempel in Jerusalem sein.

Offenbarung 11, 11 und 14-15
Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weisses Pferd. Und der daraufsass, hiess Treu und Wahrhaftig, und er richtet und streitet mit Gerechtigkeit. Und ihm folgte nach das Heer im Himmel auf weissen Pferden, angetan mit weisser und reiner Leinwand.
Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, dass er damit die Heiden schlüge; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter des Weins des grimmigen Zorns Gottes, des Allmächtigen.

Das vierte Mal, dass die Himmel geöffnet werden, ist beim Zweiten Kommen Yeshuas. Hier regiert er nicht nur als König, er richtet nicht nur als Richter, sondern er zieht in den Krieg als der Anführer der Armeen Yahwes (Siehe Josua 5, 13-15). Yeshua kehrt zurück als König, als Richter und als Befehlshaber.

Nachdem Yeshua zurückgekehrt ist, werden die Himmel immer offen sein und es wird völligen Zugang geben von der Erde zum Himmel.

Wir könnten also die prophetische Wichtigkeit der vier offenen Himmel folgendermassen zusammenfassen:

  1. Persönliche Hingabe
  2. Herrschaft des Königreiches
  3. Gerechtes Gericht
  4. Zweites Kommen Yeshuas.

Das Letzte, was passieren muss, bevor Yeshua zurückkehrt, ist die Herrichtung seiner „Braut“ (Offenbarung 19, 7). Gott arbeitet nicht alleine, sondern in einer Bundeszusammenarbeit mit seinen Propheten auf der Erde. Tatsächlich tut er nichts, „er offenbare denn sein Geheimnis den Propheten, seinen Knechten“ (Amos 3, 7). Wir sind in der Endzeit nicht Zuschauer, sondern haben aktiv Teil an den Absichten Gottes.

Während wir unsere Herzen öffnen, in Gerechtigkeit laufen, mit prophetischer Unterscheidung beten, werden die Geschehnisse der Endzeit sich vor uns entfalten und die Kraft eines offenen Himmels wird freigesetzt werden.

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